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Bode Miller holte sich mit seinem “Bode Team America“ die große Kristallkugel     ©flickr/MykDee

Am Ende waren es nicht die österreichischen Skirennläufer, sondern Bode Miller und Lindsey Vonn, die die großen Kristallkugeln für den Gewinn des Gesamtweltcups entgegen nahmen. Und auch die kleine Kugel für den Besten im Riesenslalom bei den Männern ging an den Amerikaner Ted Ligety. Die Deutsche Maria Riesch sicherte sich den Gewinn der Wertungen im Super-G und in der Super-Kombination.

Zwei Größen dieses Winters: Maria Riesch und Lindsey Vonn          ©flickr/dbsteersDie beiden US-amerikanischen Skistars nahmen ihre Trophäen am Wochenende beim Weltcupfinale im italienischen Bormio entgegen. Miller fand es “cool, dass zwei Amerikaner den Europäern die Gesamtweltcup-Siege weggeschnappt haben”. Zuletzt gelang dieser Coup vor 25 Jahren, als sich Phil Mahre und Tamara McKinney zu den besten Skifahrern eines Winters krönten. Der exzentrische Skifahrer, der sich dieses Jahr vom US-Skiteam ablöste und in seinem “Bode Team America“ exzellent agierte, befand aber auch gleichzeitig: “Ich glaube nicht, dass das in den USA große Wellen schlägt.”

Lindsey Vonn war nach dem Gewinn der großen Kristallkugel außer sich vor Freude: “Der Gewinn des Gesamtweltcups war das größte Ziel in meinem Leben. Ich bin so froh, dass ich das geschafft habe.” Die 23-Jährige holte die meisten ihrer 1403 Punkte - nämlich 755 - in der Abfahrt, wofür ihr auch die kleine Kugel überreicht wurde.

Ted Ligety gewann überraschend die kleine Kugel im Riesenslalom    ©flickr/federica84Ted Ligety war in dieser Saison der dritte US-amerikanische Stern. “Das ist mehr als ein Traum, der wahr wird”, meinte der 23-Jährige, der die Riesenslalom-Wertung vor den sonst so erfolgsverwöhnten Österreichern in dieser Disziplin gewann.

Dass Deutschland in der alpinen Skiwelt wieder an Prestige gewann, lag einzig an Maria Riesch, die mit den Wertungssiegen im Super-G und in der Super-Kombination zwei kleine Kristallkugeln mit nach hause nehmen darf. Der deutsche Alpin-Direktor Wolfgang Maier sagte zu der starken Leistung der Partenkirchenerin: “Dieser Erfolg von Maria hat einen hohen Stellenwert für den ganzen alpinen Skisport in Deutschland.”



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Gefährlicher Sport, Schwere Stürze passieren trotz großer Sicherheitsmaßnahmen immer wieder

Nach einem schwerwiegenden Sturz letztes Wochenende im norwegischen Kvitfjell beim Weltcup im Super-G musste dem österreichischen Rennfahrer Matthias Lanzinger letzte Nacht der Unterschenkel amputiert werden. Die FIS kündigt eine Untersuchung an.

Bis spät in die Nacht versuchten die Ärzte alles Erdenkliche, um das Bein des jungen Österreichers zu retten. Noch am Dienstag wurde die Operation in Oslo durchgeführt. Nachdem sich der Zustand von Lanzinger erheblich verschlechterte, war die geplante Verlegung nach Salzburg nicht mehr realisierbar. Alle Bemühungen in der Osloer Klinik waren vergeblich. Dem 27-Jährigen musste nach dem bösen Unfall auf der Olympia-Strecke der linke Unterschenkel amputiert werden.

Bei dem schweren Sturz letzten Sonntag hatte sich der Abtenauer einen offenen, sehr komplizierten Bruch des linken Schien- und Wadenbeines zugezogen. Am selben Tag wurde er das erste Mal operiert, wo Komplikationen wegen starker Gefäßverletzungen auftraten. Lanzinger ist deshalb in ein künstliches Koma versetzt worden.

