» Snooker
Nach einer jahrelangen Pause findet 2011 wieder ein internationales Snooker-Turnier in Deutschland statt.
Das German Masters soll die Weltelite ins Berliner Tempodrom locken. [...mehr]
SCHWIMMEN Paul Biedermann schwimmt Weltrekord
Biedermann, schwimm du voran: Der 22-Jährige knackte beim Weltcup in Berlin den acht Jahre alten Weltrekord des Australiers Ian Thorpe über 200 Meter Freistil. Biedermann schlug nach 1:40,83 Minuten an. “Es war so geil”, jubelte Deutschlands Vorzeigeschwimmer. Nach dem Olympiadebakel ist dieser Paukenschlag Balsam für den Schwimm-Verband.
SKI ALPIN Maria Riesch wird Dritte beim Weltcup-Slalom in Levi
Ausgerechnet die amerikanische Speed-Spezialisten Lindsay Vonn gewann den Slalom im finnischen Levi und jubelte im Ziel: “Das ist ein Wahnsinnstag. Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals einen Slalom gewinnen kann.” Groß war die Freude auch bei Maria Riesch, die Dritte wurde hinter Vonn und der Schwedin Maria Pietilä-Holmner. “Es ist schön, dass es gleich so gut geklappt hat. So kann es weitergehen”, freute sich die 23 Jahre alte Partenkirchenerin. Cheftrainer Matthias Berthold lobte: “Maria hat noch mal einen Schritt nach vorne gemacht.”
SNOOKER Neil Robertson gewinnt die Bahrain Championship
Es war ein Thriller, den sich im Finale der Bahrain Championships der Waliser Matthew Stevens und der Australier Neil Robertson lieferten. Hohe Breaks, aber auch atemberaubende Safety-Phasen - die Snookerstars zeigten alles, was das Spiel so attraktiv macht. “Das hätte für jeden von uns ausgehen können”, sagte Robertson nach seinem Sieg und setzte keck nach: “Ich stand dreimal im Finale und habe dreimal gewonnen. Große Champions wie Roger Federer und Michael Jordan nutzen die Gelegenheit.” [...mehr]
“I’m always happy!” verkündet Neil Robertson auf seiner Website. Der smarte Australier ist einer des besten Snookerspieler der Welt. Sein Break Building ist erstklassig, atemberaubend mitunter die Geschwindigkeit, mit der er die Bälle versenkt. Sein Spitzname: “The Melbourne Machine”. Bei der Bahrain Championship steht der 26-Jährige im Halbfinale.
Robertson wurde mit 16 Jahren Profi. Doch der Youngster sammelte auf der Snooker Main Tour nicht genug Weltranglistenpunkte, litt zudem unter Heimweh und kehrte nach einem Jahr nach Australien zurück, wo er sich auf lokale Turniere konzentrierte. Er dominierte die Szene down under für mehrere Jahre und brillierte mit hohen Breaks.
2003 kehrte Robertson auf die Main Tour zurück. Bei der WM 2006 erreichte er spektakulär das Viertelfinale nach Siegen über Paul Hunter und Stephen Lee. Im Viertelfinale scheiterte “The Melbourne Machine” knapp mit 12:13 am späteren Champion Graeme Dott, doch er kletterte in der Weltrangliste auf Rang 13.
In der Saison 2006/07 glänzte der Linkshänder mit zwei Turniersiegen auf der Main Tour und wurde zum “Spieler des Jahres” gewählt. Derzeit ist der Australier die Nummer 10 in der Welt. Bei der Bahrain Championship steht er im Halbfinale gegen den Nordiren Mark Allen.
Heimweh hat Robertson immer noch: “Es ist hart, von der Familie und den Freunden wegzuziehen auf die andere Seite der Welt, um Snooker zu spielen.” Der Australier lacht über “Seinfeld” und hört Timbaland, Metallica und Guns & Roses. Spielte er nicht Snooker, würde er Computerspiele animieren, um seine künstlerische Ader auszuleben. Doch seine Kunst auf dem Snookertisch ist ebenso sehenswert. [...mehr]
Der englische Snooker-Star Ronnie O’Sullivan wurde von der Vereinigung der Snooker-Journalisten erneut zum besten Spieler des Jahres gekürt. Der amtierende Weltmeister ist damit der erste Spieler in der Geschichte des Snooker-Sports, der mit diesem prestigeträchtigen Titel viermal geehrt worden ist.
