» EM 2008

Autor: Jörgen Heller

Heute geht es zum Feintuning für das DFB-Team           ©flickr/dragonwelp

Nachdem die Grundlagen in Trainingslager auf Mallorca gelegt wurden, soll in der letzten Woche vor dem Start der Fußball-Europameisterschaft der Feinschliff im Team vorgenommen werden. Am Sonntag wird es nämlich ernst, wenn die DFB-Elf gegen Polen in die EM starten wird.

Ballack und Co. konnten in den letzten beiden Tagen nochmal ein paar trainingsfreie Stunden genießen. Derweil analysierte Bundestrainer Joachim Löw daheim im Schwarzwald die Videos der Testspiele. Jedem einzelnen Spieler soll kurz vor dem EM-Auftakt seine Stärken und Schwächen aufgezeigt werden, so dass er seine Topleistungen am Sonntag bringen kann.

“Wir werden noch einiges tun. In allen Mannschaftsteilen fehlt es noch an der Feinabstimmung. Auch Standards stehen auf dem Programm”, sagte Löw kurz vor der Abreise ins deutsche Luxus-Quartier am Lago Maggiore. Im Fokus ist dabei das Auftaktmatch gegen die Polen. “Da muss das richtige Zeichen kommen”, meinte Lukas Podolski, der beim Testspiel gegen Serbien eine gute Leistung zeigte.

Ballack fordert vollen Einsatz von seinen Kollegen           ©flickr/thanhhuong_klLöw sagte zur Aufstellung gegen das polnische Team: “Ich habe da noch zwei, drei Möglichkeiten.” Hauptaugenmerk liegt auf der rechten Außenbahn. Der Ausfall von Bernd Schneider wiegt schwer. Clemens Fritz, Bastian Schweinsteiger und David Odonkor stehen als Alternative zur Verfügung. Der Abwehrspezialist Christoph Metzelder muss im Training auch noch mehr tun, um seine volle EM-Form abrufen zu können.

Der DFB-Kapitän Michael Ballack fordert von seinen Teamkollegen noch einmal vollen Einsatz: “Der eine oder andere muss noch einen Zahn zulegen.” Und Podolski gab die Parole aus: “Unser Ziel ist es, Europameister zu werden.”



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Helmes, Jones und Marin bleiben zu hause           ©flickr/dragonwelp

Patrick Helmes, Jermaine Jones und Marko Marin sind nicht mit dem DFB-Team bei der EM in Österreich und der Schweiz nicht dabei. Bundestrainer Joachim Löw gab vor wenigen Stunden den drei Spielern bekannt, dass sich der Trainerstab gegen die drei entschieden hat.

Um 11:30 Uhr gab Löw diese Info dem Team bekannt. Leicht sei die Entscheidung nicht gewesen, sagte der Coach. “Die Entscheidung ist unserem Trainerteam sehr schwer gefallen. Es war eine Millimeter-Entscheidung, denn jeder der drei Spieler hätte es verdient gehabt, dem Europameisterschafts-Kader anzugehören”, fand Löw positive Worte für die Aussortierten.

“Dies ist keine Entscheidung gegen ihre Qualität, sie haben in dem Trainingslager auf Mallorca einen hervorragenden Eindruck hinterlassen”, meinte Löw, der aber auch unterstrich, dass das Kapitel DFB-Team für das Trio noch nicht zu Ende ist: “Patrick Helmes, Jermaine Jones und Marko Marin haben gute Perspektiven, nach der EM wieder im Kreis der Nationalmannschaft dabei zu sein und eine gute Rolle zu spielen.”

Aufatmen können nun die anderen Wackelkandidaten Piotr Trochowski, David Odonkor und Oliver Neuville. Auch der Bremer Tim Borowski fährt mit zur EM. Für den künftigen Münchner, der nach einem grippalen Infekt mit dem Training aussetzen musste, war das Euro-Ticket nicht sicher.

Helmes verlor das interne Duell im Sturm gegen Neuville. Der Bundestrainer baut auf die Erfahrung des Gladbachers. Gegen Jones sprach ebenso wie bei Helmes die internationale Unerfahrenheit. Damit sind in Österreich und der Schweiz 15-WM-Teilnehmern von 2006 dabei.

