» Giro d’Italia

Der Giro d’Italia, den es seit 1909 gibt, wird 2010 zum 93. Mal stattfinden. Zusammen mit der Tour de France und der Vuelta a España gehört der Giro d’Italia zu den drei großen Radrundfahrten (Grand Tour). Gleich nach der Tour de France wird der Giro d’Italia als das zweitwichtigste Radrennen angesehen.

giro d'italia ©Flickr / David Locke

giro d'italia ©Flickr / David Locke

Der Giro d’Italia 2010, eine der bedeutendsten Rundfahrten im Radsport, startet am 8. Mai in Amsterdam und wird über 3 Etappen in den Niederlanden bleiben, bevor er das Land verlässt und in Italien fortgesetzt wird. Die Route, die am 24. Oktober bekannt gegeben wurde,    [...mehr]


In diesem Jahr steht im Radsport wieder ein großes Jubiläum an. Der Giro d’ Italia wird hundert Jahre alt. Ganz im Stile des 100. Geburtstages der Tour de France wird der Giro 2009 alle Etappen des ersten Rennens vor hundert Jahren ansteuern.

Über 3395,5 Kilometer führen die 21 Etappen des Giro d’ Italia. Jene Etappenorte des ersten Giro 1909, die auch dieses Jahr auf dem Tourplan stehen, sind neben Rom noch Bologna, Chietie, Neapel, Florenz, Genua, Turin und Mailand. Anders als sonst üblich, wird der Giro d’ Italia zwar wie gehabt in Venedig starten, die Ziellinie der letzten Etappe wird aber nicht in Mailand sondern in der ewigen Stadt Rom gezogen werden.

Paolo Bettini Giro d'Italia 2008 © flickr / Mirko Macari

Vom 9. bis zum 31. Mai wird der Giro d’ Italia im hundertsten Jahr die Radsportfans nicht nur in Italien begeistern. Zwei Etappenorte liegen mit Mayrhofen im Zillertal und mit Insbruck in Österreich, zwei weitere Etappen werden durch die Schweiz führen. Geplant sind sechs Bergankünfte und zwei Einzelzeitfahrten.    [...mehr]


Sella fiel mit seinen enormen Soloritten in den Bergen auf                       ©flickr/stefanogab_974

Beim diesjährigen 91. Giro wurde bis jetzt kein Profi des Dopings überführt. Vielleicht haben die Sportler sich erstmals an die neuen Antidoping-Richtlinien gehalten und ein Wandel im Radsport ist erkennbar. Aber einige zweifelhafte Leistungen, gerade von Sportlern in den Bergen, lassen diese Hoffnungen sterben.

Gerade CSF Navigare sticht mit vier Etappensiegen hervor. Dieser kleine Rennstall kann den Gewinn des Bergtrikots und der Mannschaftswertung für sich verbuchen. Außerdem fand man im Gesamtklassement drei Fahrer dieses Teams unter den Top 12 wieder. Aber nicht zu vergessen ist, dass vor dem Giro ihr Sprinter Max Richeze positiv auf Anabolika getestet wurde. Auch muss man festhalten, dass kein Profi dieser Zweitliga-Mannschaft die Ehrenerklärung des Weltverbandes UCI für einen sauberen Radsport unterzeichnete.

Nicht zu vergessen sind die einzigartigen Soloritte des CSF-Kapitäns Emanuele Sella in den Dolomiten, der nur knapp an einem Dreifachsieg vorbeischrammte. Woher nahm er nur die Kraft, ohne Ermüdungen vom Vortag zu zeigen? In den Alpen ähnelte sich das Szenario. Alberto Contador, Riccardo Ricco oder Danilo di Luca mussten sich ihre Kräfte einteilen, während dessen Sella wieder als Solist die Topfavoriten stehen ließ und auf der 20. Etappe allein ins Ziel flog.

Klöden stellte sie Sauberkeit des CSF-Teams in Frage        ©flickr/kelly-sDiese zweifelhaften Leistungen vom CSF-Team Sella und Co. sorgten auch im Peloton für Diskussionsstoff. Andreas Klöden zeigte sich mutig und beklagte schon vor den Bergetappen, dass die Dopingtests bei den Teams sehr unterschiedlich ausfallen würden, wobei er CSF als größtes Negativ-Beispiel hervorhob.

