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Valverde (rechts) siegte bei dem Klassiker aller Klassiker     ©flickr/Scott McLean

Alejandro Valverde siegte bei der 94. Austragung von Lüttich-Bastogne-Lüttich. Damit feierte der Tour-de-France-Mitfavorit, dem auch eine Zusammenarbeit mit dem Doping-Arzt Eufemiano Fuentes unterstellt wurde, seinen ersten diesjährigen Klassiker-Sieg.

Der Spanier verwies Davide Rebellin vom Team Gerolsteiner, den Sieger von 2004, auf den zweiten Platz. Das Team des Italieners hatte ihm durch Attacken von Markus Fothen und Stefan Schumacher den Weg zum Podium bereitet. Valverde setzte 17 Kilometer vor dem Ziel die entscheidende Attacke und zusammen mit Rebellin und dem Luxemburger Frank Schleck konnte er sich absetzen. Im Sprint 38 Sekunden vor den ersten Verfolgern ließ Valverde im Lütticher Vorort Ans Rebellin keine Chance. Der 28-Jährige gewann damit beim ältesten aller Klassiker zum zweiten Mal nach 2006.

„Ich bin mit den heute zu Ende gegangenen drei Ardennen-Klassiker voll zufrieden. Vielleicht hätte Davide am Schluss gegen Valverde etwas früher attackieren müssen, aber dazu fehlte eventuell ein bisschen der Mut. Wir haben heute sicher Werbung für uns gemacht mit der Attacke von Fothen und dem Finale von Rebellin. Das ist im Hinblick auf unsere Suche nach einem neuen Sponsor für 2009 sicher nicht schlecht“, erörterte der Gerolsteiner-Chef Hans-Michael Holczer nach dem Rennen.

Am Vormittag hatte Holczer den Kontakt zu zwei deutschen Firmen, die über eine Übernahme seines Rennstalls für das nächste Jahr beraten. „In vier bis sechs Wochen wissen wir Bescheid“, meinte er. Der Wert seines Teams wird pro Jahr auf rund acht Millionen Euro geschätzt.

1892 wurde dieser Klassiker das erste Mal ausgetragen. Einziger deutscher Sieger bei diesem kräftezehrenden Rennen mit etlichen Berg- und Talfahrten über insgesamt 12 Anstiege war Dietrich Thurau , der 1979 dort gewinnen konnte.

Ausschnitte von dem Klassiker 2006, den Valverde auch gewann:




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Es war die 72. Auflage des “Wallonischen Pfeils”            ©flickr/runjudrun

Kim Kirchen vom Team High Road hat am Mittwoch die 72. Austragung des “Fleche Wallonne” in den belgischen Ardennen gewonnen. An der “Mauer von Huy” setzte er sich gegen Cadel Evans (Silence) und Damiano Cunego (Lampre) durch. Damit und errang er als erster Luxemburger diesen prestigeträchtigen Sieg.

Wegmann vom Team Gerolsteiner lag bis einen halben Kilometer vor dem Ziel alleine in Front. Jedoch wurde der Deutsche Meister an der bis zu 22% steilen Rampe eingeholt und kam mit 53 Sekunden Rückstand als 30. ins Ziel. Bester Deutscher wurde Stefan Schumacher. Wegmanns Teamkollege fuhr 32 Sekunden hinter dem Sieger als 19. ein.

Kim Kirchen vom Team High Road gewann den Klassiker            ©flickr/mnorri“Zweiter war ich bereits. Drei oder vier Jahre geht das nun schon so, heute war ich endlich einmal der Stärkste”, meinte der Sieger hocherfreut. 199 Fahrer von 25 Teams waren am Vormittag in Charleroi bei sonnigen Bedingungen am Start der 199,5 Kilometer langen 72. Auflage des “Wallonischen Pfeils”. Anfänglich gab es einige Ausreißversuche, die jedoch vom hohen Tempo des Feldes zunichte gemacht wurden. Teams wie Caisse d’Epargne mit dem spanischen Favoriten Alejandro Valverde, Gerolsteiner mit dem Italiener Davide Rebellin sowie Lampre mit dem Italiener Damiano Cunego, machten die Pace an der Spitze des Feldes. In der zweiten Hälfte des Rennens begann es heftig zu regnen. Daraufhin stürzten etliche Profis auf den nun nassen Straßen.

