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Hincapie sicherte sich die zweite Etappe der Dauphiné       ©flickr/jaredwrightus

High Road-Profi George Hincapie hat gestern die 2. Etappe der Dauphiné Liberé vor Sebastien Chavanel vom Team Francaise des Jeux und Sebastian Lang vom Team Gerolsteiner für sich entschieden. Thor Hushovd (Credit Agricole) trägt weiterhin das Gelbe Trikot des Gesamtführenden.

Alles sah in Vienne nach einem Massensprint aus. Aber in der letzten Kurve vor dem Ziel rissen Hincapie und Lang aus und keiner der favorisierten Sprinter konnten folgen. Der 28-jährige Lang führte bis kurz vor der Ziellinie, aber dann flog Hincapie aus seinem Windschatten heraus und sicherte sich den dritten Etappenerfolg seiner Karriere bei der Dauphiné. “Ich habe in der letzten Kurve attackiert und mich mit Sebastian Lang zusammengeschlossen. Dann musste ich eine Sekunde abwarten, um mich zu regenerieren - im Endeffekt habe ich aber ohne Probleme gewonnen. Der Sieg war zwar ein bisschen glücklich, jedoch bin ich hochzufrieden”, resümierte der Sieger.

Hushovd führt weiterhin in der Gesamtwertung              ©flickr/trikootSchon nach fünf Kilometern gab es die erste Attacke des Franzosen Stephane Auge (Cofidis), dem nur die beiden Spanier David de la Fuente (Saunier Duval) und Benat Albizuri (Euskaltel) nachsetzen konnten. Aber zwölf Kilometer vor dem Ziel war der Fluchtversuch beendet. De la Fuente konnte sich wenigstens die beiden Bergwertungen der vierten Kategorie sichern und trägt nun das Bergtrikot.

Thor Hushovd hat im Gesamtklassement nur noch eine Sekunde Vorsprung auf den Spanier Alejandro Valverde (Caisse d’Epargne). Dann folgt der US-Amerikaner Levi Leipheimer (Astana/+0:05 Minuten). Fabian Wegmann ist weiterhin als zehnter bester Deutscher mit 20 Sekunden Rückstand. Heute wird beim 31 Kilometer langen Einzelzeitfahren das Klassement ordentlich durcheinander gewirbelt werden.    [...mehr]


Valverde gewann knapp die erste Etappe           ©flickr/nick.emmons

Alejandro Valverde hat gestern die erste Etappe der Dauphiné Liberé über 194 Kilometer von Avignon nach Privas für sich entschieden. Der Spanier setzte sich im Zielsprint gegen Thor Hushovd durch. Der Norweger übernahm aber das Gelbe Trikot des Gesamtführenden.

Fabian Wegmann vom Team Gerolsteiner hatte den Massensprint schon mehrere hundert Meter vor dem Ziel eröffnet. Durch diese frühe Attacke blieb dem Deutschen Meister am Ende nur der vierte Rang. Valverde vom Team Caisse d’Epargne konnte mit einer guten Radlänge vor dem Profi vom Credit Agricole-Rennstall Hushovd seinen ersten Etappensieg bei dem achttägigen Radsport-Klassiker erzielen, den er nun schon zum dritten Mal mitfährt.

Hushovd führt in der Gesamtwertung              ©flickr/trikootSchon 15 Kilometern nach dem Start bildete sich eine dreiköpfige Ausreißergruppe mit den beiden Franzosen Sebastien Joly vom Team Francaise des Jeux und Arnaud Labbe (Bouygues Telecom) sowie dem deutschen Nachwuchsfahrer Christian Kux vom Team Milram. Der 23-jährige Deutsche gewann nach 136 Kilometern die einzige Bergwertung dieser Etappe und konnte sich im Zielort Privas das Gepunktete Bergfahrer-Trikot überstreifen. 13 Kilometer vor der Ziellinie wurde das Trio vom Peloton eingefangen. Dann machte Team High Road für seinen Sprintstar Andre Greipel die Pace. Aber diese Arbeit war umsonst, der 25-jährige Deutsche musste abreißen lassen und kam erst 41 Sekunden hinter dem Sieger Valverde ins Ziel.