Speziell das CSF Navigare-Team soll mit seinem enormen Leistungssprung nur als fragwürdiges Beispiel herausgegriffen werden. Werden wir sehen, was uns nach diesem Giro und vor der Tour de France noch in Sachen Doping erwartet. Fakt ist, auch wenn der Zuschauer spektakuläre Bergetappen sehen will. Ob die Leistungen der Profis auch clean sind, ist leider weiterhin fraglich.



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Alberto Contador hatte heute alle Mühe          ©flickr/ijphotos.com

Bei der heutigen und letzten Bergankunft des 91.Giro d’Italia hatte Alberto Contador alle Mühe das Rosa Trikot des Gesamtführenden zu verteidigen. Die Italiener Danilo di Luca und Riccardo Ricco griffen den Astana-Profi mehrfach an und verkürzten den Abstand in der Gesamtwertung gewaltig.

Sieger auf der 19. Etappe von Legnano zur Ankunft am Monte Pora wurde der Ausreißer Vasil Kiryienka (Tinkoff) aus Weißrussland. Der Tinkoff-Profi war am Ende der Beste einer siebenköpfigen Spitzengruppe, die einen Vorsprung von 20 Minuten herausfahren konnte. Dann war es di Luca, der das Ziel in 1453m Höhe als Zweiter erreichte, nachdem er Contador immer wieder angriff.

Andreas Kölden konnte seinem Kapitän ordentlich helfen, dass der Rückstand nicht noch größer wurde. Am Schlussanstieg zog der Toursieger dann davon, konnte die Konkurrenten aber nocht abschütteln. Doch es gelang ihm nicht, seine verbliebenen Begleiter abzuhängen. Contador musste Ricco sogar vorbeiziehen lassen.

Titelverteidiger Danilo Di Luca wurde heute Zweiter        ©flickr/Tim De BackerDie beiden Herausforderer kämpften wie besessen, dem Spanier sein “maglia Rosa” abzunehmen. Auf di Luca büßte Contador inklusive der Zeitgutschrift rund zwei Minuten ein und Ricco konnte ihm sogar 37 Sekunden abnehmen. So bleiben dem Spanier knappe vier Sekunden Vorsprung in der Gesamtwertung vor dem Italiener.

Andreas Klöden belegt im Ziel Platz 16 mit dreieinhalb Minuten Rückstand auf seinen Astana-Kapitän und konnte sich mit der herausragenden Helferleistung auf den 13. Platz im Gesamtklassement nach vorn fahren.

Morgen wird es auf der 20. und vorletzten Etappe im Hochgebirge sich wieder spannend mit einigen Attacken auf das Rosa Trikot. Das Team Astana würd alle Mühe haben, die Gesamtwertung zu verteidigen.    [...mehr]


Für Voigt war es der erste Sieg beim Giro  ©flickr/rthorne

Auf der 18. Etappe hat gestern Jens Voigt den zweiten deutschen Etappensieg beim diesjährigen Giro eingefahren. Der CSC-Profi riss 34 Kilometer vor dem Ziel aus und schaffte es, die Führung bis zum Ziel in Varese zu behalten.

Für lange Ausreißversuche ist Jens Voigt bekannt. “Ich musste aus der zwölfköpfigen Gruppe angreifen und es auf eigene Faust versuchen, weil ich im Spurt gegen Bettini und Bennati keine Chance gehabt hätte”, meinte Voigt, für den es erste Einzelerfolg beim Giro war. Mit einem Rückstand von 1:07 Minuten wurde Giovanni Visconti (Quick Step) im Zielsprint vor Rinaldo Nocentini (ag2r) und Gabriele Bosisio (LPR) Zweiter.

Nach dem Ausriss des Berliners wurde in der elfköpfigen Verfolgergruppe immer wieder das Tempo angezogen, während dessen das Hauptfeld keine Chance mehr hatte, die Ausreißer einzuholen. Weltmeister Bettini (Quick Step), der sich mit in der Ausreißergruppe befand, musste dem hohen Tempo bei der Aufholjagd Tribut zollen und von den drei Italienern Visconti, Nocentini und Bosisio abreißen lassen. Sie konnten sich in der Tempoarbeit nicht einigen und Voigt erzielte auf der regennassen Straße von Varese souverän den Tagessieg.

Bilder von der Zieleinfahrt:

Das Peloton kam mit einem Rückstand von 7:51 Minuten in Varese an Die Gesamtführung von Alberto Contador (Astana) war aber zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Vor den letzten beiden schweren Bergetappen und dem abschließenden Einzelzeitfahren in Mailand liegt der Spanier weiterhin mit einem Vorsprung von 41 Sekunden vor Riccardo Ricco (Saunier-Duval) und 1:21 Minuten vor Gilberto Simoni (Diquigiovanni). Teamkollege Andreas Klöden ist auf Rang 15 bester Deutscher.