Zwölf Kilometer vor der Ankunft in Huy versuchte Gustav Larsson (CSC) am “Cote de Ahin” auszureißen. Lediglich Fabian Wegmann (Gerolsteiner) sowie der Russe Alexander Efimkin (Quickstep) konnten dem Schweden folgen. Sechs Kilometer vor dem Ziel stürzte der lange 26-Jährige dann in einer Abfahrt. Der Deutsche Meister nutzte diesen Augenblick und setzte sich vom Russen Efimkin ab. Mit einem 15 Sekunden-Zeitpolster fuhr der 27-jährige Deutsche in den Anstieg der “Mauer”, wurde aber kurz vor dem Ziel gestellt.

Im zweiten Streckenabschnitt setzte starker Regen ein:




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Die “Hölle des Nordens” gewann Tom Boonen zum zweiten Mal              ©flickr/Cicli Passione (Raffa)

Die 106. Auflage des Frühjahrsklassikers Paris-Roubaix gewann am Wochenende der Belgier Tom Boonen vom Team Quick Step vor dem Schweizer Fabian Cancellara (CSC) und dem Italiener Alessandro Ballan (Lampre) souverän im Zielsprint. Bester Deutscher wurde Sven Krauss vom Team Gerolsteiner, der Rang 18 auf dem Kopfsteinpflaster belegte.

Im Velodrom von Roubaix setzte sich Boonen souverän gegen den Schweizer Fabian Cancellara und den Italiener Alessandro Ballan im Sprint durch. “Im Finale war ich der Frischeste. Zuletzt gab es viel Kritik, heute habe ich es den Kritikern gezeigt”, erläuterte der Sieger glücklich im Ziel. Für den Belgier war das nach 2005 bereits der zweite Titel bei der “Königin der Klassiker“.

Vierter noch vor dem Vorjahressieger Stuart O’Grady (CSC) ist überraschend der Niederländer Martijn Maaskant vom Team Slipstream mit einem Rückstand von 3:39 Minuten geworden Als bester Deutscher erreichte Der 25-jährige Sven Krauss kam als bester Deutscher 7:18 Minuten hinter dem Belgier als 18. im Ziel in Roubaix an.

Eindrücke von der “Hölle des Nordens”:

Auch in diesem Jahr war die “Hölle des Nordens” mit seinen 28 Kopfsteinpflaster-Passagen und einer Länge von 52,8 Kilometer wieder enorm spannend. Etliche Profis stürzten auf den holprigen Kopfsteinpflaster-Passagen. Zum Glück waren es aber keine schwerwiegenden Verletzungen. Hunderttausende Zuschauer die an der Strecke verharrten, kamen besonders bei den holprigen Passagen auf ihre Kosten.

Die Entscheidung fiel zirka 35 Kilometer vor dem Ziel als der Schweizer Fabian Cancellara attakierte. Nur Boonen und Ballan konnten dem Sieger des Klassikers Mailand-San Remo folgen. Das Trio fuhr schnell ein dickes Zeitpolster auf die Verfolger um Vorjahressieger Stuart O’Grady und den diesjährigen Flandern-Rundfahrt-Sieger Stijn Devolder heraus.

UCI-Gesamtwertung:

1 André GREIPEL 62 Punkte

2 Alberto CONTADO 58

3 Stijn DEVOLDER 50

4 Jose ROJAS GIL 45

5 Cadel EVANS 42

6 Oscar FREIRE 40




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Alberto Contador gewann die Auftaktetappe        ©flickr/ijphotos.com

Gestern gingen die Radprofis beim Ardennen-Klassiker im Baskenland and den Start. Den Auftakt der 48. Auflage der Rundfahrt im Hinterland von Bilbao und San Sebastian, bei der wieder Kletterqualitäten gefragt sind, gewann Alberto Contador vom Team Astana.

Alberto Contador hat die erste Etappe der Baskenland-Rundfahrt gewonnen. Der umstrittene Tour-de-France-Sieger setzte sich nach 137 Kilometern rund um Legazpia vor seinen Landsleuten Ezequiel Mosquera und David Herrero durch. Sieben Kilometer vor dem Ziel attackierte Contador am letzten Anstieg und passierte gemeinsam mit Mosquera die Bergwertung mit einem Vorsprung von zehn Sekunden auf das Hauptfeld. Anschließend schüttelte er seinen Verfolger ab und gewann souverän die erste Etappe.

