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TENNIS Bei den Australien Open hat Roger Federer das Halbfinale erreicht. Er besiegte den Amerikaner James Blake mit 7:5, 7:6 (7:5), 6:4. Der Schweizer steht zum 16. Mal hintereinander im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers und trifft nun auf den Serben Novak Djokovic, der sich ohne Satzverlust durch Melbourne schmettert. Federer freut sich auf das Match: “Novak spielt phänomenal, es wird ein aufregendes Match!” Das zweite Halbfinale bestreiten der Spanier Rafael Nadal und der Franzose Jo-Wilfried Tsonga.
HANDBALL Beim 35:27-Erfolg über Island feierte das DHB-Team die Renaissance des Rückraums, allein neun Tore warf der überragende Holger Glandorf. Heute geht es bei der EM gegen Frankreich, und die haben noch eine Rechnung offen. Bei der WM 2007 in Deutschland hieß es nach dem verlorenen Halbfinale: alles Mafia! Trainer Claude Onesta beschwerte sich in der L’Equipe über die “schwache Schiedsrichterleistung”, die ihn nicht erstaunt habe: “Alle Welt weiß, dass die Deutschen die Fäden beim internationalen Verband ziehen.” Bundestrainer Heiner Brand stichelte in SpOn: “Als Trainer hätte ich mich gefragt, wie es möglich ist, mit einer solchen Mannschaft, die vorher als unschlagbar galt, viermal zu verlieren.” Das brisante Duell geht um 18 Uhr auf dem Trondheimer Parkett weiter (ARD).
FUSSBALL Dass Timo Hildebrand das Tor des FC Valencia in der spanischen Primera División hütet, scheint seinen Kontrahenten Santiago Canizares wahnsinnig zu machen. Er geht nun zum Psychologen und greinte auf Radio Marca: “Ronald Koeman hat meine Karriere in Valencia von einem Tag auf den anderen beendet. Damit komme ich nicht klar. Deshalb befinde ich mich in psychologischer Behandlung.” Arsenal London ist nach einer 1:5-Klatsche bei Tottenham Hotspur aus dem englischen Liga-Pokal geflogen. Jens Lehmann musste sich das Elend mal wieder von draußen ansehen. [...mehr]
Island ist heute der Gegner der deutschen Handballnationalmannschaft am ersten Spieltag der EM-Hauptrunde in Trondheim. Island? Ausgerechnet Island? Wie schaffen es die Handballer eines so kleinen Landes, das gerade so viele Einwohner wie Bonn hat, in die 2. Runde einer EM? Blicken wir uns um in der nordatlantischen Sportwelt, so stoßen wir auf ein uns bisher unbekanntes Event: Bei den Spielen der kleinen Staaten von Europa führt Island im ewigen Medaillenspiegel.
Islands Nationalsport ist eine Variante des Ringens namens Glíma. Die Kontrahenten umkreisen sich und versuchen, den anderen aus dem Gleichgewicht zu bringen, dürfen sich dabei aber nur am Gürtel berühren. Glíma ist mehr Entspannungstraining als harter Zweikampf, die Anmutung eher Walzer denn Mattenschweiß. Dazu passt auch, dass Boxen dort lange Zeit verboten war. Die besten isländischen Zweikämpfer sind Schachspieler. Neun aktive Großmeister stammen von der Vulkaninsel, gemessen an der Bevölkerungszahl der höchste Wert weltweit.
Zu den bekanntesten Fußballern zählen Ásgeir Sigurvinsson und Eyjólfur Sverrisson, die beide in der Bundesliga spielten. Allerdings haben sich die isländischen Kicker noch nie für eine EM oder WM qualifizieren können - im Gegensatz zu den Handballern, die regelmäßig bei großen Turnieren mitwerfen. Größter Erfolg: Platz vier bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona.
