» Biathlon

Das zurückliegende Wochenende endete für die deutschen Wintersportler äußerst erfolgreich, konnte doch in fast jeder Sportart ein Podestplatz errungen werden.

Besonders erfolgreichen waren die deutschen Biathletinnen. Zwei Weltcupsiege durch Martina Glagow sowie insgesamt sechs Podestplätze zeugen von einer sehr guten Leistung unserer Damen, die damit ohne Problem an die erfolgreiche vergangene Saison anknüpfen. Bei den Herren lief es noch nicht so optimal, nur Carsten Pump gelang der Sprung unter die ersten Drei. Dafür verantwortlich war vor allem die Unkonzentriertheit beim Schießen.

Bei den Nordischen Kombinierern gab es gleich zwei deutsche Sieger, Ronny Ackermann und Björn Kircheisen gewannen die im finnischen Kuusamo ausgetragenen Weltcups im Sprint und über 15 Kilometer. In einer Woche im norwegischen Trondheim möchten beide an ihre sensationellen Leistungen vom Wochenende anschließen.

Anni Friesinger sicherte sich in Russland den 47. Weltcup-Sieg ihrer Karriere und war besonders erfreut über den hohen Vorsprung vor ihrer Konkurrentin Christine Nesbitt aus Kanada. Ebenso erfreut über zwei dritte Plätze über 1.500 und 5.000 Meter war Daniela Anschütz-Thoms. Lediglich die von Halsschmerzen geplagte Claudia Pechstein blieb hinter den Erwartungen zurück.

Noch ohne Podestplatz, aber mit guten Ansätzen starten die Skispringer in den Weltcup. Bester Deutsche wurde Michael Neumeyer auf Platz, während Michael nach einem sehr guten neunten Rang im ersten Durchgang noch auf den 25. Platz im zweiten zurückfiel. Martin Schmitt wurde 28. und Georg Späth 45.

Sehr erfolgreich bestritt Maria Riesch den Wettkampf in Lake Louise. Mit dem vierten Rang in Abfahrt und dem zweiten Platz im Super-Ski meldete sie sich eindrucksvoll in der Weltspitze zurück und verschaffte dem finanziell angeschlagenen DSV auch endlich wieder positive Schlagzeilen.    [...mehr]


Dem deutschen Wintersport droht in diesem Jahr erneut ein Zickenkrieg unter den Spitzensportlerinnen.

Die Biathletin Andrea Henkel, immerhin Gesamt-Weltcup-Siegerin des vergangenen Jahres, blickt neidvoll auf ihre Konkurrentin Magdalena Neuner. Neuner, die bei den letzten Biathlon-Weltmeisterschaften überraschend drei Titel holen konnte, gilt als der neue Shooting-Star des Biathlons. Mehr als 80 Firmen haben angefragt, ob sie die erst 20jährige Athletin sponsern können. Das Jahreseinkommen von Magdalena Neuner nur durch Sponsoring wird auf knapp 1,5 Millionen Euro geschätzt. Dahinter platziert sich das Aushängeschild der deutschen Biathlons, Kati Wilhelm. Die anderen Teammitglieder stehen trotz beachtlicher Erfolge wie Gesamt-Weltcupsiege (Martina Glagow, Andrea Henkel) und WM-Titel mit der Mannschaft (Kathrin Apel) im Schatten der beiden Sympathieträger. Henkel hat die entsprechenden Konsequenzen gezogen und sich mit sofortiger Wirkung von ihrem Manager Stephan Peplies getrennt, der auch Magdalena Neuner betreute. Es bleibt abzuwarten, ob diese Neiddiskussion auch Einfluss auf die Leistungen der Athleten hat, zu beobachten beim Weltcup-Auftakt am kommenden Donnerstag.

Einen Zickenkrieg gab es auch schon im deutschen Eisschnellteam, als Claudia Pechstein und Anni Friesinger unterschiedliche Meinungen vertraten. Immer wieder gab es Diskussionen um Trainingsmethoden, Trainingsorte und Betreuung. Friesinger legte mehr Wert auf Individualität, während Pechstein als Team agieren wollte. Das Duell der beiden Eislauf-Diven wurde durch die Medien erheblich angeheizt und konnte erst durch den gemeinsamen Olympiasieg bei den Spielen in Turin 2006 beigelegt werden.

Ähnlich verhielt es sich bei den Langlauf-Damen bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City, als die Damen überraschend die Goldmedaille im Teamwettbewerb erringen konnte. Im Mittelpunkt des Medieninteresses stand damals die immer lächelnde Evi Sachenbacher. Ihre Kollegin Claudia Küntzel fühlte sich in den Hintergrund gedrängt, worauf es bei den beiden Athletinnen zum Bruch kam. Erst vor wenigen Monaten konnte wieder eine Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit gefunden werden.

entweder liegt es am Winter oder an den Frauen, das es eigentlich in jedem Jahr zu einen Zickenkrieg kommt.    [...mehr]


Biathlon-Wettbewerb

In der kommenden Woche starten im finnischen Kontiolahti die Weltcup-Wettbewerbe im Biathlon. Am Donnerstag um 10.30 Uhr gehen zuerst die Damen im Einzel an den Start, um 13.30 Uhr folgen dann die Herren. Jeweils um 13.45 Uhr gibt es dann am Freitag und am Samstag die Wettbewerbe im Sprint. Den Abschluss des ersten Weltcups bildet dann die Verfolgung bei den Männern und Frauen am Sonntag.