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John Higgins hat am Sonntag den Großen Preis im Snooker in seiner Heimatstadt Glasgow für sich entscheiden können. In Finale gewann der Schotte gegen Ryan Day mit 9:7. Higgins sorgte für den 19. Triumph seiner Karriere bei einem Weltranglistenturnier. Für den Snooker-Champion war es aber der erste Titel in Schottland.
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Sensation beim Shanghai Masters: Der Qualifikant Ricky Walden besiegte im Finale den großen Favoriten Ronnie O’Sullivan 10:8. Zum befürchteten Durchmarsch des Weltmeisters kam es nicht, im Gegenteil, Walden spielte äußerst beherzt und zeigte auch keine Nerven, als es in die entscheidenden Bälle ging. Es war Waldens erster Triumph auf der Main Tour.
In einem einseitigen Finale krönte sich gestern Ronnie O’Sullivan mit 18:8 gegen Ali Carter und sicherte sich damit im Crucible Theatre von Sheffield seinen insgesamt dritten WM-Titel. Durch diesen Triumph führt „The Rocket“ auch wieder die Spitze der Weltrangliste an.
Ausschnitte vom Finale:
“Wir sind beide nicht so recht ins Spiel gekommen, aber ich bin in Führung gegangen und habe das Match gewonnen”, erläuterte O’Sullivan nach seinem Sieg, der seine beiden Kinder Lily und Ronnie Jr. bei sich hatte. Für gerade einmal zwei Frames waren O’Sullivan und Carter in der Abendsession am Tisch. Mit einer komfortablen 16:8-Führung war “The Rocket” in die entscheidende Session gegangen und hatte sich nach einem 69er Break bis auf einen Frame an den Titel herangespielt.
EISHOCKEY Die deutsche Nationalmannschaft hat das Auftaktspiel bei der WM in Kanada 1:5 (0:0, 1:2, 0:3) gegen Finnland verloren. Der Berliner Florian Busch, der nach seiner verweigerten Dopingkontrolle unmittelbar vor dem Spiel von der Welt-Anti-Doping-Agentur grünes Licht für einen WM-Einsatz erhalten hatte, erzielte das einzige Tor für die Deutschen. Bundestrainer Uwe Krupp zeigte sich nach dem Spiel beeindruckt: “Wir haben gesehen, mit welcher Intensität, Entschlossenheit und Härte hier bei der WM gespielt wird.” In den zwei verbleibenden Begegnungen der Vorrundengruppe C trifft das deutsche Team auf die Slowakei und Norwegen.
BASKETBALL Überraschung beim Top-Four-Turnier um den Pokal in Hamburg: Die Artland Dragons Quakenbrück bezwangen den Bundesliga-Tabellenführer Alba Berlin 76:69 (39:32). Trotz 21 Punkten gelang es auch Liga-MVP Julius Jenkins nicht, die Berliner Niederlage zu verhindern. Bester Werfer der Dragons war Adam Chubb mit 19 Punkten. Mit einem Sieg im Finale kann Quakenbrück am Sonntag den ersten Titel der Vereinsgeschichte gewinnen. Gegner der Dragons im Endspiel ist EnBW Ludwigsburg, das 76:72 (44:35) gegen die Eisbären Bremerhaven gewann.
SNOOKER “The Rocket” gegen den “Captain”: Die beiden Engländer Ronnie O’Sullivan und Ali Carter stehen im Finale der WM in Sheffield. Carter setzte sich in einem spannenden Halbfinale mit 17:15 gegen Joe Perry durch. “Ich bin total erschöpft, aber ich hoffe, Ronnie geht es ähnlich”, sagte Carter nach dem Thriller. Der 28-Jährige trifft im ersten Finale seiner Karriere nun auf den großen Favoriten O’Sullivan, der den siebenfachen Weltmeister Stephen Hendry mit 17:6 geradezu deklassierte. “Ronnie hat mich bisher jedes Mal besiegt, vielleicht kann ich das mit einem Finalsieg ausgleichen”, hofft Captain Carter, der seinen Spitznamen seiner Fluglizenz verdankt. Beide Endspielteilnehmer sind “Maximum Men”, ihnen gelang je eine 147er-Serie bei dieser WM. [...mehr]
Ronnie O’Sullivan hat bei den Snooker-Weltmeisterschaften in Sheffield für einen Paukenschlag gesorgt: Der Engländer bezwang Mark Williams mit 13:7 und beendete die Partie mit einem Maximum Break. Mit dem Extra-Preisgeld für diese atemberaubende Demonstration, die nur 8:42 Minuten dauerte, will sich der 32-Jährige einen Traum erfüllen: “Ich kann mir nun endlich ein Bentley Cabrio kaufen - für dieses Auto würde ich sogar sterben”, sagte er gegenüber Eurosport.
