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Der Radsport siecht dahin, Sponsoren ziehen sich zurück, doch nun tritt der Heilsbringer wieder in die Pedale: Lance Armstrong, siebenmaliger Sieger der Tour de France, feiert drei Jahre nach dem Karriereende sein Comeback in Australien. Armstrong, der für Astana, die rollende Apotheke Kasachstans, fährt, kaschiert seine perverse Freakshow mit dem Mäntelchen des Kampfes gegen Krebs. Ein Comeback, das ein Rückschritt für eine ohnehin scheintote Sportart ist.
Es liegt an Armstrong: Bei der Down Under Tour haben sich doppelt so viele Journalisten akkreditiert wie im vergangenen Jahr. Der 37-Jährige, der austrainiert wirkt, sagte: “Ich habe drei Jahre damit zugebracht, auf der Couch zu sitzen und Bier zu trinken.” Dann brach der Missionar in dem Texaner durch, 1274 Tage sind vergangen seit dem 24. Juli 2005, als Armstrong letztmalig ein Rennen fuhr, die letzte Etappe der Tour de France: “Seither sind 27,5 Millionen Menschen an Krebs gestorben. Das ist eine erschütternde Zahl. Als wären alle Einwohner Australiens einfach weg.” Doch Rettung naht. [...mehr]
Der Doping-geständige Bernhard Kohl fand kritische Worte für seinen ehemaligen Team- Kollegen Stefan Schumacher. Beide Ex-Gerolsteiner-Profis sind nachträglich bei der Tour de France nach der A-Probe positiv auf das Blutdoping- Mittel CERA getestet worden.
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BOXEN Wer kann bei 100 Millionen Dollar schon nein sagen? Die Klitschko-Brüder! Box-Promoter Don King bietet für einen Kampf von Wladimir Klitschko gegen seinen Bruder Vitali diese stattliche Summe. “Das Herz unserer Mutter würde einen solchen Fight nicht ertragen”, sagte Wladimir Klitschko der russischen Zeitung Moskowski Komsomolez. “Das ist aber sowieso nur rein theoretisch. Don King ist weder unser Promoter noch unser Manager.” Vitali trägt den Weltmeister-Gürtel der WBC, Wladimir ist Weltmeister nach Version der Verbände IBF, WBO und IBO.
BASKETBALL Dirk Nowitzki in der Bundesliga? Marco Baldi, Geschäftsführer der Branchenprimus Alba Berlin, würde den Superstar gern verpflichten: “Es gibt eine gewisse Logik, dass man einen Dirk Nowitzki, der nicht nur über sein Bekenntnis zu seiner Heimat redet, sondern das auch lebt, und uns zusammenführen kann, allerdings sicher noch nicht in zwei, drei Jahren”, sagte Baldi der Berliner Morgenpost. “Ich glaube, dass in nicht allzu ferner Zeit ein europäischer Klub so einen Transfercoup landen wird”, ergänzte Baldi, der zunehmend NBA-Stars in Europas Ligen erwartet.
DOPING / RADSPORT Ex-Doper und Ex-Radprofi Jörg Jaksche hat Dopingsünder Bernhard Kohl wegen eigener schlechter Erfahrungen von einem umfassenderen Geständnis abgeraten. “Möchte er wieder Rad fahren, dann soll er im eigenen Interesse die Klappe halten und die zweijährige Sperre auf sich nehmen. Nur dann wäre er im Peloton wieder willkommen”, sagte Jaksche dem ORF. Und mit ein paar Spritzen und etwas frischem Blut sollte auch nach so langer Pause die Form schnell wieder stimmen. [...mehr]
Bernhard Kohl hat gestern unter Tränen im österreichischen Fernsehsender ORF zugegeben, bei der diesjährigen Tour de France gedopt zu haben. Noch vor drei Monaten wurde der Gerolsteiner-Radprofi überraschend Gesamtdritter und Bergkönig der größten Frankreich-Rundfahrt.
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Der Tour-de-France-Dritte Bernhard Kohl steht unter Doping-Verdacht. Nachdem der deutschen Radprofi Stefan Schumacher überführt wurde, soll nun auch die A-Probe seines Teamkollegen vom Team Gerolsteiner nach Angaben der französischen Fachzeitschrift “L’Equipe” positiv auf EPO getestet worden sein.
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Stefan Schumacher ist positiv auf das Epo-Präparat Sera getestet worden. Hans-Michael Holczer, Schumachers Teamchef bei Gerolsteiner, sagte: “Tour-Direktor Christian Prudhomme hat mir das bestätigt. Ich habe keinen Zweifel daran, dass es stimmt.” Schumacher reagierte mit dem branchenüblichen Reflex des Leugnens: “Ich kann nur sagen, dass ich nicht gedopt habe. Das ist völliger Schwachsinn”, sagte er dem Sport-Informations-Dienst.
Knapp zwei Monate nach der Tour de France werden möglicherweise neue Doping-Fälle veröffentlicht. Laut der französischen Anti-Doping-Agentur (AFLD) sind mehrere Doping-Tests auffällig mit der jüngsten EPO-Substanz „Cera“.
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Doping-Experte Werner Franke zog ein vernichtendes Fazit zu den Dopingtests während der Olympischen Spiele in Peking. Im Mitteldeutschen-Rundfunk (MDR) redete Franke bezüglich der nur zehn positiven Tests bei den diesjährigen Spielen von der “größten weltweiten Volksverdummung und Völkerverdummungsaktion”.
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Das Internationale Olympische Komitee (IOC) gab heute bekannt, dass Gewichtheber Igor Rasoronow positiv getestet wurde. Unmittelbar nach dem Wettkampf fand man bei einer Kontrolle beim Ukrainer das Steroid Nandrolon. Insgesamt gab es bis jetzt bei den Olympischen Spielen in Peking sechs Dopingfälle.
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Erster Doping-Fall bei den deutschen Sportlern: Die Internationale Reiterliche Vereinigung hat Springreiter Christian Ahlmann von den Olympischen Spielen ausgeschlossen. Bei einer Medikationskontrolle am 17. August wurde bei seinem Pferd Cöster die Substanz Capsaicin nachgewiesen. Der durchblutungsfördernde Wirkstoff lindert Muskelschmerzen.
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