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Stabhochsprung ist eine der populärsten Disziplinen beim Berliner Istaf. Legendär sind die Wettbewerbe mit dem ukrainischen Weltrekordler Sergej Bubka, der sich zuweilen noch in die Lüfte schwang, als alle anderen Wettbewerbe längst beendet waren. Heute gehören die deutschen Stabhochspringer zur Weltspitze, allen voran Danny Ecker, Tim Lobinger und Björn Otto. Ecker gab sich im Vorfeld des Golden-League-Meetings, das am Sonntag stattfindet, angriffslustig: “Ich möchte beim Istaf ein Zeichen setzen.”

Danny Ecker © Wikipedia

Die Olympia-Norm von 5,70 Metern hat der 30-jährige Leverkusener bereits geschafft, erstaunlich zu diesem Zeitpunkt: “Ich bin noch nie besser in eine Saison gekommen, eigentlich steige ich eher spät ein.” Einen Rückschlag gab es am vergangenen Wochenende beim Grand Prix in Hengelo, wo Ecker mit 5,40 Metern Zehnter wurde. Dennoch ist er selbstbewusst: “Die Trainingsleistungen zeigen, dass ich eine Menge draufhab.” 2007 war das bisher erfolgreichste Jahr des 6-Meter-Springers: Er wurde Halleneuropameister und gewann Bronze bei der WM in Osaka. “Ich kann noch höher springen. Mein Ziel ist eine Medaille bei den Olympischen Spielen.”

Sicher ist Eckers Dienstreise nach Peking freilich noch nicht, bis zu zehn deutsche Athleten könnten die Norm knacken, schätzt der Sohn der Doppel-Olympiasiegerin Heide Rosendahl und des ehemaligen Basketball-Profis John Ecker. Die Kriterien sind schwammig, neben der internationalen Norm von 5,70 Metern wird die “ganze Saison betrachtet unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Meisterschaften”, zitiert Ecker.

Chancen rechnen sich neben Ecker vor allem Tim Lobinger und Björn Otto aus. Lobinger wurde bei der WM in Osaka Achter, seine Saisonbestleistung lag bei 5,83 Metern. Otto wurde WM-Fünfter, zudem steigerte er 2007 seine persönliche Bestleitung auf 5,90 Meter. Mit Ecker sind Lobinger und Otto auf Augenhöhe, auch sie überquerten bereits 5,70 Meter in dieser Saison.

In die Phalanx der deutschen Höhenflieger wollen beim Istaf der aktuelle Hallenweltmeister Evgeniy Lukyanenko aus Russland und der französische Vizeweltmeister Romain Mesnil eindringen. Alexander Straub, Richard Spiegelburg und Fabian Schulze komplettieren die deutsche Riege.    [...mehr]


Der weltweit schnellste beinamputierte Sprinter, Oscar Pistorius, könnte in knapp zwei Wochen beim Istaf in Berlin starten und dort auch seine Olympiaqualifikation schaffen. “Wir haben Pistorius nach der bahnbrechenden Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs nach Berlin eingeladen,” sagte Gerhard Janetzky, geschäftsführender Gesellschafter des Istaf in Berlin, über seine spektakuläre Aktion, “und hoffen, dass er bei uns über die 400 m läuft, wo er auf einige der weltbesten Viertelmeiler wie Jeremy Wariner trifft. Wir würden damit als erstes Leichtathletik-Meeting der Welt in einem A-Lauf die Grenze zwischen behinderten und nicht-behinderten Sportlern aufheben und einen spannenden Wettkampf bieten, der in dieser Form wegweisend sein dürfte,” erläuterte Janetzky.

Pistorius gegen Wariner auf der blauen Bahn? Istaf vor sprektakulärer Premiere

Der 21-jährige südafrikanische Sprinter – Paralympics-Sieger von 2004 und Weltrekordhalter der Behindertensportler über 100 m, 200 m und 400 m – hatte in der vergangenen Woche vor dem Internationalen Sportgerichtshof in Lausanne Recht bekommen und wurde in seiner Einschätzung bestätigt, dass seine beiden federnden Karbon-Prothesen keinen erheblichen mechanischen Vorteil gegenüber nicht-behinderten Sprintern bedeuten. Mit seinem Sieg schuf Pistorius jetzt nicht nur einen Präzedenzfall, sondern erkämpfte sich auch das Recht, bei herkömmlichen Wettkämpfen zu starten – und vielleicht sogar bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking.    [...mehr]


