» Schwimmen

Beijing National Aquatics Centre / Foto: Wikipedia

Die Deutschen Schwimmer gingen am zweiten Tag der olympischen Wettkämpfe baden. Sarah Poewe, Helge Meeuw und Thomas Rupprath schieden enttäuschend aus. Immerhin zwei Leuchttürme gab es in dem Debakel: Antje Buschschulte erreichte über 100 m Rücken das Halbfinale. Der deutsche Rekordhalter Paul Biedermann qualifizierte sich auf der 200-m-Freistil-Strecke für die Runde der letzten 16. Am Morgen hatte die 4×100-m-Freistilstaffel der Frauen einen ordentlichen 5. Platz belegt.

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Olympische Spiele in Peking 2008
Erste Medaille für die deutschen Athleten: Ditte Kotzian und Heike Fischer gewannen Bronze im Synchronspringen vom 3-m-Brett. Gold ging erwartungsgemäß an Guo Jingjing und Wu Minxia aus China, die bereits in Athen 2004 siegten. Silber gewannen die Russinnen Julia Pachalina und Anastassia Posdnijakowa. Für China war es das vierte Gold von Peking.

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Michael Phelps / Foto: Wikipedia

Das 4×100-m-Freistil-Quartett der Frauen hat die erste deutsche Medaille bei den Olympischen Spielen verpasst. Nach Platz zwei in den Vorläufen belegten Britta Steffen, Meike Freitag, Daniela Götz und Antje Buschschulte in 3:36,85 Minuten den fünften Platz. Michael Phelps gewann die 400 m Lagen mit Weltrekord.

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Olympische Spiele in Peking 2008
Der Staffel-Verzicht von Schwimm-Star Britta Steffen verwundert den dreifachen Olympiasieger Michael Groß. Dennoch glaubt er, dass Steffen bei Olympia einer der deutschen Stars werden kann. “Eine Medaillenchance ist eine Medaillenchance. Ich hätte ihr geraten, jede Gelegenheit zu nutzen, weil sie es sonst später bereuen könnte”, sagte Groß in einem Interview der Tageszeitung Die Welt.

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Der US-Amerikaner Michael Phelps hat sich bei den Sommerspielen besonders viel vorgenommen. Schwimm-Starts in mindestens acht Wettbewerben warten auf den Olympiasieger und Weltmeister im Nautic Center von Peking. Schwimm-Experten vermuten, der 23-Jährige wird die Bestmarke von Landsmann Mark Spitz, der 1972 sieben Mal Gold bei den Spielen in München errang, toppen können. Nur vier Medaillen fehlen Phelps noch, um der erfolgreichste Olympionik aller Zeiten zu werden. In Athen holte er sechs Mal Gold. Böse Zungen behaupten, der US-Boy habe in Peking nicht mal Zeit sich abzutrocknen.

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Autor: Sonja Beckmann

SCHWIMMEN Dumm geschwommen - am Wochenende stellte die Österreicherin Mirna Jukic einen Europarekord über 200 Meter Brust auf, doch der wird möglicherweise nicht anerkannt. Das Becken in Schwechat bei Wien war laut Medienberichten nicht 50 Meter lang, sondern nur 49,96 Meter. Jukic war die 199,84 Meter Brust in 2:23,90 Minuten geschwommen.

Heikki Kovalainen (li.) und Lewis Hamilton © stu1406/FlickrStorm

FORMEL 1 Mclaren-Mercedes verlängerte den Vertrag mit Heikki Kovalainen. Der Finne wird auch 2009 an der Seite von Lewis Hamilton fahren. “Wir sind froh, mit Heikki weiter zu arbeiten, und glauben fest daran, dass er demnächst nicht nur eine Pole Position wie in Silverstone belegen wird, sondern auch im Rennen eine solche oder ähnliche Position erreicht”, sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Damit sind vorerst die Spekulationen über einen möglichen Wechsel von Nico Rosberg von der Piste gefegt.