Marko Marin ist noch nicht reif für ein internationales Turnier            ©flickr/die_cinnyEine Überraschung ist die Nichtberücksichtigung des zuvor von Löw fast schon überschwänglich gelobten Marin. Der 19-Jährige hat am Dienstag in Kaiserslautern beim enttäuschenden 2:2 noch sein Länderspiel-Debüt gefeiert. Laut dem Coach ist der nur 1,68 Meter kleine Mann wohl noch nicht reif ist für ein großes Turnier: “Man hat gespürt, es war das erste Länderspiel. Er ist ein Spieler für die Zukunft.“    [...mehr]


Sehen wir unser Team wieder so jubeln bei der EM?           ©flickr/auroraexecution_91@sbcg lobal.net

Die deutschen EM-Kandidaten haben auf Mallorca, abgeschottet von Fans und Urlaubern, in einer extra errichteten “Muckibude” ihr erstes Training begonnen. Kapitän Michael Ballack hat wegen dem heutigen Champions-League-Finale drei Tage Sonderurlaub erhalten.

Am Montag wird Ballack zur Nationalmannschaft stoßen. Der Mittelfeld- Chef soll diese Zeit nach dem heutigen Champions-League-Finale mit dem FC Chelsea gegen Manchester United erhalten, um ein wenig nach dem Stress abzutouren.

Bastian Schweinsteiger und Co. trimmten sich unter der Tribüne des Stadions “Son Moix” von Palma im Fitnessbereich schon an den Geräten. “Endlich können wir uns auf die Arbeit mit den Spielern konzentrieren. Alles andere wird von der Mannschaft und den Trainern ferngehalten”, erläuterte der Team-Manager Bierhoff.

Der Bundestrainer gewährt Ballack eine kleine Auszeit           ©flickr/thanhhuong_klAm kommenden Dienstag wird die DFB-Elf ein Testspiel gegen Weißrussland in Kaiserslautern bestreiten. Der Einsatz von Ballack im Fritz-Walter-Stadion ist aber noch fraglich. Aber der Sachse ist ohnehin für die EM gesetzt. Bundestrainer Joachim Löw wird seinen 23-Mann-Kader bis zum letzten Moment offen lassen. “Wir haben bis zum 28. Mai Zeit, und die werden wir uns auch nehmen”, argumentierte Bierhoff.

Für das Unternehmen “EM-Titel 2008″ legt der DFB ein EM-Etat von über 16 Millionen Euro hin. Allein das Mallorca-Camp soll 800 000 Euro teuer sein. “Wir haben alle Möglichkeiten: Tennis, Basketball, Schwimmbad”, sagte der Manager. Vor dem Fünf-Sterne-Hotel “Son Vida”, welches für das deutsche Team komplett ausbucht ist, wurde kurzfristig sogar ein Beachvolleyball- Platz aufgeschüttet.

Auch ein Familien-Programm mit Barbecue-Abend ist eingeplant. Löw hielt eine Ansprache auf Mallorca und wies alle darauf hin, dass eine Top-Vorbereitung stattfinden wird und dass es hier um die 23 persönlichen EM-Fahrkarten geht. “Jeder Spieler weiß schon, dass die Tage hier zählen”, meinte Bierhoff.



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Autor: Sonja Beckmann

Teammanager Oliver Bierhoff hat als Location-Scout viel Witz und Originalität bewiesen: Auf der Zugspitze, dem höchsten Berg Deutschlands, gab der Bundestrainer Joachim Löw gerade den EM-Kader bekannt. Vielleicht auch ein Symbol für die hohen Ziele, die sich Löw und das Team für das Turnier in Österreich und der Schweiz setzen? Bierhoff erläutert den Gipfelsturm: “Wir haben nach einem attraktiven Platz gesucht, die Deutschland geographisch und symbolisch mit den beiden Ausrichterländern verbindet. Man verbindet vor allem die Berge mit den beiden EM-Ländern, und teamintern steht das Turnier unter dem Motto Bergtour 2008.”