Nach Platz drei in der Vorrunde dürfte die isländische Sieben in Norwegen allerdings nur geringe Chancen haben, das Halbfinale zu erreichen, da müsste heute ein Sieg gegen Deutschland her. Die Teams und Trainer kennen sich gut, acht Spieler aus dem isländischen Kader spielen in der Bundesliga. Der bekannteste ist Gudjón Valur Sigurdsson, Rückraumspieler beim VfL Gummersbach und 2006 Islands Sportler des Jahres. Sein Trainer im Verein ist auch sein Coach in der Nationalmannschaft: Alfred Gíslason, ein Intimus der Bundesliga, 2002 gewann er mit dem SC Magdeburg die Champions League. Aus deutscher Sicht die Bilanz gegen Island positiv: In 60 Spielen gab es bisher 38 Siege, aber auch beachtliche 17 Niederlagen. Das ZDF überträgt ab 16.10 Uhr. [...mehr]
Heute ist Anwurf: Deutschland trifft im ersten Spiel bei der Handball-EM in Norwegen auf Weißrussland (ab 17.05 Uhr live im ZDF). Die DHB-Truppe gehört als Weltmeister zu den Favoriten, allerdings ist der EM-Titel beinahe schwerer zu erringen als die WM-Krone, weil Handball-Entwicklungsländer wie Australien und Argentinien nicht das Feld aufblähen. “Bedingt durch die Leistungsdichte in der Weltspitze gibt es acht oder neun Mannschaften, gegen die man schnell den Kürzeren ziehen kann”, sagt Bundestrainer Heiner Brand. In der Vorrunde treffen die Deutschen noch auf Ungarn und Spanien, die ersten drei qualifizieren sich für die Hauptrunde.
Interessant ist die Rolle von Markus Baur. Er ist nicht nur Kapitän der Nationalmannschaft, sondern, wie ihn Brand nennt, “Bundestrainer auf dem Parkett”. Und Baur ist mittlerweile wirklich Trainer, bis Dezember spielte und trainierte er die Schweizer Sieben von Pfadi Winterthur, nach der EM coacht er den TBV Lemgo und kündigt an, bei der EM nebenher an den Trainingsplänen für die zweite Halbserie der Bundesliga zu arbeiten. Im Tagesspiegel erläutert Baur seine besonderen Qualitäten: “Auf meiner Position im mittleren Aufbau hat international längst eine Veränderung eingesetzt, vermehrt kommen da richtige Shooter zum Einsatz. Ich zähle mich zu den wenigen, die verstanden haben, wie das Spiel funktioniert. Ich glaube, mit einem richtigen Shooter auf dieser Position ist es schwerer, ein gebundenes Spiel aufzuziehen.” So sei Frankreich bei der WM 2007 auf den einzelnen Positionen besser besetzt gewesen, aber es fehlte ein Regisseur.
Der 36-Jährige bestreitet heute sein 221. Länderspiel. Baur steht für Erfolg, er stand auf dem Parkett, als Deutschland 2007 die WM und 2004 die EM gewann, holte dazu dreimal Silber bei großen Turnieren. Als das Team bei der WM 2005 und EM 2006 keine Medaille errang, fehlte Baur verletzt. [...mehr]
Die Sportler des Jahres 2007 sind am vergangenen Wochenende von über 1.000 stimmberechtigten Sportjournalisten gewählt worden, wobei es aber keine wirkliche Überraschung gab.
Die erst 20jährige Biathletin Magdalena Neuner wurde zur Sportlerin des Jahres 2007 gewählt. Damit machte sie das Triple bei den Biathletinnen perfekt, nachdem Uschi Disl 2005 und Kati Wilhelm 2006 den Titel errungen hatten. Die Triumpfe der Biathlon-Damen macht deutlich, wie sehr der Biathlon-Sport an Stellenwert gewonnen hat. Magdalena Neuner konnte bei den Weltmeisterschaften am Anfang dieses Jahres drei Goldmedaillen erringen, eine in der Staffel, eine im Sprint und eine in der Verfolgung. Manchmal hapert es bei der jungen Athletin noch etwas am Schießstand, aber läuferisch gehört zur Extraklasse eines Ole Einar Björndalen, der in seiner Karriere über 70 Einzeltitel holen konnte, ähnliches erwartet man auch von Neuner. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Diskuswerferin Franka Dietzsch, die bei den Titelkämpfen in Osaka die Goldmedaille holte, und Nationaltorhüterin Nadine Angerer, die bei der Fußball-Frauen-WM ohne Gegentor blieb und im Finale einen Elfmeter gehalten hatte.
Bei den Männern konnte sich Turner Fabian Hambüchen vor Timo Boll und Dirk Nowitzki durchsetzen. Der Turn-Floh gewann bei den Weltmeisterschaften in Stuttgart die Goldmedaille am Reck, Silber im Mehrkampf und Bronze mit der Mannschaft. Getragen von der Begeisterung der Zuschauer wuchs Hambüchen bei den Titelkämpfen über sich hinaus und konnte das deutsche Team zurück an die Weltspitze führen. Möglicherweise gelingt ein ähnlicher Erfolg bei den Olympischen Spielen in Peking. In Peking schon recht bekannt ist Timo Boll. Der einzige Europäer, der regelmäßig in die Phalanx der chinesischen Tischtennisspieler einbrechen kann, möchte den Chinesen vor allem bei Olympia im eigenen Land ein Schnippchen schlagen. Dirk Nowitzki, der MVP der vergangen NBA-Saison, erringt mit seinen Leistungen auch in Deutschland Anerkennung, auch wenn es bei der Europameisterschaft nicht so gelungen ist.