In der Sprintwertung holte sich Daniele Bennati gestern weitere Punkte und wird das Violette Trikot mit uneinholbaren 180 Punkten vor den punktgleichen Mark Cavendish (High Road/106) und Paolo Bettini (Quick Step) nach Mailand fahren.    [...mehr]


Greipel sorgte für den ersten deutschen Eatappensieg beim 91. Giro        ©flickr/mrs.flax

Auf der 17. Etappe des Giro d’Italia hat gestern der Deutsche André Greipel vor seinem Teamkollegen Mark Cavendish im Zielsprint gewonnen. Für den High Road-Profi war es der erste deutsche Etappensieg bei dem diesjährigen Giro. Platz drei ging an den Italiener Daniele Bennati (Liquigas).

Ab der „flamme rouge“ machte das Team High Road das Tempo an der Spitze des Feldes. Kurz vor dem Ziel dachte man, der dritte Tagessieg von Cavendish ist sicher. Aber der 23-jährige Brite ließ Greipel gewähren und schenkte ihm somit den Etappenerfolg. Mit dieser sehr sportlichen Geste gegenüber seinem Teamkollegen verhinderte Cavendish einen weiteren Erfolg von Daniele Bennati, der in der Sprintwertung haushoch führt.

“Wir hatten beschlossen, dass ich als Erster in die letzte Kurve gehen würde. Ich habe den Sprint angezogen und dachte mir, dass ich ihn bis zum Ende durchziehen könnte. Wie gewohnt haben wir gegen Ende die Führung übernommen - ich war in der Führungsarbeit und hab mich stark gefühlt”, meinte Greipel. Der sportliche Leiter des Team High Road, Valerio Piva, fügte hinzu: Cavendish hat sich heute für Greipels Arbeit auf den anderen Flachetappen bedankt und ist für ihn den Sprint angefahren.”

Bilder von der Zielankunft:

Der Spanier Alberto Contador (Astana) liegt in der Gesamtwertung weiterhin vor Riccardo Ricco (Saunier-Duval/+0:41 Minuten) und Gilberto Simoni (Diquigiovanni/+1:21). Andreas Klöden, der mit einem Rückstand von 8:44 Minuten bester Deutscher auf Platz 13 ist, kann jetzt nur noch Contador unterstützen “Ich werde mich ganz in den Dienst von Alberto und der Mannschaft stellen und versuchen, den Gesamtsieg zu sichern”, schrieb der Lausitzer auf seiner Homepage.

Daniele Bennati (160 Punkte) ist das “maglia ciclamino” wohl nicht mehr zu nehmen. Mark Cavendish (106) liegt dahinter, gefolgt von Riccardo Ricco (Saunier-Duval/105). Das Bergtrikot trägt weiterhin Emanuele Sella (CSF/128 Punkte) uneinholbar vor Vasil Kiryienka (Tinkoff/27).    [...mehr]


Alberto Contador steht kurz vor dem ersten Giro-Triumph       ©flickr/ijphotos.com

Nach dem schweren Bergzeitfahren zum Kronplatz hat Alberto Contador das Rosa Trikot übernommen. Dem spanischen Tour-de-France-Sieger und seinem kasachischen Team Astana ist der erste Sieg bei der Italien- Rundfahrt kaum noch zu nehmen.

“Wir sind in einer sehr guten Position. Wir haben bereits das Rosa Trikot, wir haben ein starkes Team und wir arbeiten gut zusammen”, meinte der Sportliche Leiter Sean Yates. “Aber im Radsport kann man sich nie sicher sein”, fügte der britische Ex-Profi hinzu. Ein Körper sei keine Maschine.

Vor allem die Bergetappen am Freitag und Samstag warten noch als schwere Prüfungen. Doch ist der Kurs gut kontrollierbar. Die Anstiege am Freitag beginnen spät und die Distanzen zwischen den Favoriten sind nicht groß genug, um für riesige Zeitabstände zu sorgen.