Zugspitze © Uhlenhorst/FlickrStorm

Es gab Überraschungen in der gläsernen “Panorama-Lounge 2962″ auf dem Gipfel der Zugspitze: Löw hat den Leverkusener Torwart René Adler nach einer herausragenden Saison nominiert und Timo Hildebrand gestrichen, der beim FC Valencia schwankende Leistungen zeigte. 26 statt 23 Spieler hat der Bundestrainer zunächst berufen, die ins Trainingslager nach Mallorca reisen. Nach dem vorletzten Test am 27. Mai in Kaiserslautern gegen Weißrussland wird Löw den 23-köpfigen Kader der Uefa melden.

Der vorläufige EM-Kader:

Tor: Jens Lehmann (53 Länderspiele / 0 Tore), Robert Enke (1/0), René Adler (0/0)
Abwehr: Arne Friedrich (56/0), Philipp Lahm (39/2), Marcell Jansen (21/1), Per Mertesacker (41/1), Christoph Metzelder (39/0), Clemens Fritz (12/2), Heiko Westermann (2/0)
Mittelfeld: Michael Ballack (79/35), Bastian Schweinsteiger (49/13), Thomas Hitzlsperger (32/5), Tim Borowski (31/2), Torsten Frings (70/10), Simon Rolfes (9/0), Jermaine Jones (1/0), Piotr Trochowski (11/0), Marko Marin (0/0), David Odonkor (13/1)
Angriff: Mario Gomez (9/6), Miroslav Klose (74/38), Lukas Podolski (46/25), Kevin Kuranyi (46/19), Oliver Neuville (66/9), Patrick Helmes (4/0)    [...mehr]


Autor: Jörgen Heller

Ballack macht sich Gedanken                 ©flickr/newzweb

Kurz vor der Nominierung des EM-Aufgebots durch Bundestrainer Joachim Löw macht sich Michael Ballack über mögliche Ausfälle während des Turniers Gedanken: “Wenn ein, zwei wichtige Spieler wegfallen, wird es auch für uns schwer, das zu kompensieren. Wenn alle gut drauf sind, sind wir vorne mit dabei.”

“Im Kader haben wir nicht die Breite wie zum Beispiel Italien oder Frankreich”, meinte Ballack in einem Interview des Magazins “Stern”. Am Freitag soll auf der Zugspitze der EM-Kader benannt werden. Für den Chelsea-Profi ist entscheidend, dass zuletzt lange verletzte Leistungsträger mit dabei sind. “Zum Glück ist Torsten Frings zurück, aber Bernd Schneider wird uns fehlen, mit seiner ganzen Erfahrung”, meinte Ballack nachdenklich.

Schneider fällt bei der EM wegen einer OP leider aus             ©flickr/andreasmiseraDer Leverkusener Schneider kann wegen einer Rücken-Operation nicht mit zur EM fahren. Die Rückkehr von Innenverteidiger Christoph Metzelder sieht Ballack als sehr wichtig an. Metzelder konnte letzten Sonntag nach einer Fußoperation erstmals in diesem Jahr wieder für Real Madrid auflaufen.

Kurz vor der EM steht für die DFB-Auswahl nach Einschätzung von Ballack noch einige Arbeit an. “Wir haben noch kein Gespür für unseren Leistungsstand, doch das geht anderen Nationen auch so. Wir hatten nach der WM eine Dominanz und trotzdem eine Leichtigkeit, die wir zuletzt so nicht mehr gezeigt haben. Wir alle brauchen wieder mehr Biss, aber auch Geduld”, erläuterte der Chemnitzer, der davor warnte, die Gruppengegner Polen, Kroatien und Österreich zu unterschätzen: “Für uns ist es eine komplett neue Situation, dass wir sagen, wir müssen jetzt was reißen.”    [...mehr]


Trotz Reservistenrolle bei Arsenal ist Lehmann Deutschlands Nr. 1                 ©flickr/Mac 的相片

Aus Frust über seine Reservistenrolle hat Jens Lehmann gegen Trainer Arsene Wenger und Keeper Manuel Almunia von Arsenal London ausgeteilt. Auch einen Wechsel zu einem anderen großen europäischen Club schließt der deutsche National-Keeper nicht mehr aus.

“Wenn ich noch einmal Champions League spielen kann, überlege ich es mir noch einmal”, teilte Deutschlands Torwart Nummer 1 dem “kicker” mit. Jegliche Hoffnung auf eine Rückkehr in die Stammelf bei Arsenal hat er praktisch aufgegeben.