Der österreichische Skistar Hermann Maier verlor 2001 fast sein BeinNach Ansicht des Österreichischen Ski-Verbandes (ÖSV) hat der Abtransport nach dem Unfall angeblich viel zu lange gedauert. Diesbezüglich überlegt der ÖSV nun rechtliche Schritte gegen den Veranstalter einzuleiten. “Jeder Läufer weiß, dass es ein Restrisiko gibt. Aber dass man nach einem Beinbruch sein Bein verliert, ist unvorstellbar”, meinte ÖSV-Alpinchef Hans Pum. Der Unfallchirurg Artur Trost, der dem österreichischen Skistar Hermann Maier 2001 den Unterschenkel rettete, sagte dazu: “Wahnsinn, dass Matthias fünf Stunden transportiert wurde. Da geht es um jede Minute.”

Der Internationale Ski-Verband (FIS) erwägt nun den Fall zu untersuchen. Nachdem der Verunglückte vom Zielraum in das Krankenhaus von Lillehammer geflogen wurde, stellt man dort fest, dass die Klinik nicht über die notwendigen Gerätschaften für so eine Operation verfüge. Daraufhin ging dann erst der Transport in die norwegische Hauptstadt weiter. Der deutsche FIS-Renndirektor Günter Hujara kündigte eine sehr genaue Überprüfung an.

Aber gerettet wird dadurch das Bein des talentierten österreichischen Alpinfahrers auch nicht mehr!



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Autor: Sonja Beckmann

SKI ALPIN Bei der Abfahrt auf der Streif erlitt der Amerikaner Scott Macartney nach einem Horrorsturz ein isoliertes Schädel-Hirn-Trauma. Nach einem Fahrfehler verlor Macartney beim Zielsprung die Kontrolle und knallte so brachial auf die Piste, dass sein Helm brach. Er wurde in ein Innsbrucker Krankenhaus eingeliefert und ins künstliche Koma versetzt.

TENNIS Bei den Australian Open hat Philipp Kohlschreiber das Achtelfinale erreicht. Er verwandelte seinen fünften Matchball gegen Andy Roddick und siegte mit 6:4, 3:6, 7:6 (11:9), 6:7 (3:7), 8:6. Der Amerikaner schlug zwar 42 Asse, doch Kohlschreiber spielte das feinere Tennis und düpierte Roddick mit perfekt platzierten Rückhandpassierbällen. “Wir haben beide erstklassiges Tennis gespielt”, sagte der deutsche Davis-Cup-Spieler nach dem 3:52 Stunden langen Match, “es ist ein großartiges Gefühl, einen so guten Spieler wie Andy zu schlagen.” Im Achtelfinale wartet nun der Finne Jarkko Nieminen.

MOTORSPORT Beim Gehalt war Ralf Schumacher in der Spitzengruppe der Formel 1, auf der Piste eher selten. Nun soll er sein Gnadenbrot bei Mercedes in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft einfahren. “Ralf ist bis heute ein Spitzenfahrer, er war nicht umsonst zehn Jahre in der Formel 1″, lobte Mercedes-Sportchef Norbert Haug.    [...mehr]


Das zurückliegende Wochenende endete für die deutschen Wintersportler äußerst erfolgreich, konnte doch in fast jeder Sportart ein Podestplatz errungen werden.

Besonders erfolgreichen waren die deutschen Biathletinnen. Zwei Weltcupsiege durch Martina Glagow sowie insgesamt sechs Podestplätze zeugen von einer sehr guten Leistung unserer Damen, die damit ohne Problem an die erfolgreiche vergangene Saison anknüpfen. Bei den Herren lief es noch nicht so optimal, nur Carsten Pump gelang der Sprung unter die ersten Drei. Dafür verantwortlich war vor allem die Unkonzentriertheit beim Schießen.

Bei den Nordischen Kombinierern gab es gleich zwei deutsche Sieger, Ronny Ackermann und Björn Kircheisen gewannen die im finnischen Kuusamo ausgetragenen Weltcups im Sprint und über 15 Kilometer. In einer Woche im norwegischen Trondheim möchten beide an ihre sensationellen Leistungen vom Wochenende anschließen.

