» Leichtathletik
Chinas „Gesicht der Spiele“ Liu Xiang könnte für sein verletzungsbedingtes Ausscheiden bei den Olympischen Spielen in seinem Heimatland hoch honoriert werden. Das Unternehmen Ping An hatte dem größten chinesischen Werbeträger im Sport eine Versicherungssumme von 10 Mio. Euro geschenkt. Wenn der Volksheld sich verletzt, soll er Ansprüche auf diese Summe haben.
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Der beste deutsche 100-Meter-Läufer Tobias Unger hat den unglaublichen Sprint im Nationalstadion von Peking des Jamaikaners Usain Bolt, der eine Fabel-Zeit von 9,69 Sekunden lief, als eine “Riesenverarschung” empfunden.
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Nur noch einen gelungenen Speerwurf sind Vize-Weltmeisterin Christina Obergföll und Europameisterin Steffi Nerius von einer Medaille in der olympischen Leichtathletik entfernt. Ein kleiner Coup gelang Raul Spank, der Überflieger wurde Fünfter im Hochsprung. Diskuswerfer Robert Harting misslang der große Wurf, das Sportgerät des Berliners landete auf Platz vier.
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Von Null auf 800: Pamela Jelimo hat über 800 Meter Gold bei den Olympischen Spielen gewonnen. Kurios: Das Finale in Peking war einschließlich der Vorläufe erst ihr zehnter Lauf über 800 Meter. Die 18-jährige Kenianerin gilt als Jahrhunderttalent, vorbehaltlich aller Zweifel, die gewisse Leistungen bei gesundem Menschenverstand auslösen.
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Für mich haben die Olympischen Spiele erst jetzt begonnen: mit dem Synchronschwimmen.
Moderator Michael Antwerpes beweist wahren olympischen Geist.
Wenn ihr so weiter reitet, lauft ihr als Schimmel nach Hause. Dann habt ihr nämlich graue Haare!
Carsten Sostmeier, der beste aller Olympiareporter, droht den deutschen Springreitern.
Bis auf die zwei Radrennen war es eine schöne Zeit.
Radprofi Stefan Schumacher bringt seinen Eindruck von den Olympischen Spieleen auf den Punkt.
Sie sieht aus wie ein Psycho, der es noch nicht begreifen kann.
Franziska van Almsick beschreibt Britta Steffen bei der Siegerehrung über 50 Meter Freistil.
Ihr Ergebnis nach guten Trainingsleistungen war unter der Gürtellinie. Es gab jetzt genug Extrawürste. Die letzte ist verbrannt.
Grillmeister und Bundestrainer Claus-Dieter Roth über die separate Vorbereitung der Schützin Sonja Pfeilschifter.
Die anderen Wettbewerbe waren schon vorbei im Vogelnest, dem Pekinger Leichtathletik-Stadion, alle Blicke richteten sich auf den Stabhochsprung. Gold hatte die Russin Jelena Isinbajewa schon sicher, doch die Diva wollte Weltrekord springen, die Latte lag auf 5,05 Metern. Bei den ersten beiden Versuchen fiel die Latte, doch im dritten schwang sich Isinbajewa über die neue Weltrekordhöhe. Eine gute Leistung zeigten die DLV-Athletinnen Silke Spiegelburg und Carolin Hingst, die beide 4,65 Meter überquerten.
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Hürden-Sprint-Star Liu Xiang kann nicht das so ersehnte Gold für sein Land erzielen. Der Weltmeister und Olympiasieger von Athen 2004 musste schon vor dem Vorlauf über 110 Meter Hürden wegen einer Achillessehnenentzündung verletzt aufgegeben.
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Jamaika dominiert die Sprint-Disziplinen. Im 100-Meter-Finale der Frauen siegten im Nationalstadion von Peking drei Frauen aus der Karibik. Gold erzielte Shelly-Ann Fraser in 10,78 Sekunden. Silber ging an Sherone Simpson und Kerron Stewart, die zeitgleich (10,98) einliefen.
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Geschichte der Leichtathletik
Das Ursprungsland der modernen Leichtathleik ist Großbritannien. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts gab es leichtathletische Wettkämpfe zwischen Universitätsmannschaften, den ersten Wettbewerb trugen 1864 Oxford und Cambridge aus. Die ersten Meisterschaften der USA fanden 1876 in New York statt. Seit den Olympischen Spielen von Athen 1896, den ersten der Neuzeit, ist Leichtathletik die olympische Kernsportart. Seit 1928 gibt es Wettbewerbe für Frauen. Bei den Olympischen Spielen in Peking werden 47 Wettbewerbe ausgetragen, die meisten aller Sportarten.
Regeln
Die Leichtathletik funktioniert nach dem olympischen Motto “citius, fortius, altius” - schneller, höher, weiter. Wer am schnellsten läuft, am höchsten springt, am weitesten wirft oder springt, hat gewonnen. Das ausführliche Regelwerk mit Informationen zu allen Disziplinen finden Sie beim Deutschen Leichtathleik-Verband.
Favoriten mit Starpotenzial
Nach seinem Sieg über 100 Meter ist der Jamaikaner Usain Bolt auch Favorit über die 200 Meter. Über 400 Meter schien der Amerikaner Jeremy Wariner unschlagbar zu sein, bis er beim Istaf gegen LaShawn Merrit verlor. Im Zehnkampf will sich der 9000-Punkte-Athlet Roman Šebrle aus Tschechien wie schon 2004 in Athen zum “König der Athleten” krönen lassen.
Bei den Frauen freuen wir uns auf die russische Stabhochspringerin Jelena Isinbajewa, die mit ihrem 24. Weltrekord Gold gewinnen will. Kaum zu besiegen dürfte auch die kroatische Hochspringerin Blanka Vlasic sein, die 2007 zu Europas Leichtathletin des Jahres gewählt wurde.
Deutsche Teilnehmer mit Medaillenchancen
Der Diskuswerfer Robert Harting möchte großen Worten große Taten folgen lassen. Die Speerwerferinnen Steffi Nerius und Christine Obergföll sind ebenso Medaillenkandidatinnen wie die Hammerwerferin Betty Heidler. Im Hochsprung kann Shooting-Star Ariane Friedrich erst über zwei Meter und dann aufs Treppchen springen. Wenn die Achillessehne nicht zwickt, ist auch dem Stabhochspringer Danny Ecker Edelmetall zuzutrauen.
Die olympischen Sportarten: Badminton, Baseball, Basketball, Beachvolleyball, Bogenschießen, Boxen, Fechten, Fußball, Gewichtheben, Handball, Hockey, Judo, Kanu, Leichtathletik, Moderner Fünfkampf, Radsport, Reiten, Ringen, Rudern, Schießen, Schwimmen (Wassersport), Segeln, Softball, Taekwondo, Tennis, Tischtennis, Triathlon, Turnen, Volleyball
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Der Marathon der Frauen am Sonntagmorgen in Peking endete mit einer Überraschung. Die 38-jährige Rumänin Constantina Tomescu-Dita siegte in 2:26:44 Stunden. Bei Kilometer 30, wo der Marathon erst beginnt, hatte die ehemalige Handballerin bereits 57 Sekunden Vorsprung und baute ihn noch aus. Weltrekordhalterin Paula Radcliffe aus Großbritannien musste kurz vor dem Ziel noch Stopps für Dehnungsübungen einlegen und wurde 23.
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