Zu seinen spanischen Rivalen Manuel Almunia findet Lehmann deutliche Worte: “Was soll ich noch hoffen? Wenn ich nicht spiele, obwohl der andere Torwart nicht gerade glücklich spielt, wird es schwierig.” Das Ausscheiden aus der Champions League als Reservespieler der Londoner ist für Lehmann eine Tragödie: “Das ist nicht lustig, ich bin sehr wütend.”

Diese Zeiten dürften für Lehmann langsam vorbei sein      ©flickr judekyleFür den Edelreservisten ist nun die Europameisterschaft im Juni in Österreich und der Schweiz seine nächste große Herausforderung. “Ich werde bei der EM spielen und habe bewiesen, dass ich es noch immer kann”, erklärte er entschlossen.

Motivations-Probleme habe Lehmann wegen seiner stetigen Reservisten-Rolle bei Arsenal nicht, machte er deutlich und fügte hinzu: “Ich habe ja die EURO vor Augen. Und Wut ist keine so schlechte Motivation.” Die Entscheidung des Keepers, trotz der fehlenden Spielpraxis beim FC Arsenal geblieben zu sein und vor allem aus persönlichen Gründen im Winter auf einen Wechsel zurück in die Bundesliga verzichtet zu haben, hatte den Bundestrainer in Bredoulle gebracht.

Joachim Löw hielt aber bisher an Lehmann fest. In der DFB-Elf ist die Nummer 1 seit 621 Minuten unbezwungen. Das ist ein Rekord in der Länderspiel- Geschichte des DFB. Mit 90 fehlerlosen Minuten beim 4:0-Testspiel-Sieg gegen die Schweiz hatte er die Nummer-1-Debatte gestoppt, die nach seiner schwächeren Leistung zuvor beim 3:0 in Österreich ausgebrochen war. “Es gibt da, glaube ich, bis zur EM keine Diskussionen mehr”, stellte Deutschlands Kapitän Michael Ballack in Basel klar.

Ein Tribut an Lehmann in seiner Londoner Zeit:




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Ganz Spanien redet nur noch über das Thema Zecken              ©flickr/nomenestomen

Die Spanier sorgen zwei Monate vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz für große Aufregung wegen Zecken. Grund dafür ist eine Empfehlung der UEFA, wonach sich die Spieler gegen die Hirnhautentzündung (Enzephalitis) impfen lassen sollten, die von den kleinen Blutsaugern übertragen werden kann.

“Man spricht über kein anderes Thema mehr als über die Zecken”, schrieb das Sportblatt “Marca” und befasste sich auf zwei Seiten mit der Gefahr von Zeckenbissen. Die Zeitung “El Mundo” sprach von “Killerzecken”. Der Rezipient könnte vermuten, die EM werde im tiefsten Busch ausgetragen.

Nationaltrainer Luis Aragonés muss durch die Impfung eine Kader-Auswahl treffen    ©flickr/ACMiler In HongKongAuf der iberischen Halbinsel hat das Zecken-Thema allerdings auch einen sportlichen Hintergrund. Da die Impfung muss in den nächsten Tagen erfolgen, um richtig zu wirken. So bleibt Nationaltrainer Luis Aragonés keine andere Wahl, als zu entscheiden, welche Spieler das Serum bekommen werden. Der Coach muss also schon jetzt eine Vorauswahl für den Kader treffen, den er für die Fussball EM 2008 vorgesehen hat. “Die Zecken bringen die Pläne von Aragonés durcheinander”, schrieb das Fachblatt “Sport”.

Real Madrids Kapitän Raúl will unbedingt mit zur EM      ©flickr/sisab0616Dabei tritt die seit Monaten heftig geführte Debatte wieder ans Tageslicht, ob der Trainer Real Madrids Kapitän Raúl mit zur EM nehmen wird. Der königliche Stürmer wird von Aragonés seit über einem Jahr nicht mehr berücksichtigt und hat nur wenig Chancen, im Juni dabei sein zu können. “El Mundo” scherzte dazu: “Raúl möchte auch geimpft werden.”