Hushovd erhielt durch eine Zeitgutschrift für den zweiten Platz und führt nun im Gesamtklassement. Dahinter liegt der Tagessieger Valverde mit einer Sekunde Rückstand. Prolog-Gewinner Levi Leipheimer (Astana/+0:05) ist Dritter. Bester deutscher Radprofi ist Wegmann auf Platz elf (+0:20).    [...mehr]


Leipheimer sichert sich den Prolog             ©flickr/rhanke

Beim Prolog der 60. Auflage der Dauphiné Liberé hat gestern Levi Leipheimer triumphiert. Der US-Amerikaner vom Team Astana gewann nach dem 5,6 Kilometer langen Kurs in Avignon haarscharf vor dem norwegischen Sprinter Thor Hushovd (Credit Agricole).

Leipheimer ging als vorletzter Starter auf die Strecke und bewies allen, trotz dem schlechten Abschneiden beim Giro d’Italia, dass er die nötige Form besitzt, seinen Triumph bei der Südfrankreich-Rundfahrt von 2006 zu wiederholen. Der Astana-Profi fuhr auf dem flachen, mit wenig Kurven ausgestatteten Prolog in 6:10 Minuten mit einem Schnitt von 54,5km/h in das Ziel am Ufer der Rhône ein. Hinter dem Norweger Hushovd, der sich durch seine hervorragende Zeit lange als Sieger wähnte, kam Alejandro Valverde vom Team Caisse d’Epargne als Dritter mit einem Rückstand von sechs Sekunden auf Leipheimer ins Ziel.

Die Favoriten auf den Gesamtsieg wie auch die Prolog-Spezialisten kamen über zwölf Sekunden später als der Sieger über die Ziellinie. Man darf aber nicht vergessen, dass mit Blick auf die harten Bergetappen und das lange Zeitfahren auf der 3. Etappe dieser Zeitvorsprung sehr gering ist.

Topfavorit Cadel Evans vom Team Silence konnte mit seinem sechsten Platz überzeugen und zeigte der Konkurrenz, dass er seine Knieprobleme überwunden hat und sich im Tour-Vorbereitungssoll befindet. Die größte Enttäuschung unter den Topfavoriten der Dauphiné leistete sich der Teamkollege des Australiers Yaroslav Popovych (Ukraine), der 41 Sekunden hinter Leipheimer einfuhr.

Sprinter André Greipel vom Team High Road erreichte in 6:24 Minuten den zwölften Rang und wurde mit dem Ergebnis bester Deutscher. Einen Platz dahinter rangierte Fabian Wegmann vom Team Gerolsteiner (6:25).




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Morgen beginnt die Dauphiné Liberé         ©flickr/ibanmayoitxaspe

Einen Monat vor dem Beginn der Tour de France startet morgen die “Dauphiné Libéré”. Dieser knallharte Test in Südwestfrankreich dient für die Tour-Favoriten als Standortbestimmung und für die Helfer als letzte Empfehlung für ihre Mannschaften.

Die 60. Dauphiné verläuft über acht Tage von Avignon nach Grenoble und ist knapp 1100 Kilometer lang. Sieben schwere Anstiege gilt es zu meistern, aber ohne den schweren Mont Ventoux einzubeziehen. Morgen geht es mit dem Prolog-Zeitfahren über 5,6 Kilometer mit Ziel in Avignon los. Dann folgen zwei Flachetappen, wo die Sprinter sich auf die Tour vorbereiten können. Die dritte Etappe wird im Zeitfahren über 31 Kilometern ausgetragen. Die weiteren vier Tage führt das Peloton bei der Dauphiné in die Alpen, wobei die einzige Bergankunft auf den vorletzten Tag gelegt wurde.

