» Reiten
Satchmo wollte nicht so wie seine Reiterin und patzte bei der ersten Piaffe: Trotz des Aussetzers ihres Pferdes hat sich Isabell Werth bei den Olympischen Spielen in Hongkong an die Spitze der Dressurreiter gesetzt. Mit 75,200 Prozent gewann die frisch gebackene Olympiasiegerin mit der Equipe knapp vor der Niederländerin Anky van Grunsven den Grand Prix Special. Auch weiter auf Medaillenkurs in der Einzelwertung ist Werths Teamkollegin Heike Kemmer.
[...mehr]
Der Euphorie der ersten Tage der Olympischen Spiele in Hongkong ist am Freitag leichte Ernüchterung gefolgt. Im ersten Qualifikationsspringen gelang keinem der deutschen Reiter eine Nullrunde, alle vier hatten Abwürfe und Zeitfehler zu verzeichnen. Dennoch zeigte sich Bundestrainer Kurt Gravemeier zufrieden: “Wir werden in den nächsten Springen noch zulegen müssen und werden das am Sonntag und Montag im Nationenpreis auch zeigen.”
[...mehr]
Niederlande gegen Deutschland, das ist das Duell der Reitsportgiganten: Heike Kemmer auf Bonaparte, Nadine Capellmann auf Elvis und die überragende Isabell Werth auf Satchmo haben heute Gold mit der Equipe gewonnen. Silber ging an die Niederlande mit der zweifachen Olympiasiegerin Anky van Grunsven auf Salinero, Bronze an Dänemark.
[...mehr]
Die goldenen Reiter kommen aus Deutschland: Nachdem die Vielseitigkeitsreiter gestern Gold im Einzel und mit der Equipe gewonnen haben, liegen nun die Dressurreiter auf Goldkurs. Mit 72,25 Prozent für ihre Vorstellung im Grand Prix brachte Heike Kemmer mit Bonaparte das Team in eine gute Ausgangsposition für die Mannschaftsentscheidung am Donnerstag.
[...mehr]
Hinrich Romeike ist Doppelolympiasieger in der Vielseitigkeit. In einem Springen, das spannender kaum hätte sein können, gewann der Zahnarzt aus dem holsteinischen Nübbel mit seinem Schimmel Marius nach Gold mit der Equipe auch den Titel in der Einzelwertung.
[...mehr]
Goldener Dienstag für die deutschen Sportler: Die Vielseitigkeits-Equipe gewann Gold vor Australien und Großbritannien. Hinrich Romeike mit Marius, Ingrid Klimke mit Abraxxas, Andreas Dibowski mit Butts Leon, Frank Ostholt mit Mr. Medicott und Peter Thomsen mit The Ghost of Hamish präsentierten sich in überragender Form. Schon vor dem letzten Reiter war der Sieg der deutschen Equipe perfekt.
[...mehr]
Die deutsche Equipe reitet im Vielseitigkeits-Wettbewerb auf Gold-Kurs, und auch im Einzel ist Gold in Hufweite. Das Quintett glänzte beim Geländeritt und überholte die Australier. Dahinter liegt Großbritannien auf Rang drei. “Es fehlt ein einziger Tag”, sagte Hinrich Romeike, “wir haben zwei Drittel im Sack.”
[...mehr]
Reiten bei den Olympischen Spielen
Reiten ist seit 1900 (außer 1904 und 1908) olympisch. In Peking wird in drei Disziplinen geritten: Springreiten, Dressurreiten und Vielseitigkeitsreiten, auch bekannt als Military. Es werden jeweils zwei Wettbewerbe ausgetragen: Im Einzel- und Mannschaftswettbewerb treten Frauen und Männer in gemischten Feldern an. Die olympischen Wettbewerbe finden nicht in Peking, sondern im Reitsportzentrum Hongkongs und am Sheung-Yue-Fluss (Geländeritt) statt.
Regeln
Dressurreiten: Ziel ist die völlige Harmonie zwischen Reiter und Pferd. Das Pferd muss auswendig vorher festgelegte Lektionen beherrschen. Bewertungskriterien sind die Gangarten (Schritt, Trab, Galopp), Tempowechsel, Piaffen, Passagen, Pirouetten und Wendungen.
Springreiten: Wettbewerb mit 15 bis 20 Hindernissen. Die Länge eines Umlaufs beträgt 600 bis 700 Meter. Für das Abwerfen von Hindernissen, Verweigerung des Pferdes, Stürze oder Zeitüberschreitungen gibt es Strafpunkte. Der Reiter mit der niedrigsten Zahl an Strafpunkten ist Sieger. Bei gleicher Punktzahl entscheidet ein Stechen.
Das Vielseitigkeitsreiten besteht aus einer Dressurprüfung, einem Geländeritt und einer Springprüfung.
Das ausführliche Regelwerk finden Sie bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung.
Favoriten
Deutschland als traditionell pferdestarke Nation reist mit großen Medaillenchancen in allen Disziplinen nach Hongkong. Es fehlt jedoch die Vielseitigkeitsreiterin Bettina Hoy, die 2004 auf tragische Weise ihre Goldmedaille verlor, sie hatte zweimal die Startlinie überquert. Im Vielseitigkeitsreiten konkurrieren Sportler und Pferde aus Großbritannien, den USA, Frankreich und Deutschland. Im Dressurreiten ist die Niederländerin Anky van Grunsven die herausragende Reiterin, den Deutschen indes dürfte Gold mit der Equipe kaum zu nehmen sein. Im Springreiten müssen Meredith Michaels-Beerbaum und Ludger Beerbaum die Reiter aus den USA am meisten fürchten.
Deutsche Teilnehmer
Dressur: Nadine Capellmann, Heike Kemmer, Isabell Werth. Springreiten: Meredith Michaels-Beerbaum, Christian Ahlmann, Ludger Beerbaum, Marco Kutscher. Vielseitigkeit: Ingrid Klimke, Andreas Dibowski, Frank Ostholt, Hinrich Romeike, Peter Thomsen.
Die olympischen Sportarten: Badminton, Baseball, Basketball, Beachvolleyball, Bogenschießen, Boxen, Fechten, Fußball, Gewichtheben, Handball, Hockey, Judo, Kanu, Leichtathletik, Moderner Fünfkampf, Radsport, Reiten, Ringen, Rudern, Schießen, Schwimmen (Wassersport), Segeln, Softball, Taekwondo, Tennis, Tischtennis, Triathlon, Turnen, Volleyball
[...mehr]