Der Teamarzt der Selección, Jorge Candel erläuterte: “Für die Fußballer empfiehlt sich eine Impfung, weil sie (bei Waldläufen) viel mit der Natur in Verbindung kommen. Bei Fans ist das nicht nötig.“

Die deutschen Fußballer werden sich trotz der Empfehlung der UEFA nicht gegen Zecken impfen lassen.    [...mehr]


Beim 4:0-Torfestival der deutschen Nationalmannschaft gegen die Schweiz waren am gestrigen Abend drei Stürmer beteiligt. Der „Shooting Star“ Mario Gomez vom VfB Stuttgart stach besonders hervor, dem mit seiner Leistung ein Stammplatz in der DFB-Elf sicher sein wird.
Mit Miroslav Klose, Gomez, Lukas Podolski und der beim kollektiven Baseler Tor-Jubel im Abseits stehende Kevin Kuranyi hat das deutsche Team in Richtung Europameisterschaft großes Potential und ein Luxusproblem, worüber lange kein Bundestrainer mehr verfügt hat. “Da hat Jogi Löw die Qual der Wahl”, sagte Manager Oliver Bierhoff nach der souveränen Vorstellung der Stürmer beim Testspiel gegen den Mitgastgeber.
Vor allem Newcomer Gomez, dessen Marktwert stark in die Höhe schnellt, machte besonders auf sich aufmerksam. Vor 13 Monaten hatte der Stuttgarter beim 3:1 im letzten Vergleich mit der Schweiz als Torschütze in der DFB-Auswahl debütiert. Und gestern Abend schoss sich der 22-Jährige mit seinem zweiten Doppelpack im Nationaltrikot in den ersten EM-Sturm.

Lukas Podolski überzeugte mit Torvorlage auf Gomez und dem 25. Tor im 46. Länderspiel © flickr/Juli-Milli“Mario Gomez ist seit Wochen in einer guten Verfassung und hat in der zweiten Halbzeit seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor unter Beweis gestellt”, erörterte Löw die Leistung des Angreifers, der auch Wegbereiter von Kloses 1:0 gewesen war. Ansprüche auf einen Stammplatz meldete Gomez aber allein mit seinen Taten an: “Ich werde jetzt nicht irgendetwas verlangen, es sind noch zwei Monate bis zur EM.”

Mit sechs Treffern in neun Länderspielen hat Gomez die beste Torquote (0,66) im deutschen Stürmer-Quartett, gefolgt von Podolski (0,54), Klose (0,51) und Kuranyi (0,41). Diesbezüglich müsste der EM-Sturm Klose/Gomez lauten, wenn das Turnier morgen beginnen würde. Aber besonders der Bayern-Reservist Podolski zeigte nach seiner Einwechslung eine herausragende Leistung. Mit Torvorlage auf Gomez und dem 25. Tor im 46. Länderspiel meldet er Ansprüche an, im Juni dabei sein zu wollen.

Alle Tore in Kürze:



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Autor: Jörgen Heller

Löw erwartet nicht nur von seinem Stürmer Klose mehr Engagement    ©flickr/quynhtram_207

Der Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Joachim Löw erwartet von seinen verbliebenen EM-Kandidaten im Testspiel gegen die Schweiz ein positives Aufbruch-Signal. Das geplante Comeback des England-Legionärs Robert Huth ist wegen einer Verletzung geplatzt.

Die Partie gegen den EM-Mitgastgeber im Baseler St.-Jakob-Park, morgen um 20:45 Uhr, ist für den DFB-Coach die “letzte Wettbewerbs- Orientierung”, bevor er am 16. Mai seinen 23-köpfigen Kader für die EM vom 7. bis 29. Juni bekannt geben muss.

Löw erörterte vor der Partie: “Es geht zwar nicht um Punkte. Aber ich erwarte ein unglaublich intensives Spiel.” Teammanager Oliver Bierhoff forderte für das 800. Länderspiel von den deutschen EM-Aspiranten: “Wir müssen wieder das Bild zeigen, das wir in der EM-Qualifikation gezeigt haben. Zuletzt war es ja nicht so positiv.” Löw hofft bei dem 50. Duell gegen den Nachbarn und Lieblingsgegner Erkenntnisse über Spielverständnis, das Verhalten einzelner Mannschaftsteile, aber auch über den Fitness-Zustand und die Dynamik einzelner Spieler zu erhalten.