Die Königsetappe wartet auf die Radprofis am Samstag. Sie ist 233 Kilometer lang und als Sahnehäubchen wurde die Bergankunft in La Toussuire, einem Skiort auf 1695m Höhe, eingebaut. Davor muss das Fahrerfeld aber noch über das Dach der Dauphiné, dem “Col de la Croix de Fer” (2067m). Am Schlusstag sind es nach Grenoble nur noch 127 Kilometer. Aber auf der finalen Etappe gilt es noch drei anspruchsvolle Anstiege in der zweiten Hälfte des Tagesabschnittes zu bewältigen.

Auch Levi Leipheimer vom Team Astana wurde eingeladen                    ©flickr/halfling_girl7Hochklassige Fahrer sind auch dieses Jahr wieder im Peloton. Levi Leipheimer (Astana) der Sieger von 2006, Alejandro Valverde (Caisse d’Epargne) und dessen Teamkollege Oscar Pereiro sowie Haimar Zubeldia und Samuel Sanchez (Euskaltel) sind vertreten. Auch in diesen prestigeträchtigen Kampf werden Carlos Sastre (CSC), Manuel Beltran (Liquigas) und Jose Angel Gomez Marchante (Saunier Duval) eingreifen.    [...mehr]


Klöden gewinnt zum ersten Mal die Tour de Romandie<br />            ©flickr/mike1088

Andreas Klöden hat am Sonntag als erster Deutscher die schwere einwöchige Rundfahrt durch die Schweiz gewonnen. Für den Lausitzer war dieser Triumph in der Romandie der dritte große Streich nach dem Gewinn der Baskenland-Rundfahrt (2000) und Tirreno-Adriatico (2007). Auf der Schlussetappe siegte der Italiener Daniele Bennati.

Bei der 62. Auflage der Tour de Romandie zeigte Klöden vom Team Astana eine souveräne Vorstellung. Sein ärgster Rivale, der niederländische Titelverteidiger Thomas Dekker vom Team Rabobank musste auf der Königsetappe aufgeben. Damit fiel der einzige Gegner aus, der nach dem Zeitfahren nur wenige Sekunden hinter dem Sieger im Kampf gegen die Uhr lag. Nach rund 645 Kilometern durch die Westschweiz ging Platz zwei an den Tschechen Roman Kreuziger (Liquigas) und der dritte Platz an den Italiener Marco Pinotti (High Road).

Mit dem Gewinn des Zeitfahrens und der starken Leistung in den Bergen unterstrich der Kapitän des kasachischen Rennstalls, dass man auch beim Giro d’Italia auf ihn achten muss.

Ausschnitte von der letzten Etappe:

“Es ist eine doppelte Freude, hier triumphiert zu haben und jetzt auch noch den Giro fahren zu dürfen - für den die Tour de Romandie die beste Vorbereitung ist. Ich bin den Giro noch nie gefahren, aber wir haben gezeigt, dass unser Team dort eine Hauptrolle spielen kann. Mit diesem Sieg in der Schweiz wird zwar kein Traum wahr, aber es ist eine große Befriedigung, schließlich ist das eines der schönsten Rennen der ProTour”, sagte der Wahl-Schweizer nach der Schlussetappe.

Im Klassement der UCI-ProTour liegt der Italiener Damiano Cunego (Lampre, 73 Punkte) nach dem sechsten Wettbewerb der Serie weiter in Führung auch wenn er selbst in der Romandie nicht mitfuhr. Klöden ist nun Fünfter mit 53 Zählern.    [...mehr]


Klöden gewinnt beim Zeitfahren und führt nun im Gesamtklassement      ©flickr/mike1088

Andreas Klöden hat in Sion seinen ersten Saisonsieg auf der 3. Etappe der Tour de Romandie eingefahren. Damit hat der Deutsche das Trikot des Führenden in der Gesamtwertung übernommen. Im Einzelzeitfahren über 18,8 Kilometer setzte sich der Astana-Profi in 25:32 Minuten mit sechs Sekunden Vorsprung vor Thomas Dekker (Rabobank) durch.

