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Philip Witte © Deutsche Hockey Agentur

Weiter ungeschlagen, aber wieder zwei Punkte verloren – der Frust war den deutschen Spielern nach dem 3:3 (1:1) gegen Südkorea anzumerken. Zwei Tage nach dem 1:1 gegen Belgien kam der Weltmeister trotz zweimaliger Führung gegen Asien-Champion Südkorea nicht über ein 3:3 (1:1) hinaus. Aber noch kann das Team aus eigener Kraft das Halbfinale erreichen.

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Natascha Keller © Deutsche Hockey Agentur

Die deutschen Hockey-Damen haben bei den Olympischen Spielen auch das dritte Vorrundenspiel gewonnen und das Tor zum Halbfinale ganz weit aufgestoßen. Gegen die USA lag die Mannschaft wie schon gegen Neuseeland mit 0:1 zurück, doch die starke Natascha Keller schaffte mit einem Husarenlauf über das ganze Spielfeld den Ausgleich noch vor der Pause. In der zweiten Halbzeit zogen die Deutschen auf 4:2 davon.

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Max Weinhold © Deutsche Hockey Agentur

EM-Revanche misslungen, aber bei Olympia weiter ungeschlagen: Die deutschen Herren mussten sich im zweiten Vorrundenspiel gegen Belgien mit einem 1:1 begnügen. Die Spieler von Bundestrainer Markus Weise hatte Pech im Abschluss, malträtierten gleich dreimal Pfosten und Latten. Die Belgier kamen in der Schlussphase noch einmal gefährlich auf, doch Keeper Max Weinhold hielt den Punkt fest.

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Fanny Rinne © Deutsche Hockey Agentur

Die deutschen Hockey-Damen haben ihr zweites Gruppenspiel bei den Olympischen Spielen in Peking zwar mit viel Mühe, aber letztlich verdient durch eine beherzte Aufholjagd gewonnen. Das Team von Trainer Michael Behrmann spielte vor den Augen von Basketball-Star und Fahnenträger Dirk Nowitzki 2:1 (0:1) gegen Neuseeland.



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Florian Keller © Deutsche Hockey Agentur

Die deutschen Herren sind erst mit etwas Mühe, aber schließlich erfolgreich in das olympische Hockey-Turnier gestartet. Das Team von Trainer Markus Weise besiegte Gastgeber China mit 4:1 (1:1). Die Hockey-Damen erwischten einen perfekten Start. Mit 5:1 (2:1) gewannen die Deutschen gegen die stark eingeschätzten Britinnen.

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Der zweite Tag der Olympischen Spiele in Peking ist vorüber, Ditte Kotzian und Heike Fischer haben die erste Medaille für Deutschland gewonnen. Und das mit einem strahlenden Lächeln und einer Leichtigkeit, die den Schwimmern so völlig abgeht. Wieso eigentlich? Platz fünf in der 4×100-m-Freistilstaffel der Frauen ist doch eine saubere Leistung. Doch Britta Steffen kämpfte mit den Tränen, während es der deutsche Teamchef Örjan Madsen, ein Norweger, mit Konfuzius hielt: “Man kann nie schneller schwimmen, als man kann. Man kann nur so schnell schwimmen, wie man kann.” Ach so.

Das Olympiastadion in Peking / Foto: Wikipedia

Erfreulicher sieht es in den Mannschaftssportarten aus, heute siegten die deutschen Handballer und Basketballer, die Hockey-Damen fegten Großbritannien gleich mit 5:1 vom Kunstrasen. Die Wasserballer, Serbien 7:11 unterlegen, gelten als Stimmungskanonen im olympischen Dorf. Die Süddeutsche Zeitung hat ein Plakat der robusten Wassersportler entdeckt: “Wir mögen pralle Bälle und feuchte Becken.”

Dass die Volleyballer dem Vize-Weltmeister Polen 0:3 unterlagen, ist kein Drama, allein das Dabeisein ist klasse nach 36 Jahren olympischer Absenz. Und damals in München waren die Volleyballer auch nur als Gastgeber qualifiziert.