Mannschaft des Jahres sind die deutschen Handball-Weltmeister geworden. Das Wintermärchen 2007 endete im Januar erfolgreich mit dem Finalsieg über Polen, gegen die das deutsche Team noch in der Vorrunde verloren hatte. Die Mannschaft steigerte sich kontinuierlich bis ins Finale und zog im Finale immerhin 16 Millionen Menschen vor die Bildschirme. Auf dem zweiten Platz landeten die Fußball-Weltmeisterinnen, die in China zum zweiten Mal in Folge den Titel holen konnten und dies ohne ein Gegentor. Den dritten Platz belegte der THW Kiel, der Meisterschaft, Champions League und Pokal in die Ostseehalle holen konnte. [...mehr]
Am Ende hat die Kraft wohl nicht mehr gereicht, aber trotzdem können unsere Handball-Damen ein positives Fazit der Handball-Weltmeisterschaften in Frankreich ziehen. Im kleinen Finale nahmen sie für die einzige Hauptrunden-Niederlage Revanche und besiegten das rumänische Team 36:35. Mit der Bronzemedaille wiederholte die deutsche Nationalmannschaft ihren Erfolg von der WM 1997 im eigenen Land und kehrte nach Jahren im Mittelmaß an die Weltspitze zurück.
Eindrucksvoll hatten die deutschen Handball-Damen mit nur einer Niederlage die Vor- und Hauptrunde überstanden. Das Team von Trainer Armin Emrich überzeugte und war spielerisch hervorragend in Form.
In der K.O-Runde konnte noch der Afrikameister Angola bezwungen werden. Im Halbfinale wartete dann Europameister Norwegen, mit denen unsere Damen bis fünf Minuten vor dem Ende auf Augenhöhe agierten. Norwegen siegte am Ende mit 33:30, weil sie in den letzten Minuten des Spiels abgezockter ihre Spielzüge vortrugen. Dem deutschen Team stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben und es wurden bittere Tränen vergossen. Fast hätte man diese negativen Erlebnisse mit ins kleine Finale genommen, schließlich lag mit schon zehn Minuten vor dem Ende mit sieben Toren im Rückstand, konnte aber dank einer enormen Leistungssteigerung noch zum 32:32 ausgleichen. Den Sieg konnte man dann in der Verlängerung sicher stellen.
Weltmeister wurde das Team vom Titelverteidiger aus Russland, die Norwegen im Finale mit 29:24 besiegten und erfolgreich Revanche für die Niederlage bei den Europameisterschaften nehmen konnten. Dank des Erfolges sicherte sich Deutschland das Heimrecht für eines der Qualifikationsturniere für die Olympischen Spiele 2008 in Peking. [...mehr]
Am 2. Dezember beginnen in Frankreich die Handball-Weltmeisterschaften der Damen. 24 Mannschaften treten in sechs Gruppen bei den Titelkämpfen gegeneinander an und ermitteln die Viertelfinalteilnehmer.
Die deutschen Damen treffen in der Gruppe F auf den Olympiazeiten Südkorea, auf den Olympiadritten Ukraine und Paraguay. Damit hat das deutsche Team eine wirklich schwere Aufgabe zu bewältigen, sollte aber die Gruppe überstanden werden, hat die Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich alle Möglichkeiten. Welches Potenzial die Nationalmannschaft besitzt, deutete sie beim Testspielsieg gegen den amtierenden Weltmeister Russland an, der mit 31:29 bezwungen werden konnte. In den vergangenen Testspielen musste man sich lediglich Gastgeber Frankreich geschlagen geben. Der Bundestrainer wird aber nicht müde zu betonen, dass die Deutschen wirklich eine Hammergruppe zugelost bekommen haben, denn mindestens den zweiten Platz der Gruppe F, deren Spiele in Nantes ausgetragen werden, muss man erreichen, um die K.O-Runde zu erreichen.
Das letzte Edelmetall für unsere Handball-Damen gab es vor zehn
Jahren bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land. Dass das Team durchaus auch um die vorderen Plätze mitspielen kann, beweisen der sechste Platz bei der letzten WM und der vierte Platz bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr. Insgeheim hoffen einige sogar auf einen ähnlichen Erfolg wie bei den Handball-Herren, die im Januar Weltmeister werden konnten. Beim Titelgewinn könnte man auch gleich die Tickets für die Olympischen Spiele in Peking 2008 buchen. Die Plätze zwei bis sieben berechtigen zur Teilnahme an einem von drei Qualifikationsturnieren.