OLYMPISCHE SPIELE Ein südkoreanischer Kameramann hat eines der am besten gehüteten olympischen Geheimnisse teilweise gelüftet. Der Mitarbeiter des privaten TV-Senders SBS schmuggelte sich trotz strenger Sicherheitsvorkehrungen in eine Kostümprobe für die Eröffnungsfeier, sein Sender veröffentlichte die Aufnahmen am Dienstag und stellte sie zeitweise ins Internet. In den Ausschnitten zeigten Hunderte von Männern ihre Kampfkünste, tanzten oder trommelten. Eine große Erdkugel war in der Mitte des Stadions zu sehen. Mit blauem Licht wurden Wale ans Tribünendach projiziert.    [...mehr]


Bei den in einem Monat beginnenden Olympischen Spielen erwarten die US-Athleten einen harten Kampf um Medaillen mit dem Gastgeber China. Die Ausnahmesportler Michael Phelps, Tyson Gay und Co. sollen alles geben, dass die sportliche Ausnahmestellung der USA in der Sportwelt bestehen bleibt und sie für einen Spitzenplatz in der Medaillenwertung sorgen.

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Schießen, erste Disziplin des Modernen Fünfkampfs © Katka S./FlickrStorm

Geschichte des Modernen Fünfkampfs (Pentathlon)

Pierre de Coubertin, der Begründer der Olympischen Spiele der Neuzeit, hat den Modernen Fünfkampf konzipiert. Er lehnt sich nur grob an den antiken Pentathlon an, der Diskuswurf, Weitsprung, Speerwurf, Stadionlauf und einem Ringkampf vereinte. Die modernen Disziplinen sind Fechten, Schießen, Schwimmen, Springreiten und Crosslauf.

Einer abenteuerlichen Legende nach geht der Moderne Fünfkampf auf einen Meldereiter zurück, dessen Pferd im feindlichen Gelände getötet wird. Der Soldat verteidigt sich erst mit der Pistole, dann mit dem Degen. Schließlich gelingt ihm die Flucht. Er durchschwimmt einen Fluss und erreicht rennend sein Ziel.

Der Moderne Fünfkampf sollte den idealen Athleten ermitteln. Die Sportart wurde als olympischer Wettbewerb konzipiert und erstmals 1912 in Stockholm ausgetragen, seit 2000 kämpfen auch Frauen um Gold, Silber und Bronze.

Regeln

Olympische Spiele in Peking 2008

Schießen: Mit einer 4.5 mm Luftpistole stehend auf ein 10 Meter entferntes Ziel schießen. Jeder Konkurrent hat 20 Schüsse.
Degenfechten: Jeder gegen jeden auf einen Treffer, gelingt kein Treffer innerhalb einer Minute, gibt es eine Doppelniederlage.
Schwimmen: 200 Meter Freistil.
Springreiten: Durchreiten eines 350 bis 400 Meter langen Parcours mit 12 bis 15 Hindernissen. Dabei werden die Pferde zugelost.
3000 Meter Crosslauf: Letzte der fünf Disziplinen; beim Handicapstart (die bisherigen Punkte werden in Sekunden umgerechnet, der Führende startet zuerst) gilt: Wer als erster die Ziellinie passiert, hat den Modernen Fünfkampf gewonnen.

Sheila Taormina, eine der Favoritinnen © www.sheilat.com

Favoriten

Prognosen sind beim Modernen Fünfkampf schwierig, neben der Komplexität der Sportart braucht es auch ein wenig Glück beim Auslosen der Pferde. Bei der WM 2008 in Budapest gewann der Russe Ilia Frolov, Silber ging an David Svoboda aus Tschechien, Bronze an den Weißrussen Yahor Lapo. Bei den Damen siegte Amelie Caze aus Frankreich vor Aya Medany aus Ägypten. Dritte wurde Brittin Katy Livingston. Die Deutsche Lena Schöneborn wurde Fünfte. Schillernste Athletin ist die Amerikanerin Sheila Taormina, 1996 Olympia-Siegerin im Schwimmen und 2004 und 2004 als Triathletin am Start.