Powell wird in seiner Olympia-Vorbereitung gebremst             ©flickr/teotwawki

100-Meter-Weltrekordler Asafa Powell hat bei seiner Olympia-Vorbereitung durch eine Brustmuskelzerrung einen Rückschlag erlitten. Bis zur nationalen Qualifikation für Peking Ende Juni muss der Jamaikaner alle Starts bei Leichtathletik-Meetings absagen. Deutschlands bester Sprinter Tobias Unger glaubt nicht, dass ein Sieg über 200 Meter bei Olympia ohne unerlaubte Mittel möglich ist.

Zugezogen hat sich Powell diese Verletzung schon Anfang April im Training. Nun muss das Training des 25-Jährigen in den kommenden zwei Monaten umstrukturiert und einige Top-Meetings abgesagt werden.

Die Starts beim Grand Prix in Doha (9. Mai) sowie bei den ersten beiden Golden- League-Meetings in Berlin (1. Juni) und Oslo (6. Juni) müssen gestrichen werden. Ende Juni möchte er sich bei den jamaikanischen Meisterschaften für Olympia qualifizieren.

Powell blieb bisher über 100 Meter 33 Mal unter 10 Sekunden. Beim Meeting in Rieti verbesserte der schnellste Mann der Welt am 9. September 2007 bereits im Vorlauf mit 9,74 Sekunden seinen eigenen Weltrekord um 3/100.

Hier der Weltrekordlauf:

Unger sagte in einer Diskussionsrunde der „Eßlinger Zeitung“: Den 200-Meter-Lauf in Peking kann man eigentlich nicht ungedopt gewinnen.“ Damit räumte der Sprinter aber auch ein, dass er angesichts dieser Aussage auch selbst unter Dopingverdacht geraten könnte. Der Olympia-Siebte von 2004 ist nach einer Verletzung wieder fit und will über die längere Sprintstrecke an den Start gehen.

Unger glaubt nicht an einen sauberen Sport          ©flickr/FinneyeDer Tübinger Sport- Soziologe Helmut Digel denkt auch nicht, dass die Spiele in Peking vom 8. bis 24. August dopingfrei sein werden. „Es werden die am besten kontrollierten Spiele sein, aber man kann nicht davon ausgehen, dass sie sauber sein werden“, erörterte der Wissenschaftler, der ein neues Anti-Doping-Gesetz in Deutschland fordert. „Der Sport braucht die Hilfe des Staates. Es fehlt ein spezifisches Gesetz, auf dessen Grundlage endlich staatsanwaltlich ermittelt werden kann“, sagte Digel weiter.    [...mehr]


Der Startschuss für die Jagd auf den mit einer Million US-Dollar dotierten Jachpot fällt am 1. Juni in Berlin: Das Istaf bildet erstmals den Auftakt der Golden League, es folgen die Meetings in Oslo, Paris, Rom, Zürich und Brüssel. Allerdings hat das Istaf seine Schirmherrin Angela Merkel verloren. Offenbar aus Verärgerung darüber, dass die Disziplinen Diskus- und Speerwerfen der Frauen mit den deutschen Stars Steffi Nerius, Christina Obergföll und Franka Dietzsch nicht ausgetragen werden, hat die Bundeskanzlerin die Bitte der Veranstalter um das Patronat ausgeschlagen.

Berliner Olympiastadion © Fender-FloelZ/FlickrStorm

“Wer den Jackpot gewinnen will, muss bei uns starten”, sagte der Istaf-Organisator Gerhard Janetzky. Nur Athleten, die bei allen sechs Meetings in ihrer Disziplin gewonnen haben, sichern sich einen Anteil am Gold. Die Golden-League-Disziplinen 2008 sind bei den Männern die 100m, 400m, 1500m, 400m Hürden, Weitsprung und Speerwurf, die Frauen treten über 200m, 800m, 100m Hürden und im Hochsprung an.