Biathlon gehört in den letzten Jahren zu den erfolgreichsten Michael RöschWintersportarten in Deutschland. Namen wie Uschi Disl, Ricco Groß, Sven Fischer, Kati Wilhelm und Michael Greis standen für Weltcuperfolge, Olympiasiege und Weltmeistertitel. Während sich einige sich schon vom aktiven Biathlonsport zurückgezogen haben, dürstet auch die jüngere Generation mit Michael Rösch und Magdalena Neuner nach neuen Triumpfen.

Ole Einar BjörndalenMit Spannung wird das Duell zwischen den Dauerkonkurrenten Michael Greis und Ole Einar Björndalen erwartet. Der große Mann des Biathlon Björndalen, der beste Skater im Feld, macht immer wieder gerne Ausflüge zu den Skilangläufern,Liv Grete Poiree weshalb ihm in den letzten Jahren immer wieder wertvolle Weltcuppunkte verloren gegangen sind. Mal sehen, wie die Planungen des Rekord-Weltcupsiegers in dieser Saison aussehen. Einen großen Rivalen haben die beiden auf Michael Greisjeden Fall verloren, denn Raphael Poiree ist seiner Frau, der Norwegerin Liv Grete Poiree, in den Ruhestand gefolgt. Ob andere Athleten wie der junge Michael Rösch im Kampf um den Gesamtweltcup ein Wort mitreden können, muss man geduldig abwarten. In den Favoritenkreis vorstoßen könnten die russischen Biathleten, die sich in der vergangenen Saison hervorragend entwickelt haben.

Bei den Frauen konnten sich im letzten Jahr fünf deutsche Biathleten unter den ersten Zehn des Linda GrubbenGesamtweltcups platzieren und auch in dieser Saison möchten Kati Wilhelm, Newcomerin Magdalena Neuer, Martina Glagow und Kathrin Hitzer ein Wörtchen bei der Titelvergabe mitreden. Ernst zu nehmende Konkurrenten sind die Schwedin Anna Carin Olofson, die Norwegerin Linda Grubben und die Französin Sandrine Bailly.

Die Biathlon-Fans können sich auf spannende Wettbewerbe in diesem Winter freuen, mit möglichst vielen deutschen Erfolgen.    [...mehr]


Sieg durch Kati Wilhelm

Vor kurzem haben einige Wintersportarten wie Eisschnelllauf und Ski-Langlauf ihre ersten Wettbewerbe des Jahres aufgenommen. Für die deutschen Fans stellt sich wieder die Frage, ob unsere Topathleten auch dieses Jahr in der Weltspitze mithalten können (Eisschnelllauf, Biathlon, Ski-Langlauf, Rodeln) oder der Konkurrenz hinterherfahren (Abfahrt) beziehungsweise abstürzen (Skisprung).
Beim Weltcup-Auftakt der Skilangläufer konnten die Deutschen ihren ersten Weltcupsieg verbuchen, aber nicht durch die üblichen Verdächtigen wie Gesamtweltcupsieger Tobias Angerer oder Axel Teichmann, sondern durch den bisher unbekannten Läufer Josef Wenzl. Gesamtweltcup-Titelverteidiger Tobias Angerer möchte seinen Titel zum dritten Mal in Folge holen. Aber auch bei den Frauen möchten Evi Sachenbacher-Stehle und Co. auf sich aufmerksam machen.

Eisschnellläuferin Anni Friesinger Gesamtweltcupsieger Tobias Angerer Skischanze Holmenkollen in Oslo

Gleich mehrere Eisen im Feuer haben unsere Biathleten. Neben Titelverteidigerin Andrea Henkel rechnen sich auch Kati Wilhelm, Newcomerin Magdalena Neuer, Martina Glagow und Kathrin Hitzer Chancen auf den Gesamtweltcup aus, schließlich landeten alle Fünf unter den ersten Zehn des vergangenen Winters. Bei den Herren konnte Michael Greis den Gesamtweltcup gewinnen. Neben ihm sind Michael Roesch, Alexander Wolf und Andreas Birnbacher heiße Titelanwärter. Rekordsieger Ole Einar Björndalen und Spitzenathleten wie Björn Ferry aus Schweden oder Ivan Tcheresov wollen es den Deutschen so schwer wie möglich machen.

Unsere Skisprung-Asse möchten nach Jahren der Flaute wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Der vergangene Winter war einer der erfolglosesten in der Geschichte des deutschen Skisprungs. Zu den deutschen Hoffnungen zählen Martin Schmitt und Michael Uhrmann.

Besonders düster sieht es bei den Abfahrern aus. Durch Finanzengpässe im Verband können nur noch die Topathleten gefördert werden, die man aber im deutschen Team vergeblich sucht. Der DSV hofft, dass Sportler wie Felix Neureuther oder Maria Riesch auf sich aufmerksam machen können.

Rekordsieger Ole Einar Bjoerndalen Martina Glagow - Biathlon

[...mehr]


Page 4 of 4«1234