Olympische Spiele in Peking 2008

Apropos Gastgeber: China hat die Führung im Medaillenspiegel übernommen. Die Sportler aus dem Reich der Mitte schießen gut und stemmen eifrig Gewichte, aber wen interessieren eigentlich diese C-Sportarten? Neben den tapferen Aktiven doch allenfalls Funktionäre, die den Sport als Ausdruck wie auch immer gearteter Überlegenheit überhöhen, manchmal gar ohne Rücksicht auf Risiken und Nebenwirkungen bei den Athleten.    [...mehr]


Geschichte des Hockey-Sports

Der Begriff “Hockey” stammt vermutlich aus dem Altfranzösischen (”hoquet”) und bedeutet “gebogener Stab” oder “Schäferstock”. Hockey ist ein Treibballspiel: Zwei Mannschaften versuchen, den Ball mit dem Hockeyschläger möglichst oft ins gegnerische Tor zu schießen.

Olympische Spiele in Peking 2008

Aus dem Jahr 4000 v. Chr. stammt die älteste Darstellung eines Hockeyspiels, eine Grabmalerei aus dem Niltal. Vorläufer des Hockey gab es in China um 2800 v. Chr. Stockballspiele sind auch aus Persien (6. Jh. v. Chr.) und Griechenland (500 v. Chr.) überliefert. Später spielte man in Irland “Hurling”, ähnliche Spiele sind im Mittelalter aus Frankreich und den Niederlanden bekannt.

In England wurde der einst raue Sport - der Schläger diente mitunter auch dazu, den Gegner außer Gefecht zu setzen - zum modernen Hockey umgewandelt und verfeinert. In Londons gründeten Sportler 1861 den ersten Verein namens Blackheath Football and Hockey Club. Da Hockey nun nicht mehr als Kampfsport galt, setzten die Teams zunehmend Frauen als “Lückenbüßer” ein. Und da die Damen “ohnehin nach Betätigung suchten, galt Hockey bald als Damensport” in England, wie die Wissenschaftlerin Christiane Eisenberg in ihrem Buch “English Sports und Deutsche Bürger” schreibt. Aus dieser Tradition leitet sich ab, dass Hockeyspielerinnen bis heute Röcke tragen, freilich nicht mehr knöchellang wie damals.

Die England Hockey Association, die zugleich zahlreiche Regeln definierte, wurde 1886 gegründet. Die britische Armee verbreitete Hockey in Indien, Pakistan und Australien, die sich allesamt zu begeisterten Hockeynationen entwickelten. Seit 1908 spielen Herren Hockey bei Olympia, die Damen erst seit 1980.

Die deutschen Damen: Gold in Athen! Gold in Peking? © DHB

Regeln

Das Spielfeld, meist Kunstrasen, ist 91,4 m × 55 m groß. Ein Team besteht aus dem Torwart und 10 Feldspielern, es darf fliegend gewechselt werden. Die Spielzeit beträgt 2 x 35 Minuten. Gültige Tore können nur mit der flachen Seite des Schlägers innerhalb des Schusskreises erzielt werden. Einzig der Torwart darf den Ball über Schulterhöhe mit dem Schläger berühren.

Begeht ein Team innerhalb ihres eigenen Schusskreises einen Regelverstoß (Sperren, Stockfehler, Körperspiel), wird eine kurze Ecke (Strafecke) verhängt. Bei groben Regelverstößen gibt es einen Siebenmeter, wobei der Ball nur geschlenzt oder geschoben werden darf. Ähnlich dem Fußball gibt es eine Abseitsregel. Rohes Spiel oder Unsportlichkeiten werden mit Zeitstrafen (2 bis 10 Minuten) oder einem Platzverweis geahndet.

Favoriten

Vier Jahre nach dem sensationellen Sieg der deutschen Damen in Athen und dem Gewinn der Bronzemedaille durch die Herren zählen beide Teams zu den Favoriten. “Wir wollen in Peking den deutschen Hockey-Sport wieder erfolgreich repräsentieren”, kündigte DHB-Sportdirektor Rainer Nittel an. Bei den Damen sind Australien, die Niederlande und China die härtesten Konkurrentinnen. Noch dichter ist die Leistungsdichte bei den Herren, sehr stark scheinen die Niederlande, Spanien und Australien zu sein.

Deutsche Teilnehmer

Die Keller-Family vererbt das bisher kaum erforschte Hockey-Gen: Natascha, Goldmedaillen-Gewinnerin in Athen, ist ebenso für Peking nominiert wie der jüngerer Bruder Florian. Ihr Vater Carsten Keller gewann 1972 in München Hockey-Gold. Andreas Keller, der ältere Bruder von Natascha und Florian, reüssierte 1992 in Barcelona. Großvater Erwin Keller gewann im Jahre 1936 in Berlin olympisches Silber gegen die damals als unschlagbar geltenden Inder.

