» Skispringen


Der deutsche Kombinierer Ronny Ackermann gewann am Wochenende vorzeitig den Gesamtweltcup in der Nordischen Kombination. Weil die widrigen Witterungsverhältnisse im finnischen Lahti einen Wettkampf nicht zuließen und das Punktepolster bei noch zwei ausstehenden Rennen auf den in der Wertung zweitplatzierten Amerikaner Bill Demong zu groß ist, geht die große Kristallkugel jetzt schon an den Thüringer.
“Ich konnte es zuerst gar nicht richtig glauben. Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, dass an diesem Wochenende schon alles klar ist”, meinte  der 30-Jährige nach der überraschenden Absage der Jury. So holte er sich im wahrsten Sinne die Trophäe kampflos, obwohl Ackermann den Gesamtsieg lieber mit einem guten Wettkampf eingefahren hätte: “Ich wäre lieber angetreten. Ich bin gut in Form und hatte mich eigentlich auf den Wettbewerb gefreut.”

Aber noch ist die Saison nicht ganz beendet für den besten Kombinierer dieses Winters. Nächstes Wochenende stehen die beiden Abschlussevents an, wo Thüringer noch um den Sprint-Weltcup fightet. “Es geht ja auch noch um die kleine Kristallkugel. Dort bin ich im Moment Zweiter. Vielleicht gelingt es mir ja, noch ganz nach vorne zu kommen”, erklärte der vierfache Weltmeister kämpferisch.

Mit diesem Erfolg gewinnt Ackermann nach 2002 und 2003 nun schon zum dritten Mal den Gesamtweltcup. Nach einer Formkrise in den letzten beiden Wintern, wo er keinen einzigen Weltcup gewinnen konnte (2006 Elfter und 2007 Neunter der Gesamtwertung), legte der Thüringer Anfang dieser Saison richtig los. Mit einem Auftaktsieg beim ersten Rennen setzte er bei der Konkurrenz gleich mal ein Ausrufezeichen seiner guten Vorbereitung. Es sollten im Verlauf des Winters neun weitere Plätze auf dem Treppchen folgen.    [...mehr]


Der alter Finne besiegt die österreichischen Überflieger: Janne Ahonen hat das dritte Springen der Vierschanzentournee gewonnen. In Bischofshofen erhielt der 30-Jährige für seine Sprünge von 139,5 und 138 Metern 282,5 Punkte. Bei seinem Heimspiel wurde der Österreicher Thomas Morgenstern Zweiter (271 Punkte) vor dem Schweizer Simon Amman (259,4 Punkte). Michael Neumayer als bester Deutscher sprang auf Rang 7, Martin Schmitt wurde 11.

Janne Ahonen @ flickr

Durch den souveränen Erfolg setzte sich Ahonen an die Spitze der Gesamtwertung. Bleibt er auch morgen in Führung, wäre der Routinier der erste Springer, dem fünf Tourneesiege gelängen. Neumayer rutschte ab auf Rang sechs. Der bisher führende 17-Jährige Gregor Schlierenzauer wurde in Bischofshofen Fünfter. Der Österreicher durfte sich allerdings mit einem inoffiziellen Rekord trösten: Seine 145 Meter in der Qualifikation waren der weiteste Sprung in der Geschichte der Tournee.

Das letzte Springen der Tournee findet morgen wieder auf dem Bischofshofener Bakken statt. Ursprünglich wäre Innsbruck Gastgeber des dritten Spingens gewesen, der Wettbewerb musste jedoch wegen starken Windes auf heute in Bischofshofen verschoben werden.    [...mehr]


Das zurückliegende Wochenende endete für die deutschen Wintersportler äußerst erfolgreich, konnte doch in fast jeder Sportart ein Podestplatz errungen werden.

Besonders erfolgreichen waren die deutschen Biathletinnen. Zwei Weltcupsiege durch Martina Glagow sowie insgesamt sechs Podestplätze zeugen von einer sehr guten Leistung unserer Damen, die damit ohne Problem an die erfolgreiche vergangene Saison anknüpfen. Bei den Herren lief es noch nicht so optimal, nur Carsten Pump gelang der Sprung unter die ersten Drei. Dafür verantwortlich war vor allem die Unkonzentriertheit beim Schießen.

Bei den Nordischen Kombinierern gab es gleich zwei deutsche Sieger, Ronny Ackermann und Björn Kircheisen gewannen die im finnischen Kuusamo ausgetragenen Weltcups im Sprint und über 15 Kilometer. In einer Woche im norwegischen Trondheim möchten beide an ihre sensationellen Leistungen vom Wochenende anschließen.

Anni Friesinger sicherte sich in Russland den 47. Weltcup-Sieg ihrer Karriere und war besonders erfreut über den hohen Vorsprung vor ihrer Konkurrentin Christine Nesbitt aus Kanada. Ebenso erfreut über zwei dritte Plätze über 1.500 und 5.000 Meter war Daniela Anschütz-Thoms. Lediglich die von Halsschmerzen geplagte Claudia Pechstein blieb hinter den Erwartungen zurück.

Noch ohne Podestplatz, aber mit guten Ansätzen starten die Skispringer in den Weltcup. Bester Deutsche wurde Michael Neumeyer auf Platz, während Michael nach einem sehr guten neunten Rang im ersten Durchgang noch auf den 25. Platz im zweiten zurückfiel. Martin Schmitt wurde 28. und Georg Späth 45.

