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Gestern gingen die Radprofis beim Ardennen-Klassiker im Baskenland and den Start. Den Auftakt der 48. Auflage der Rundfahrt im Hinterland von Bilbao und San Sebastian, bei der wieder Kletterqualitäten gefragt sind, gewann Alberto Contador vom Team Astana.
Alberto Contador hat die erste Etappe der Baskenland-Rundfahrt gewonnen. Der umstrittene Tour-de-France-Sieger setzte sich nach 137 Kilometern rund um Legazpia vor seinen Landsleuten Ezequiel Mosquera und David Herrero durch. Sieben Kilometer vor dem Ziel attackierte Contador am letzten Anstieg und passierte gemeinsam mit Mosquera die Bergwertung mit einem Vorsprung von zehn Sekunden auf das Hauptfeld. Anschließend schüttelte er seinen Verfolger ab und gewann souverän die erste Etappe.
Noch fünf Etappen sind zu absolvieren. Die insgesamt 838 Kilometer führen dauerhaft über Berge und durch Täler. Mindestens vier Bergwertungen stehen an den ersten fünf Tagen pro Teilstück auf dem Programm. Aber kein Tagesabschnitt endet auf einer Passhöhe. Man rechnet damit, dass das abschließende Zeitfahren über 20 Kilometer mit den beiden Anstiegen wohl die Entscheidung über den Nachfolger von Vorjahressieger Juan Jose Cobo (Saunier Duval) bringt
19 Mannschaften nehmen dieses Jahr teil. Darunter befinden sich alle Teams der ProTour inklusive Astana sowie der spanische “Zweitligist” Karpin-Galicia. Ein großer Schlagabtausch auf höchstem Niveau scheint in Nordspanien garantiert.
Die Topfavoriten auf den Gesamtsieg sind dabei Auftaktgewinner Alberto Contador (Astana) und sein Tour-Kronprinz Cadel Evans (Silence). Doch auch das Team Saunier Duval will den dritten Sieg im Baskenland in Folge und schickt dafür Jose Angel Gomez Marchante und Riccardo Ricco ins Rennen. CSC hofft auf die Gebrüder Schleck und Carlos Sastre, dazu kommen Thomas Dekker (Rabobank), Vladimir Karpets und Luis Leon Sanchez (Caissse d’Epargne) sowie Damiano Cunego (Lampre) als weitere Mitfavoriten. [...mehr]
Der belgische Meister Stijn Devolder hat am Sonntag die traditionelle Flandern-Rundfahrt gewonnen. Der Profi vom Team Quick Step setzte sich nach 264 Kilometern mit 15 Sekunden Vorsprung auf seinem Landsmann Nick Nuyens (Cofidis) und dem Spanier Juan Antonio Flecha (Rabobank) durch.
Der Drittplatzierte war der erste Spanier, der seit der Premiere 1913 auf dem Siegerpodest stand. Vorjahressieger Alessandro Ballan (Lampre) wurde weitere sechs Sekunden dahinter Vierter vor George Hincapie vom High-Road-Rennstall. Nur noch 26 Fahrer waren am Ende des Radklassikers um den prestigeträchtigen Sieg im Rennen.
Devolder hatte zuvor viel Arbeit für seinen Kapitän Tom Boonen geleistet. Demnach schien seine Attacke 27 Kilometer vor dem Ziel der Konkurrenz wohl erst nur ein taktischer Schachzug von Quick Step zu sein. Doch der 28-Jährige zeigte seinen Verfolgern nicht nur für kurze Zeit das Hinterrad, sondern zog ein eindrucksvolles Solo bis ins Ziel durch. Die Verfolgergruppen mühten sich stetig, den Ausreißer irgendwie einzuholen. Doch der Profi aus Kortrijk war bei seinem Heimspiel einfach zu stark.
Unter dem Jubel der Fans in Ninove machte der erst im Winter vom Team Discovery Channel zu Quick Step gewechselte Hoffnungsträger den 65. belgischen Erfolg bei der 92. Auflage des großen Klassikers perfekt. “Noch nie habe ich in einem Rennen so gelitten. Zu der enormen Anstrengung kam ein technisches Problem, das mich sehr genervt hat: Meine Funkverbindung zum Teamleiterwagen war defekt, so dass ich zum Schluss immer die Motorradfahrer fragen musste, wie viel Vorsprung ich noch habe”, erläuterte Devolder zufrieden.
Nach dem zweiten Rennen der UCI-ProTour verteidigte Andre Greipel die Führung im Gesamtklassement: Der Sprinter aus Rostock, Dominator der “Tour Down Under” in Australien im Januar, hat 62 Punkte auf seinem Konto, Devolder folgt mit 50 Zählern. [...mehr]