Robert Huth zeigt sich trotz seiner Verletzung entschlossen      ©flickr/René_BerlinBei Robert Huth, der beim FC Middlesbrough unter Vertrag steht und als EM-Kandidat fest stand, wurde eine Entzündung der Gelenkkapsel am linken Fuß diagnostiziert. Löw erklärte aber: “Wir haben ihn weiter im Blick und werden mit Sicherheit nochmals zu ihm nach England reisen. Die Tür ist für ihn nicht zu.” Der enttäuschte Huth zeigte sich nach der Diagnose aber entschlossen: “Das Wichtigste ist, dass ich möglichst schnell gesund werde und für die EM noch eine Chance erhalte.”

In Bezug auf den verletzten Schlüsselspieler Christoph Metzelder gibt es gute Neuigkeiten. “Nach wie vor hoffen wir stark auf Christoph Metzelder. Er absolviert schon wieder Lauftraining. Sein Fuß ist absolut belastbar”, erklärte Löw zu seinem Abwehrspezialisten.

Beim Bundestrainer wird morgen der Arsenal-Reservist Jens Lehmann besonders im Fokus stehen, der trotz der Reservistenrolle in London und der schwachen Leistung beim 3:0 gegen Österreich im deutschen Tor stehen wird.




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Autor: Jörgen Heller

DFB-Coach Löw steht vor der EM noch viel Arbeit bevor          ©flickr/redbulldani

Neben dem Workshop des Europäischen Fußballverbandes (UEFA) in Wien, wo Bundestrainer Joachim Löw mit seinen 15 an der EM teilnehmenden Amtskollegen eingeladen wurde, äußerte er Bedenken zu einigen Leistungsträgern des DFB-Teams und nahm klar Stellung zum starken Hamburger Torwart Rost.

Nur noch knapp drei Monate sind es bis EURO 2008 und dem DFB-Coach stehen noch eine Menge Arbeit und die Entscheidung, wer zur EM mitfahren soll, bevor. Nach dem letzten, durchschnittlichen Testspiel der deutschen Elf gegen den EM-Gastgeber Österreich, sind im nächsten Test, am 26. März gegen den zweiten Austräger der Endrunde Schweiz, noch einige Fragen bezüglich der Besetzung offen.

Momentan dürfen sich 40 Spieler Hoffnungen machen, wer zur EM 2008 mitfahren darf. Für Löw ist das Spiel in Basel der letzte offizielle Test, bevor er am 16. Mai den EM-Kader mit den 23 Spielern bekannt gibt.

Tim Borowski muss sich noch mehr reinhängen         ©flickr/H I LDer Bundestrainer äußerte vor allem Sorgen um zwei seiner verletzten Stammspieler. Der Bremer Thorsten Frings laboriert seit Wochen an einer Knieverletzung und Christoph Metzelder kann bei Real Madrid wegen einer Fußoperation nicht spielen. “Sie sind auf einem ordentlichen Weg, aber man muss geduldig sein. Ob sie bei der EM in einer Topverfassung sind, muss man abwarten. Hoffentlich kommen sie bald wieder in einen Spielrhythmus”, erläuterte Löw.

Auch den Einsatz des zukünftigen Bayern-Spielers Tim Borowski stellt der Coach in Frage, der nach seiner letzten Verletzung nicht mehr zur alten Form zurückfindet. Bezüglich der EM-Teilnahme des Bremers sagte Löw: “Grundsätzlich habe ich es vor, ihn dazuzunehmen. Ich habe ihm im Februar aber auch gesagt, dass es derzeit nicht reichen würde. Er müsse sechs, sieben Spiele in Folge machen, um seinen Rhythmus zu finden. Dann ist er wieder ein Thema.”

Arsenal-Ersatzkeeper Lehmann ist für DFB-Coach Löw die Nummer 1       ©flickr/jensfan63In der Torwartfrage dementierte der DFB-Coach eine mögliche EM-Teilnahme des Hamburger Keepers Frank Rost. Der Sport-Bild teilte er mit: “Für die Nationalmannschaft ist er kein Thema.” Dafür unterstrich der Schwabe den Einsatz seiner Nummer 1, dem Arsenal-Torwart Jens Lehmann. “Wir werden ihn jetzt nicht wegen seiner Leistung beim Österreich-Spiel in Frage stellen. Er hat davor überzeugt”, argumentierte Löw abschließend.    [...mehr]


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