Die olympischen Sportarten: Badminton, Baseball, Basketball, Bogenschießen, Boxen, Fechten, Fußball, Gewichtheben, Handball, Hockey, Judo, Kanu, Leichtathletik, Moderner Fünfkampf, Radsport, Reiten, Ringen, Rudern, Schießen, Schwimmen/ Wassersport, Segeln, Softball, Taekwondo, Tennis, Tischtennis, Triathlon, Turnen, Volleyball

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Hockey Nationalmannschaft

Den deutschen Hockey-Herren ist mit dem Gewinn der Champions-Trophy eindrucksvoll die Wiedergutmachung für die verpatzte Europameisterschaft gelungen. Beim Turnier der weltbesten Hockey-Nationen konnte die deutsche Mannschaft Australien mit 1:0 im Finale bezwingen.

Erschöpfte SpielerBei der Europameisterschaft hatte die deutsche Nationalmannschaft lediglich den enttäuschenden vierten Platz belegt, nachdem man zuvor als Titelfavorit gehandelt wurde. Außerdem wurde mit dieser Platzierung die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele 2008 in Peking verpasst. Nun müssen die Herren über ein zusätzliches Qualifikationsturnier im April 2008 in Japan das Ticket für Olympia 2008 buchen.

Mit dem Sieg bei der in Malaysia ausgetragenen Champions -Trophy konnten sie ihren Erfolg von 2001 wiederholen, als man den Titel in Rotterdam holte. Während des gesamten Turnieres konnte die Mannschaft spielerisch und kämpferisch überzeugen. Bestes Beispiel hierfür ist das Finale,Australien bei einer Strafecke denn aufgrund des Kräfteverschleißes hatte das Team von Bundestrainer Weise das abschließende Vorrundenspiel gegen Australien mit 0:5 verloren, konnte sich aber trotzdem für das Endspiel qualifizieren. Nur 24 Stunden später zwang man dann den gleichen Gegner dank eines Tores des deutschen Kapitäns Timo Weß von Rot-Weiss Köln in Knie. Das entscheidende Tor fiel bereits in der fünften Spielminute und konnte während der gesamten Spieldauer verteidigt werden.

Diese beeindruckende Energieleistung macht Hoffnung auf eine erfolgreiche Qualifikation für die Olympischen Spiele 2008. Die nötige Klasse haben die Herren nun ja unter Beweis gestellt.    [...mehr]


Autor: Riko

Hockeyspiel

Durch die Erfolge der Nationalmannschaften ist Hockey in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. So konnte die deutsche Damennationalmannschaft in diesem Jahr den Europameistertitel erringen und hat sich damit automatisch für die Olympischen Spiele 2008 in Peking qualifiziert. Zudem sind unsere Damen der Titelverteidiger nach dem Erfolg bei Olympia 2004.

Die Herrennationalmannschaft ist zwar 2002 und 2006 Weltmeister geworden, hat es aber bei den Europameisterschaften 2007 verpasst, sich vorzeitig für Olympia zu qualifizieren. Ihre letzte Chance hat sie beim Qualifikationsturnier in Japan vom 5. Bis 13. April 2008.

Hockey ist eine typische Mannschaftssportart, die körperlos gespielt. Eine Hockeymannschaft besteht aus 10 Feldspielern und einem Torwart. Außerdem gibt es fünf Wechselspieler, die jederzeit eingewechselt werden können. Gespielt wird das Feldhockey zumeist auf Kunstrasenplätzen, um vom Wetter unabhängig zu sein. Im Winter werden Hockeymeisterschaften zudem auch in der Halle ausgetragen. Die Spielzeit auf dem Feld beträgt zweimal 35 Minuten, in der Halle zweimal 30 Minuten. Um sich vor den harten Plastikbällen zu schützen, müssen die Spieler einen Mundschutz und Schienbeinschoner tragen. Die Ausrüstung des Torwartes ist wesentlich komplexer – er ist fast am ganzen Körper mit Schonern ausgestattet und trägt zudem einen Helm.

Zu den erfolgreichsten Hockeynationen gehören Indien, Pakistan, Deutschland, Niederlande, Spanien und Australien. Diese Mannschaften gehören auch wieder zum Favoritenkreis bei den Olympischen Spielen 2008.

Herren Hockey Damen Hockey

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