Der Tour-de-France-Zweite von 2006 hat nun in der Gesamtwertung fünf Sekunden Vorsprung vor dem Vorjahressieger Dekker. Mit seinen Bergfahrerqualitäten gilt er vor der “Königsetappe” als Favorit auf den Gesamtsieg.

Auf der letzten Abfahrt kam Klöden fast noch ins Straucheln und konnte nur mit Mühe einen Sturz verhindern. Aber nach Bestzeiten bei allen Zwischenzeitnahmen konnte der Astana-Fahrer den Sieg noch bis ins Ziel retten.

Klöden hofft noch auf eine Giro d’Italia-Teilnahme         ©flickr/kelly-sEine hervorragende Leistung zeigte der aus Cottbus stammende Tony Martin. Der Profi vom Team High Road belegte in 25:53 Minuten den vierten Platz des Zeitfahrens.

Die Organisatoren teilten eine Änderung für die schwere 4. Etappe mit. Aufgrund eines Erdrutsches wird die Côte Saint-Luc aus dem Programm gestrichen. Somit verkürzt sich der Abschnitt um 14,6 Kilometer. Es bleiben bei der „Königsetappe“ nur noch drei Anstiege der ersten Kategorie, die auf dem Weg ins Ziel nach Zinal überquert werden müssen.

Nachdem das Astana-Team vom Giro d’Italia ausgeschlossen wurde, keimt nun neue Hoffnung für Klöden und Co. Eine Woche vor dem Start des Giro’s scheint nun doch eine Teilnahme des kasachischen Rennstalls bei der Italien-Rundfahrt möglich zu sein. “Die Chancen stehen im Augenblick 50:50″, erklärte der Renn-Organisator Angelo Zomegnan, der Sonntagabend eine offizielle Erklärung abgeben will.”    [...mehr]


Die erste von fünf Etappen ging an Maxim Iglinsky (Astana)           ©flickr/Kevin Knox

Die erste Etappe der sechstägigen 62. Tour de Romandie ging gestern an Maxim Iglinsky vom Team Astana. Der Kasache setzte sich bei dem letzten Härtetest vor dem Giro d’Italia im Zielsprint gegen die beiden Schweizer Michael Albasini (Liquigas) und Markus Zberg (Gerolsteiner) durch. Andreas Klöden (Astana) erreichte als bester Deutscher den sechsten Platz. Jens Voigt (CSC) landete zwei Plätze dahinter.

Nach 184,8 Kilometern von Morges nach Saignelegier gewann Iglinsky im Zielsprint deutlich mit zwei Radlängen vor den beiden Schweizern. Der Zweitplatzierte Albasini vom Team Liquigas streifte sich das Gelbe Trikot des Gesamtführenden über. Im Prolog wurde der Schweizer mit einer Sekunde Rückstand auf Mark Cavendish Dritter. Nun muss Albasini das Gelbe Trikot mit einer Sekunde Vorsprung auf der zweiten Etappe verteidigen. Der Astana-Fahrer Andreas Klöden liegt als bester Deutscher auf Platz neun und hat zehn Sekunden Rückstand.

Klöden (Astana) wurde gestern Sechster             ©flickr/Your Funny UncleEin Ausreißer-Trio mit dem Basken Patxi Vila (Lampre), dem Italiener Morris Possoni (High Road) und dem Dänen Matti Breschel (CSC) lag auf der zweiten von insgesamt fünf Etappen, bei der drei Berge auf dem Programm standen, lange Zeit vorn. 20 Kilometer vor dem Ziel am “Gruyere”, einem Berg der ersten Kategorie, wurden die Ausreißer jedoch eingefangen. Kurz vor dem Ziel bildete sich eine Gruppe von 40 Fahrern, unter denen auch Andreas Klöden (Astana) und Jens Voigt (CSC) waren. Beim Zielsprint konnten die beiden Deutschen aber nicht um den Sieg mitfahren und kamen zwei Sekunden hinter Iglinsky ins Ziel.