Deutsche Teilnehmer

Eric Walther, 2003 Weltmeister, Steffen Gebhardt, Lena Schöneborn, Vizeweltmeisterin 2007, und Eva Trautmann. Eine Medaille liegt im Bereich des Möglichen.

Die olympischen Sportarten: Badminton, Baseball, Basketball, Bogenschießen, Boxen, Fechten, Fußball, Gewichtheben, Handball, Hockey, Judo, Kanu, Leichtathletik, Moderner Fünfkampf, Radsport, Reiten, Ringen, Rudern, Schießen, Schwimmen/ Wassersport, Segeln, Softball, Taekwondo, Tennis, Tischtennis, Triathlon, Turnen, Volleyball

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Sheila Toarmina, olympische Rekordhalterin der besonderen Art © www.sheilat.com

Sheila Taormina hat sich zum vierten Mal für die Olympischen Spiele qualifiziert. Diese Leistung ist an sich schon bemerkenswert, doch der Amerikanerin hat Einmaliges geschafft: Taormina ist die erste Athletin, der es gelingt, bei Olympischen Spielen in drei unterschiedlichen Sportarten anzutreten. In Peking startet die 39-Jährige im Modernen Fünfkampf.

Olympiasiegerin im Schwimmen ist Taormina bereits; sie gewann 1996 in Atlanta Gold mit der 4×200-Meter-Staffel. Danach verband sie das Kraulen abwechslungshalber mit Radfahren und Laufen. Bei den Spielen 2000 und 2004 startete sie als Triathletin; in Sydney wurde sie respektable Sechste.    [...mehr]


Zunächst gab es Ärger um Schwimmanzüge, Normen und den Staffelverzicht über 4 x 200 m Freistil von Britta Steffen, dann purzelten in Berlin die Rekorde: Deutschlands Schwimmer haben sich aus dem Wellental bei der Meisterschaft und Qualifikation für Peking mit drei europäischen und sieben deutschen Bestmarken herausgeschwommen.

Helge Meeuw gehört nach Europarekord und Weltjahresbestzeit über 100 m Rücken (53,10) ebenso zu den Medaillenkandidaten wie Europarekordlerin Sarah Poewe über 100 m Brust (1:07,10). Hoffnung machen zudem die Auftritte von Paul Biedermann und Steffen Deibler. Biedermann, der in Peking über 200 m Freistil auf den US-Star Michael Phelps trifft, verbesserte seinem deutschen Rekord vom EM-Triumph in Eindhoven (1:46,37). Deibler stellte über 100 m Freistil (48,55) sowie im Sprint über die 50 m Freistil (22,11) zwei nationale Bestmarken auf.

Steffen bewies nach der scharfen Kritik an ihrem Start- und Staffelverzicht über 200 m Freistil Nervenstärke und untermauerte mit Europarekord über 100 m Freistil (53,20 Sekunden) ihre Ambitionen.

Die Berliner Goldhoffnung führt den 25-köpfigen Kader an, den der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) für die Olympischen Spiele in Peking zur Nominierung vorschlagen wird. 15 Frauen und 10 Männer sollen für den DSV in China um Medaillen kämpfen.

Der Kader:

Frauen: Antje Buschschulte (Magdeburg), Petra Dallmann (Heidelberg), Jaana Ehmcke (Potsdam), Meike Freitag (Frankfurt), Daniela Götz (Erlangen), Nicole Hetzer (Burghausen), Annika Lurz (Würzburg), Sarah Poewe (Wuppertal), Anne Poleska (Krefeld), Daniela Samulski (Wuppertal), Katharina Schiller (Hildesheim), Sonja Schöber (SG Dortmund), Britta Steffen (Berlin), Lisa Vitting (Mülheim), Christin Zenner (Hildesheim).

Männer: Paul Biedermann (Halle/Saale), Lars Conrad (Hannover), Markus Deibler (Biberach), Steffen Deibler (Biberach), Stefan Herbst (Leutzsch), Christian Kubusch (Magdeburg), Helge Meeuw (Frankfurt), Thomas Rupprath (Rostock), Jens Schreiber (Hannover), Benjamin Starke (Berlin).    [...mehr]


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