Hat Contador  vor dem Giro geblufft?           ©flickr/Bob AuBuchonIm abschließenden Zeitfahren am Sonntag auf der letzten Giro-Etappe sieht der Spanier erst recht keine Gefahr. “Ich freue mich darauf. Der Kurs liegt mir. Wenn ich muss, kann ich dort einen Rückstand noch aufholen”, erörterte Contador, dem der Weg zur Tour wegen des Astana-Banns in diesem Jahr verschlossen bleibt. “Die ersten Tage des Giro waren schwer für mich. Auch die Dolomiten-Etappen haben wehgetan. Doch jetzt hat sich meine Form stabilisiert”, sagte er zuversichtlich.

Auch den Kampf um die Kapitänsrolle innerhalb des Astana-Teams, welches erst kurz vor Giro-Beginn die Start-Zulassung erhielt, hat Contador für sich entschieden. Der durch den Sieg bei der Romandie-Rundfahrt besser vorbereitet scheinende Andreas Klöden konnte ebenso wie Kalifornien-Tour-Sieger Levi Leipheimer auf den Dolomiten-Etappen mit der Spitze nicht mithalten. “Beide haben sich vielleicht einen Tag lang über die fehlende Form geärgert. Aber jetzt ist auch ihre Stimmung wieder gut”, sagte Pressesprecher Philippe Maertens.    [...mehr]


Der Italiener Pellizotti gewann das spektakuläre Zeitfahren               ©flickr/Maurice Evans

Das spektakuläre Berg-Zeitfahren auf der 16.Etappe des Giro d’Italia hat gestern Franco Pellizotti vom Team Liquigas-Bianchi gewonnen. Für die 12,9 Kilometer mit einem Höhenunterschied von knapp 1100 Höhenmetern benötigte der Italiener 40:26 Minuten.

Auf der Strecke von San Vigilio di Marebbe auf den schneebedeckten Plan de Corones belegte Tour-de-France-Sieger Alberto Contador Platz vier und hat nun in der Gesamtwertung einen Vorsprung von 41 Sekunden auf Ricardo Ricco.

Andreas Klöden (Astana) hat alle Chancen auf seinen ersten Giro-Gesamterfolg verspielt. Der Lausitzer wirkte nach seinen Zeiteinbußen auf den letzten zwei Etappen beim Zeitfahren nicht mehr voll motiviert und musste sich in 43:06 Minuten mit Rang 19 zufrieden geben.

Besonders die letzten fünf Kilometer auf den 2273 Meter hohen Plan de Corones waren von einer spektakulären Kulisse geprägt. Zehntausende Fans säumten das Schotter-Schlussstück, welches in manchen Kehren eine Steigung von 24 Prozent aufwies.

Trainingsbilder von diesem unzumutbaren Anstieg:

Harsche Kritik an dieser Etappe übte der CSC-Profi Jens Voigt. „Solch ein Rennen bringt niemandem etwas. Der Weg zum Start ist verstellt. Von hier oben kommt man nicht weg. Für die Zuschauer ist das sicher schön. Doch was haben Radsportler in einem Skigebiet verloren?“, meinte der Berliner, der als Elfter bester Deutscher war.

Laut Voigt ist der Giro insgesamt schlechter organisiert als der vor zwei Jahren bei seiner ersten Teilnahme. „Die langen Transfers sind nicht zumutbar. Wir fahren mehr Kilometer mit dem Bus als auf dem Rad. Es wird nicht durchgegriffen, wenn Fahrer sich an Autos festhalten. Mich haben zuletzt Leute überholt, die sich vorher von Autos haben ziehen lassen. Das ist ungerecht. Das ist kein Sport mehr“, argumentierte er verärgert.

Heute werden die Profis einen Ruhetag einlegen, bevor die letzte Giro-Woche auf dem Programm steht.    [...mehr]


Sella triumphiert zum Zweiten                           ©flickr/stefanogab_974

Auf der 15. schweren Bergetappe des Giro hat gestern der Astana-Profi Alberto Contador eindrucksvoll seine Stärke bewiesen und die Führung in der Gesamtwertung übernommen. Wie schon einen Tag zuvor ging der Tagessieg an den Italiener Emanuele Sella, der erneut als Solist ins Ziel fuhr.

Aus einer Ausreißergruppe heraus griff der Führende in der Bergwertung an, und machte das Double perfekt. Den Erfolg seines Teams CSF Navigare komplettierte Domenico Pozzovivo, der den zweiten Platz errang und 2:05 Minuten hinter Sella vor den Favoriten auf den Gesamtsieg ins Ziel einfuhr.