Die Schwedin Kajsa Bergqvist, 2005 Weltmeisterin im Hochsprung und nun Botschafterin des Internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF), erläuterte die Faszination der Golden League: “Jeder muss bei jedem Meeting starten, deshalb ist jedes Meeting eine eigene Meisterschaft.” Zu Peking sagte die frühere Spitzensportlerin, die gerade eine Ausbildung zur Sommelière absolviert: “Eine olympische Saison ist etwas Besonderes, jeder möchte hier dabei sein, um die Gegner vielleicht ein bisschen einzuschüchtern.”

Die deutschen Leichtathleten sind bessere Werfer denn Läufer. Da aber in der IAAF Laufwettbewerbe als attraktiver gelten als die Wurfdisziplinen, machen lediglich die Speerwerfer Jagd auf den Jackpot. Zusätzlich haben die Istaf-Organisatoren das Diskuswerfen der Männer mit dem Berliner Robert Harting ins Programm genommen, was Kritikern wie dem für Sport zuständigen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble nicht reicht: „Die wenigen Spitzenathleten, die wir haben, müssen wir auch auftreten lassen“, sagte er dem Tagesspiegel. Janetzky warb um Verständnis: “Wir sind das einzige Meeting mit zwei Langwurfdisziplinen.” Die Prioritäten der IAAF seien eindeutig: “Was nicht Laufwettbewerb ist, ist erklärungsbedürftig.”    [...mehr]


Carolina Klüft verzichtet in Peking auf den Siebenkampf      ©flickr/Fotografgm

Der Mehrkampf-Star Carolina Klüft wird bei den Olympischen Sommerspielen in fünf Monaten auf den Siebenkampf verzichten. Der Schwedin fehlt bei dieser Wettkampfform die Trainingsmotivation. Stattdessen will sie sich bei Olympia voll auf den Weitsprung und Dreisprung konzentrieren.

Klüft, die bei der Leichtathletik-WM 2007 in Osaka als erste Frau den Titel-Hattrick im Siebenkampf geschafft hatte, erklärte der schwedischen Zeitung “Svenska Dagbladet: “In den Siebenkampf muss man 1000 Prozent investieren. Und das war bei mir in den letzten beiden Jahren nicht mehr der Fall. Ich bin nicht mehr hungrig genug.”

Die schwedische Ausnahmeathletin hält seit Osaka auch den Europarekord mit 7032 Punkten und erfüllte sich damit ihr letztes großes Ziel, diese Marke zu knacken. Aber der Weltrekord von der US-Amerikanerin Jackie Joyner-Kersee, die im Jahr 1988 unglaubliche 7291 Zähler erkämpfte, gilt indes für die 25-Jährige als unerreichbar.

Die Schwedin Klüft will im Weit- wie auch im Dreisprung um olympisches Gold kämpfen     ©flickr/Jom ManilatKlüft hält mit ihren jungen Jahren die längste Siegesserie der Leichtathletik mit 19 Siebenkampf-Erfolgen hintereinander seit 22. Juli 2001, als sie U20-Europameisterin geworden war. Die Schwedin liegt damit noch vor der deutschen Mehrkämpferin Maren Freisen, die ihre Karriere schon beendet hat.

Im Weitsprung zählt die junge Skandinavierin ebenfalls zu den Besten der Welt. Bei der U23-EM in Erfurt holte sich Klüft die Goldmedaille und bei der Hallen-WM 2004 ersprang sie sich Bronze. Ihre Bestweite liegt momentan bei 6,97 Metern. Beim Dreisprung, wo die Schwedin auf 14,02 Meter kommt, muss sie sich im Training noch mehr reinhauen, um in Peking ganz vorne mitzuspringen.

Mit dem Verzicht der Weltmeisterin und Olympiasiegerin auf den Siebenkampf dürften die Chancen der deutschen EM-Dritten Lilli Schwarzkopf und der EM-Vierten Jennifer Oeser steigen, bei Olympia gut abzuschneiden. Neue Favoritinnen sind nun die ukrainische Vize-Weltmeisterin Ljudmilla Blonska sowie die WM-Dritte Kelly Sotherton aus Großbritannien.