Thomas Dekker (Rabobank), der die Rundfahrt letztes Jahr gewann, wurde nach dem neunten Platz beim Prolog auf der ersten Etappe Vierter. Die zweite Etappe führt am heutigen 1. Mai über 170 Kilometer von Moutier nach Fribourg.




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Valverde (rechts) siegte bei dem Klassiker aller Klassiker     ©flickr/Scott McLean

Alejandro Valverde siegte bei der 94. Austragung von Lüttich-Bastogne-Lüttich. Damit feierte der Tour-de-France-Mitfavorit, dem auch eine Zusammenarbeit mit dem Doping-Arzt Eufemiano Fuentes unterstellt wurde, seinen ersten diesjährigen Klassiker-Sieg.

Der Spanier verwies Davide Rebellin vom Team Gerolsteiner, den Sieger von 2004, auf den zweiten Platz. Das Team des Italieners hatte ihm durch Attacken von Markus Fothen und Stefan Schumacher den Weg zum Podium bereitet. Valverde setzte 17 Kilometer vor dem Ziel die entscheidende Attacke und zusammen mit Rebellin und dem Luxemburger Frank Schleck konnte er sich absetzen. Im Sprint 38 Sekunden vor den ersten Verfolgern ließ Valverde im Lütticher Vorort Ans Rebellin keine Chance. Der 28-Jährige gewann damit beim ältesten aller Klassiker zum zweiten Mal nach 2006.

„Ich bin mit den heute zu Ende gegangenen drei Ardennen-Klassiker voll zufrieden. Vielleicht hätte Davide am Schluss gegen Valverde etwas früher attackieren müssen, aber dazu fehlte eventuell ein bisschen der Mut. Wir haben heute sicher Werbung für uns gemacht mit der Attacke von Fothen und dem Finale von Rebellin. Das ist im Hinblick auf unsere Suche nach einem neuen Sponsor für 2009 sicher nicht schlecht“, erörterte der Gerolsteiner-Chef Hans-Michael Holczer nach dem Rennen.

Am Vormittag hatte Holczer den Kontakt zu zwei deutschen Firmen, die über eine Übernahme seines Rennstalls für das nächste Jahr beraten. „In vier bis sechs Wochen wissen wir Bescheid“, meinte er. Der Wert seines Teams wird pro Jahr auf rund acht Millionen Euro geschätzt.

1892 wurde dieser Klassiker das erste Mal ausgetragen. Einziger deutscher Sieger bei diesem kräftezehrenden Rennen mit etlichen Berg- und Talfahrten über insgesamt 12 Anstiege war Dietrich Thurau , der 1979 dort gewinnen konnte.

Ausschnitte von dem Klassiker 2006, den Valverde auch gewann:




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Es war die 72. Auflage des “Wallonischen Pfeils”            ©flickr/runjudrun

Kim Kirchen vom Team High Road hat am Mittwoch die 72. Austragung des “Fleche Wallonne” in den belgischen Ardennen gewonnen. An der “Mauer von Huy” setzte er sich gegen Cadel Evans (Silence) und Damiano Cunego (Lampre) durch. Damit und errang er als erster Luxemburger diesen prestigeträchtigen Sieg.

Wegmann vom Team Gerolsteiner lag bis einen halben Kilometer vor dem Ziel alleine in Front. Jedoch wurde der Deutsche Meister an der bis zu 22% steilen Rampe eingeholt und kam mit 53 Sekunden Rückstand als 30. ins Ziel. Bester Deutscher wurde Stefan Schumacher. Wegmanns Teamkollege fuhr 32 Sekunden hinter dem Sieger als 19. ein.