Dahinter lieferten sich die Klassementfahrer am letzten der insgesamt sechs schwersten Anstiege einen Schlagabtausch auf höchstem Niveau mit vielen Attacken und Tempoverschärfungen. Und wieder war es Riccardo Ricco (Saunier Duval/+2:11), der rund drei Kilometer vor dem Ziel attackierte und sich Platz drei sowie die letzte Zeitgutschrift sicherte.

Doch reagierten seine Kontrahenten. Titelverteidiger Danilo di Luca (LPR) erreichte neun Sekunden hinter Ricco den Gipfel. Weitere sieben Sekunden später kamen Contador und Gilberto Simoni (Diquigiovanni) im Ziel an.

Nun kann Contador (links) Glückwünsche für “Rosa” entgegen nehmen           ©flickr/Slipstream Sports/ChipotleIn der Gesamtwertung führt nun der Spanier Contador mit 33 Sekunden Vorsprung auf Ricco. Auf Platz drei liegt di Luca mit 55 Sekunden Rückstand. vor dem Bergzeitfahren auf der unasphaltierten Straße hinauf zum “Kronplatz”, das angesichts dieser knappen Ausgangslage mit noch mehr Spannung als ohnehin erwartet wird.

Erneut musste der als Mitfavorit gestartete Andreas Klöden der Strecke Tribut zollen. Schon am vierten der sechs Anstiege des Tages verlor der Astana-Profi den Anschluss zur ersten Gruppe. Aber auch Paolo Savoldelli (LPR), Levi Leipheimer (Astana) und Leonardo Piepoli (Saunier Duval) brachen ein.

Heute wartet ein schweres Bergzeitfahren auf einer unasphaltierten Straße hinauf zum “Kronplatz” auf die Profis. Angesichts der knappen Abstände im Klassement wird diese knapp 14 Kilometer lange Zeitnahme mit viel Spannung erwartet.



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Sella triumphiert nach einmem Soloritt auf der 14. Etappe                           ©flickr/stefanogab_974

Bei der 14. Giro-Etappe holte sich gestern der Träger des Bergtrikots Emanuele Sella (Team CSF) nach einem Soloritt den Tageserfolg. Die beiden Topfavoriten vom Team Astana Alberto Contador und Andreas Klöden konnten bei der ersten schweren Bergankunft mit der Konkurrenz nicht mithalten.

Der 27-jährige Italiener griff bei der ersten der beiden schweren Anstiege des Tages rund 45 Kilometer vor dem Ziel aus einer Spitzengruppe heraus an und konnte sich absetzen. Keiner seiner ursprünglich zwölf Ausreißer, unter denen auch Jens Voigt (CSC) war, konnte ihm auf dem Weg zu seinem zweiten Giro-Etappensieg nach 2004 folgen.

Das erste Teilstück in den Dolomiten führte über 193 Kilometer von Verona ins Val di Fiemme. Am Ende wartete ein giftiger Schlussanstieg zur “Alpe di Pampeago” auf die Pedaleure. Auf dem 23 Kilometer langen Anstieg zum “Passo Manghen” fuhren die Favoriten noch zusammen. Aber auf dem Steilstück ins Tagesziel gingen die Attacken los.

Klöden (Astana) hatte Probleme am Schlussanstieg             ©flickr/Your Funny UncleDer stärkste Angreifer war Denis Menchov (Rabobank), dessen Tempoverschärfung niemand folgen konnte. Der Russe belegte am Ende Platz sechs hinter dem Rest der morgendlichen Ausreißergruppe. Die Italiener Franco Pellizotti (Liquigas/7.), Riccardo Ricco (Saunier Duval/8.) und Gilberto Simoni (Diquigiovanni/9.) verloren nur neun bzw. 13 Sekunden. Das Astana-Duo Alberto Contador (15./+0:45) und Andreas Klöden (17./+1:09) verlor dagegen schon mehr an Boden.

Im Gesamtklassement hat sich das Bild nun deutlich verändert. Gabriele Bosisio übernahm als Etappen-21. das Rosa Triokt von Giovanni Visconti (Quick Step/58.). Zweiter ist nun Contador mit fünf Sekunden Rückstand.

Auf dem heutigen 15. Teilstück wird sich das Klassement erneut deutlich verändern. Auf der Königsetappe des Giro müssen die Pedaleure über fünf schwerste Anstiege zur Ankunft an der gefürchteten “Marmolada”. Dort wird es zum erneuten Kräftemessen zwischen den Favoriten kommen.    [...mehr]


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