Anni Friesinger sicherte sich in Russland den 47. Weltcup-Sieg ihrer Karriere und war besonders erfreut über den hohen Vorsprung vor ihrer Konkurrentin Christine Nesbitt aus Kanada. Ebenso erfreut über zwei dritte Plätze über 1.500 und 5.000 Meter war Daniela Anschütz-Thoms. Lediglich die von Halsschmerzen geplagte Claudia Pechstein blieb hinter den Erwartungen zurück.

Noch ohne Podestplatz, aber mit guten Ansätzen starten die Skispringer in den Weltcup. Bester Deutsche wurde Michael Neumeyer auf Platz, während Michael nach einem sehr guten neunten Rang im ersten Durchgang noch auf den 25. Platz im zweiten zurückfiel. Martin Schmitt wurde 28. und Georg Späth 45.

Sehr erfolgreich bestritt Maria Riesch den Wettkampf in Lake Louise. Mit dem vierten Rang in Abfahrt und dem zweiten Platz im Super-Ski meldete sie sich eindrucksvoll in der Weltspitze zurück und verschaffte dem finanziell angeschlagenen DSV auch endlich wieder positive Schlagzeilen.    [...mehr]


Sieg durch Kati Wilhelm

Vor kurzem haben einige Wintersportarten wie Eisschnelllauf und Ski-Langlauf ihre ersten Wettbewerbe des Jahres aufgenommen. Für die deutschen Fans stellt sich wieder die Frage, ob unsere Topathleten auch dieses Jahr in der Weltspitze mithalten können (Eisschnelllauf, Biathlon, Ski-Langlauf, Rodeln) oder der Konkurrenz hinterherfahren (Abfahrt) beziehungsweise abstürzen (Skisprung).
Beim Weltcup-Auftakt der Skilangläufer konnten die Deutschen ihren ersten Weltcupsieg verbuchen, aber nicht durch die üblichen Verdächtigen wie Gesamtweltcupsieger Tobias Angerer oder Axel Teichmann, sondern durch den bisher unbekannten Läufer Josef Wenzl. Gesamtweltcup-Titelverteidiger Tobias Angerer möchte seinen Titel zum dritten Mal in Folge holen. Aber auch bei den Frauen möchten Evi Sachenbacher-Stehle und Co. auf sich aufmerksam machen.

Eisschnellläuferin Anni Friesinger Gesamtweltcupsieger Tobias Angerer Skischanze Holmenkollen in Oslo

Gleich mehrere Eisen im Feuer haben unsere Biathleten. Neben Titelverteidigerin Andrea Henkel rechnen sich auch Kati Wilhelm, Newcomerin Magdalena Neuer, Martina Glagow und Kathrin Hitzer Chancen auf den Gesamtweltcup aus, schließlich landeten alle Fünf unter den ersten Zehn des vergangenen Winters. Bei den Herren konnte Michael Greis den Gesamtweltcup gewinnen. Neben ihm sind Michael Roesch, Alexander Wolf und Andreas Birnbacher heiße Titelanwärter. Rekordsieger Ole Einar Björndalen und Spitzenathleten wie Björn Ferry aus Schweden oder Ivan Tcheresov wollen es den Deutschen so schwer wie möglich machen.

Unsere Skisprung-Asse möchten nach Jahren der Flaute wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Der vergangene Winter war einer der erfolglosesten in der Geschichte des deutschen Skisprungs. Zu den deutschen Hoffnungen zählen Martin Schmitt und Michael Uhrmann.

Besonders düster sieht es bei den Abfahrern aus. Durch Finanzengpässe im Verband können nur noch die Topathleten gefördert werden, die man aber im deutschen Team vergeblich sucht. Der DSV hofft, dass Sportler wie Felix Neureuther oder Maria Riesch auf sich aufmerksam machen können.

Rekordsieger Ole Einar Bjoerndalen Martina Glagow - Biathlon

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