Sehr erfolgreich bestritt Maria Riesch den Wettkampf in Lake Louise. Mit dem vierten Rang in Abfahrt und dem zweiten Platz im Super-Ski meldete sie sich eindrucksvoll in der Weltspitze zurück und verschaffte dem finanziell angeschlagenen DSV auch endlich wieder positive Schlagzeilen.    [...mehr]


Skispringen

Am kommenden Wochenende beginnt die Saison der Skispringer im finnischen Kuusamo. Das erste Training und die Qualifikation starten am heutigen Donnerstag und die deutschen Skiadler hoffen, dass Skischanzedie Jahre des Mittelmaßes endlich vorbei sind. Mit Schmitt, Hannawald und Uhrmann agierte vor Jahren ein erfolgreiches Team, das jedesmal um den Sieg mit springen konnte. Sven Hannawald ist inzwischen zurückgetreten und Martin Schmitt kämpft seit knapp drei Jahre gegen seine andauernde Krise, lediglich Michael Uhrmann konnte in den letzten Jahren ab und zu aufs Podium springen.

Beim ihm bleibt aber abzuwarten, wie er den komplizierten Fußbruch, den er am Beginn des Jahres erlitten hat, wegstecken wird. Ebenfalls dabei sein wird Michael Neumeyer, der sich im letzten Jahr einen Kreuzbandriss zugezogen hat.

Martin SchmittBesonders argwöhnisch wird Martin Schmitt beim Auftaktspringen beobachtet. Die Ergebnisse beim Sommerspringen nähren die Hoffnung der Fans, dass der Lila-Helm von Schmitt wieder bei einer Siegerehrung vertreten sein wird. Schmitt konnte in seiner Kariere immerhin 28 Weltcup-Erfolge feiern, zweimal den Gesamt-Weltcup für sich entscheiden und eine olympische Goldmedaille gewinnen. Nach Jahren der Tristesse wäre es schön, wenn die deutschen Skispringer wieder um die Podestplätze mit springen könnten.

Dies verhindern möchten natürlich die üblichen Verdächtigen im Ski-Zirkus. Der Gesamt-Weltcupsieger Adam MalyszAdam Malysz aus Polen, der immer schwer in die Saison hinein kommt, will von Anfang an im Weltcup punkten. Die Schweizer Simon Ammann und Andreas Küttel hoffen, an die guten Leistungen der vergangenen Saison anknüpfen zu können, wo Ammann Dritter und Küttel Fünfter der Gesamtwertung wurden. Ob die beiden Youngster Anders Jacobsen und Gregor Schlierenzauer ihre Triumpfe wiederholen können, wird sich im Laufe der Saison zeigen.
Die Auftaktbedingungen in Finnland sind jedenfalls optimal. Frischer Schnee und zahlreiche Fans freuen sich auf den Weltcup Auftakt.    [...mehr]


Sieg durch Kati Wilhelm

Vor kurzem haben einige Wintersportarten wie Eisschnelllauf und Ski-Langlauf ihre ersten Wettbewerbe des Jahres aufgenommen. Für die deutschen Fans stellt sich wieder die Frage, ob unsere Topathleten auch dieses Jahr in der Weltspitze mithalten können (Eisschnelllauf, Biathlon, Ski-Langlauf, Rodeln) oder der Konkurrenz hinterherfahren (Abfahrt) beziehungsweise abstürzen (Skisprung).
Beim Weltcup-Auftakt der Skilangläufer konnten die Deutschen ihren ersten Weltcupsieg verbuchen, aber nicht durch die üblichen Verdächtigen wie Gesamtweltcupsieger Tobias Angerer oder Axel Teichmann, sondern durch den bisher unbekannten Läufer Josef Wenzl. Gesamtweltcup-Titelverteidiger Tobias Angerer möchte seinen Titel zum dritten Mal in Folge holen. Aber auch bei den Frauen möchten Evi Sachenbacher-Stehle und Co. auf sich aufmerksam machen.

Eisschnellläuferin Anni Friesinger Gesamtweltcupsieger Tobias Angerer Skischanze Holmenkollen in Oslo

Gleich mehrere Eisen im Feuer haben unsere Biathleten. Neben Titelverteidigerin Andrea Henkel rechnen sich auch Kati Wilhelm, Newcomerin Magdalena Neuer, Martina Glagow und Kathrin Hitzer Chancen auf den Gesamtweltcup aus, schließlich landeten alle Fünf unter den ersten Zehn des vergangenen Winters. Bei den Herren konnte Michael Greis den Gesamtweltcup gewinnen. Neben ihm sind Michael Roesch, Alexander Wolf und Andreas Birnbacher heiße Titelanwärter. Rekordsieger Ole Einar Björndalen und Spitzenathleten wie Björn Ferry aus Schweden oder Ivan Tcheresov wollen es den Deutschen so schwer wie möglich machen.

Unsere Skisprung-Asse möchten nach Jahren der Flaute wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Der vergangene Winter war einer der erfolglosesten in der Geschichte des deutschen Skisprungs. Zu den deutschen Hoffnungen zählen Martin Schmitt und Michael Uhrmann.

Besonders düster sieht es bei den Abfahrern aus. Durch Finanzengpässe im Verband können nur noch die Topathleten gefördert werden, die man aber im deutschen Team vergeblich sucht. Der DSV hofft, dass Sportler wie Felix Neureuther oder Maria Riesch auf sich aufmerksam machen können.

Rekordsieger Ole Einar Bjoerndalen Martina Glagow - Biathlon

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