Die aussichtreichsten Titelkandidaten kommen aus Russland, Norwegen und Gastgeber Frankreich, währenddessen Olympiasieger Dänemark bereits in der WM-Qualifikation am deutschen Gruppengegner Ukraine gescheitert ist.
Mit einem Erfolg könnten die Damen auch ihren Sport in der breiten Öffentlichkeit populärer machen. [...mehr]
Nach dem Titelgewinn der deutschen Handball-Nationalmannschaft bei der Heim-Weltmeisterschaft in diesem Jahr erwartet die Fans ein spannendes Titelrennen in Bundesliga. Rekordmeister THW Kiel zählt nach den drei Titeln der vergangenen Saison (Meisterschaft, Pokalsieg, Champions League) natürlich wieder zu den Titelaspiranten. Die Kieler Ostseehalle scheint für die anderen Bundesligisten eine uneinnehmbare Festung zu sein.
Die Hoffnungen der Konkurrenten in der Bundesliga wie der SG Flensburg-Handewitt, dem HSV Hamburg und der SG Nordhorn ruhen auf der hohen Belastung der Norddeutschen. So konnte der HSV Hamburg mit einem Sieg gegen die schwarz-weiß-gestreiften Zebras aus Kiel schon einen Achtungserfolg landen. Für die Verfolger ist es wichtig, über einen langen Zeitraum die Konstanz zu wahren, um dem THW Kiel gefährlich zu werden. Am ehesten wird dies der SG Flensburg-Handewitt
und den Rhein-Neckar-Löwen zugetraut. Leider wurden die Flensburger am Anfang der Saison vom Verletzungspech verfolgt und konnten deshalb nicht wie gewohnt auftrumpfen. Bei den Rhein-Neckar-Löwen muss sich die neuformierte Mannschaft noch finden, um endgültig einen Angriff auf die Tabellenspitze unternehmen zu können.
Der Weltmeistertitel hat einen wahren Handball-Boom in Deutschland ausgelöst.
Die Bundesliga wird von immer mehr Zuschauern verfolgt und neue
Arenen wie die KölnArena (VFL Gummersbach), der SAP-Arena (Rhein-Neckar-Löwen) und die Max-Schmeling-Halle (Füchse Berlin) sind zudem besonders reizvoll. Den Besuchern wird außerdem ein ansprechendes Rahmenprogramm und Handball der Extraklasse bei den Spielen geboten, denn die Bundesliga gilt als die stärkste Liga der Welt. [...mehr]
Anhängern von Großereignissen im Handballsport stehen in naher Zukunft aufregende Wochen bevor. Zunächst misst die Deutsche Frauennationalmannschaft ihre Kräfte in einem Sechs-Nationen-Turnier in Rotterdam. In der Zeit zwischen dem 18. und 21. Oktober 2007 treffen unsere Handball-Damen auf Japan, Spanien und Polen.
Unsere Weltmeister, die Herrennationalmannschaft, ist im Oktober (24.-28.10) Gastgeber des prestigeträchtigen Supercups. Nationen wie Rekordolympiasieger Russland oder Vizeweltmeister Polen sinnen auf Wiedergutmachung des WM-Turnieres. Deutschland trifft in der Gruppe A auf Serbien und Russland. Die Gruppe B setzt sich aus Rekordeuropameister Schweden, Polen und Tschechien zusammen. Die deutsche Mannschaft hofft auf ebenso starke Unterstützung durch das Publikum wie bei der kürzlich ausgetragenen WM im eigenen Land.
Das Turnier wird alle zwei Jahre ausgetragen. Rekordsieger ist das Team aus Russland mit insgesamt fünf Titeln. Deutschland könnte, den Sieg vorausgesetzt, nach Titeln zu Russland aufschließen. Die Spiele beim Supercup dienen gleichzeitig der optimalen Vorbereitung auf die zwei kommenden Großereignisse des Jahres 2008 – der im Januar stattfindenden Europameisterschaft in Norwegen und natürlich Olympia in Peking.
Der letzte olympische Triumpf einer deutschen Handballmannschaft liegt schon 27 Jahre zurück, als die DDR im Finale gegen die Sowjetunion bei den Olympischen Spielen in Moskau den Titel erringen konnte. In Athen scheiterte das deutsche Team erst im Finale an knapp an Kroatien.