Noch fünf Etappen sind zu absolvieren. Die insgesamt 838 Kilometer führen dauerhaft über Berge und durch Täler. Mindestens vier Bergwertungen stehen an den ersten fünf Tagen pro Teilstück auf dem Programm. Aber kein Tagesabschnitt endet auf einer Passhöhe. Man rechnet damit, dass das abschließende Zeitfahren über 20 Kilometer mit den beiden Anstiegen wohl die Entscheidung über den Nachfolger von Vorjahressieger Juan Jose Cobo (Saunier Duval) bringt

19 Mannschaften nehmen dieses Jahr teil. Darunter befinden sich alle Teams der ProTour inklusive Astana sowie der spanische “Zweitligist” Karpin-Galicia. Ein großer Schlagabtausch auf höchstem Niveau scheint in Nordspanien garantiert.

Die Topfavoriten auf den Gesamtsieg sind dabei Auftaktgewinner Alberto Contador (Astana) und sein Tour-Kronprinz Cadel Evans (Silence). Doch auch das Team Saunier Duval will den dritten Sieg im Baskenland in Folge und schickt dafür Jose Angel Gomez Marchante und Riccardo Ricco ins Rennen. CSC hofft auf die Gebrüder Schleck und Carlos Sastre, dazu kommen Thomas Dekker (Rabobank), Vladimir Karpets und Luis Leon Sanchez (Caissse d’Epargne) sowie Damiano Cunego (Lampre) als weitere Mitfavoriten.    [...mehr]


Bei diesem Frühjahres-Klassiker geht es über viel Kopfsteinpflaster       ©flickr/tretlagernews.de

Der belgische Meister Stijn Devolder hat am Sonntag die traditionelle Flandern-Rundfahrt gewonnen. Der Profi vom Team Quick Step setzte sich nach 264 Kilometern mit 15 Sekunden Vorsprung auf seinem Landsmann Nick Nuyens (Cofidis) und dem Spanier Juan Antonio Flecha (Rabobank) durch.

Der Drittplatzierte war der erste Spanier, der seit der Premiere 1913 auf dem Siegerpodest stand. Vorjahressieger Alessandro Ballan (Lampre) wurde weitere sechs Sekunden dahinter Vierter vor George Hincapie vom High-Road-Rennstall. Nur noch 26 Fahrer waren am Ende des Radklassikers um den prestigeträchtigen Sieg im Rennen.

Devolder hatte zuvor viel Arbeit für seinen Kapitän Tom Boonen geleistet. Demnach schien seine Attacke 27 Kilometer vor dem Ziel der Konkurrenz wohl erst nur ein taktischer Schachzug von Quick Step zu sein. Doch der 28-Jährige zeigte seinen Verfolgern nicht nur für kurze Zeit das Hinterrad, sondern zog ein eindrucksvolles Solo bis ins Ziel durch. Die Verfolgergruppen mühten sich stetig, den Ausreißer irgendwie einzuholen. Doch der Profi aus Kortrijk war bei seinem Heimspiel einfach zu stark.

Unter dem Jubel der Fans in Ninove machte der erst im Winter vom Team Discovery Channel zu Quick Step gewechselte Hoffnungsträger den 65. belgischen Erfolg bei der 92. Auflage des großen Klassikers perfekt. “Noch nie habe ich in einem Rennen so gelitten. Zu der enormen Anstrengung kam ein technisches Problem, das mich sehr genervt hat: Meine Funkverbindung zum Teamleiterwagen war defekt, so dass ich zum Schluss immer die Motorradfahrer fragen musste, wie viel Vorsprung ich noch habe”, erläuterte Devolder zufrieden.

Nach dem zweiten Rennen der UCI-ProTour verteidigte Andre Greipel die Führung im Gesamtklassement: Der Sprinter aus Rostock, Dominator der “Tour Down Under” in Australien im Januar, hat 62 Punkte auf seinem Konto, Devolder folgt mit 50 Zählern.    [...mehr]


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