Hier eine Zusammenfassung von Karolina Klüft’s Leistungen in Athen 2004, wo sie mit 21 Jahren Olympiasiegerin wurde:


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Autor: Sonja Beckmann

Michael Ballack © wikimediaFUSSBALL Heute tritt die deutsche Nationalelf in Wien an, um die Form gegen den EM-Gastgeber Österreich zu testen. Wieder dabei ist nach langer Verletzungspause der Kapitän Michael Ballack. In der Premier League im Spiel bei Portsmouth am vergangegen Samstag hatte der Mittelfeldstratege einen heldenhaften Auftritt: Nachdem eine Kopfplatzwunde mit neun Stichen genäht werden musste, spielte Ballack mit Turban weiter. Das erinnerte an Dieter Hoeneß, der vor 26 Jahren mit blutdurchtränktem Kopfverband das Pokalfinale durchstand. Zwar gelang Ballack im Gegensatz zu Hoeneß kein (Kopfball-)Tor, gewinnen konnte der FC Chelsea in Portsmouth auch nicht (1:1), aber mit der kernigen Aktion hat Ballack die Fans schwer beeindruckt.

BASKETBALL Als der Karneval Köln lahm legte, war einzig den Köln 99ers nicht nach Schunkeln zumute. Der Basketball-Bundesligist ist pleite. Nachdem sich der Mäzen Herbert Zimmer zurückgezogen hat, fehlen nun 1,5 Millionen Euro im Etat. Bis Rosenmontag hatten die Kölner immerhin so viel Geld zusammengekratzt, dass zwei weitere Wochen Spielbetrieb möglich sind. Heute treten die Köln 99ers im Pokalachtelfinale bei Alba Berlin an. Zusätzliches Handicap für die Rheinländer: Die Topspieler Immanuel McElroy und Aleksandar Nadjfeji haben den Club bereits (Richtung Berlin?) verlassen.

LEICHTATHLETIK Das große Ziel von Haile Gebrselassie ist der Olympiasieg im Marathon in Peking. Doch dieses Vorhaben könnte scheitern, der äthiopische Ausnahmeathlet erwägt, wegen der Luftverschmutzung statt des Marathons die 10.000 Meter zu laufen. Ausgerechnet bei einem PR-Termin des Olympiasponsors Adidas bezeichnete Gebrselassie die dreckige Luft als das gravierendste Problem in Peking. Von dem Bemühen und der Nachhaltigkeit, grüne Spiele auszurichten, ist der Marathon-Weltrekordler wenig überzeugt, wie er dem Tagesspiegel sagte: „Was ist denn nach den Spielen? Die Menschen hier leiden doch. Sie alle brauchen ein Minimum an Atemluft.“    [...mehr]


Läufer des New York Marathons 2007

Paula Radcliffe ist die Heldin des New-York-Marathons 2007. Mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg gewann die Britin in einer Zeit von 2h 23min 09 Sek. Trotz der hochkarätigen Konkurrenz mit Weltmeisterin Catherine Ndereba und Boston-Marathon-Siegerin Lidija Grigorjewa gelang es der Engländerin das Rennen von Anfang an zu dominieren. Radcliffe hatte 2005 bei der Weltmeisterschaft 2005 in Helsinki ihren letzten Marathon bestritten, weshalb ihre Leistung noch höher einzuschätzen ist. Sollte sich Radcliffe auch für Olympia qualifizieren, gehört sie in jedem Fall zu den absoluten Topfavoritinnen.

Bei den Männern sicherte sich Martin Lel in 2h 09 min 03 Sek den Sieg. Es war bereits sein zweiter Erfolg in New York nach 2003. Erst einen Kilometer vor dem Ziel konnte er sich entscheidend von der Konkurrenz absetzen, um mit einem fulminanten Spurt den Rest des Feldes hinter sich lassen. Prominenter Teilnehmer des New York Marathons war Lance Amstrong. Er absolvierte die Strecke in 2h 45 min und kam auf Platz 210. Dies ist eine beachtliche Leistung für den sechsmaligen Tour-de-France-Sieger.

Überschattet wurde das Großereignis durch den Tod des früheren US-Meisters Ryan Shay. Er brach schon nach neun Kilometern zusammen und konnte trotz sofortiger Reanimation nicht mehr wiederbelebt werden. Shay galt als Favorit der olympischen Qualifikation. Die Todesursache wird nun durch eine Autopsie ermittelt.

New York Sieger 2007 - Martin Lel New York Siegerin 2007 - Paula Radcliffe

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