Kim Kirchen vom Team High Road gewann den Klassiker            ©flickr/mnorri“Zweiter war ich bereits. Drei oder vier Jahre geht das nun schon so, heute war ich endlich einmal der Stärkste”, meinte der Sieger hocherfreut. 199 Fahrer von 25 Teams waren am Vormittag in Charleroi bei sonnigen Bedingungen am Start der 199,5 Kilometer langen 72. Auflage des “Wallonischen Pfeils”. Anfänglich gab es einige Ausreißversuche, die jedoch vom hohen Tempo des Feldes zunichte gemacht wurden. Teams wie Caisse d’Epargne mit dem spanischen Favoriten Alejandro Valverde, Gerolsteiner mit dem Italiener Davide Rebellin sowie Lampre mit dem Italiener Damiano Cunego, machten die Pace an der Spitze des Feldes. In der zweiten Hälfte des Rennens begann es heftig zu regnen. Daraufhin stürzten etliche Profis auf den nun nassen Straßen.

Zwölf Kilometer vor der Ankunft in Huy versuchte Gustav Larsson (CSC) am “Cote de Ahin” auszureißen. Lediglich Fabian Wegmann (Gerolsteiner) sowie der Russe Alexander Efimkin (Quickstep) konnten dem Schweden folgen. Sechs Kilometer vor dem Ziel stürzte der lange 26-Jährige dann in einer Abfahrt. Der Deutsche Meister nutzte diesen Augenblick und setzte sich vom Russen Efimkin ab. Mit einem 15 Sekunden-Zeitpolster fuhr der 27-jährige Deutsche in den Anstieg der “Mauer”, wurde aber kurz vor dem Ziel gestellt.

Im zweiten Streckenabschnitt setzte starker Regen ein:




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Die “Hölle des Nordens” gewann Tom Boonen zum zweiten Mal              ©flickr/Cicli Passione (Raffa)

Die 106. Auflage des Frühjahrsklassikers Paris-Roubaix gewann am Wochenende der Belgier Tom Boonen vom Team Quick Step vor dem Schweizer Fabian Cancellara (CSC) und dem Italiener Alessandro Ballan (Lampre) souverän im Zielsprint. Bester Deutscher wurde Sven Krauss vom Team Gerolsteiner, der Rang 18 auf dem Kopfsteinpflaster belegte.

Im Velodrom von Roubaix setzte sich Boonen souverän gegen den Schweizer Fabian Cancellara und den Italiener Alessandro Ballan im Sprint durch. “Im Finale war ich der Frischeste. Zuletzt gab es viel Kritik, heute habe ich es den Kritikern gezeigt”, erläuterte der Sieger glücklich im Ziel. Für den Belgier war das nach 2005 bereits der zweite Titel bei der “Königin der Klassiker“.

Vierter noch vor dem Vorjahressieger Stuart O’Grady (CSC) ist überraschend der Niederländer Martijn Maaskant vom Team Slipstream mit einem Rückstand von 3:39 Minuten geworden Als bester Deutscher erreichte Der 25-jährige Sven Krauss kam als bester Deutscher 7:18 Minuten hinter dem Belgier als 18. im Ziel in Roubaix an.

Eindrücke von der “Hölle des Nordens”:

Auch in diesem Jahr war die “Hölle des Nordens” mit seinen 28 Kopfsteinpflaster-Passagen und einer Länge von 52,8 Kilometer wieder enorm spannend. Etliche Profis stürzten auf den holprigen Kopfsteinpflaster-Passagen. Zum Glück waren es aber keine schwerwiegenden Verletzungen. Hunderttausende Zuschauer die an der Strecke verharrten, kamen besonders bei den holprigen Passagen auf ihre Kosten.

Die Entscheidung fiel zirka 35 Kilometer vor dem Ziel als der Schweizer Fabian Cancellara attakierte. Nur Boonen und Ballan konnten dem Sieger des Klassikers Mailand-San Remo folgen. Das Trio fuhr schnell ein dickes Zeitpolster auf die Verfolger um Vorjahressieger Stuart O’Grady und den diesjährigen Flandern-Rundfahrt-Sieger Stijn Devolder heraus.

UCI-Gesamtwertung:

1 André GREIPEL 62 Punkte

2 Alberto CONTADO 58

3 Stijn DEVOLDER 50

4 Jose ROJAS GIL 45

5 Cadel EVANS 42

6 Oscar FREIRE 40




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