Ronnie O’Sullivan ist der charismatischste und mit Abstand beliebteste Spieler auf der Main Tour. “The Rocket”, so wird er genannt, weil er so schnell und aggressiv spielt wie kein anderer, hat mehr Ballgefühl als all seine Kontrahenten. Obwohl Rechtshänder, kann er ebenso mit links spielen, um das Hilfsqueue nicht benutzen zu müssen. Strategisch brillant ist sein Break Building, Zeugnis davon sind neun Maximum Breaks, damit ist O’Sullivan alleiniger Rekordhalter. Obendrein belegt er in der Bestenliste der schnellsten Maximum Breaks die ersten fünf Ränge. Vor elf Jahren gelang ihm sein Meisterstück. Er spielte ein Maximum-Break in nur fünf Minuten und 20 Sekunden. Im Schnitt versenkte er alle neun Sekunden einen Ball. Alan McManus schwärmte damals: “Ronnie zu beobachten war wie Gott bei der Arbeit zuzuschauen.”
Immer wieder allerdings überlagert der Wahnsinn O’Sullivans geniales Snooker-Spiel. Dass er bisher “nur” zwei WM-Titel (2001 und 2004) gewann, kommentiert er: “Was soll ich anderes sein als ein großer Versager?” Der Engländer leidet an Depressionen. Ihm gelingen geniale Bälle, um dann sicher geglaube Matches gegen spielerisch limitierte Gegner zu vergeigen. Für Aufsehen sorgte er, als er bei der UK Championship 2006 gegen Stephen Hendry beim Stand von 1:4 vorzeitig aufgab und die Arena verließ.
Der Vater von O’Sullivan erstach 1991 einen Mann in einem Nachtclub und wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. 1998 wurde “The Rocket” bei einer Dopingprobe positiv auf Marihuana getestet. Er bekennt offen, alkoholkrank zu sein und sein Sucht nicht unter Kontrolle zu haben: “Dies zu behaupten wäre eine Lüge.”
Legendär sind O’Sullivans Eskapaden. Er flucht, er zeigt Bällen, die sich seiner Kunst widersetzen, schon mal den Mittelfinger. Im März bei den China Open hatte er schlechte Laune, weil er gegen Marco Fu rausgeflogen war. Während er bei der Pressekonferenz auf die Übersetzung der Dolmetscherin wartete, machte er Bemerkungen über Oralsex und seinen Penis und unterstrich dies durch sexuell konnotierte Gesten mit dem Mikrofon. “Ich hatte nicht bemerkt, dass die Mikrofone eingeschaltet waren”, entschuldigte sich O’Sullivan später auf seiner Website und vermied dadurch eine Sperre.
Bei den Weltmeisterschaften, die noch bis zum 5. Mai ausgetragen werden, ist O’Sullivan der Topfavorit. Heute trifft er im Viertelfinale auf den Chinesen Liang Wenbo (15:30 Uhr, live auf Eurosport). Den Austragungsort, das legendäre Crucible Theatre, bezeichnet Ronnie O’Sullivan als einen “Ort der Magie”. Genau der richtige Ort also, um die magischen Fähigkeiten des Ausnahmespielers zu bewundern.
Ronnie O’Sullivans Maximum Break bei der WM 2008:
Stephen Maguire hat mit starken Nerven und viel Feingefühl die China Open gewonnen und damit nach der Northern Ireland Trophy als bisher einziger Spieler zwei Titel in dieser Saison geholt. Im Finale bezwang er Shaun Murphy mit 10:9 bei einem sehr ausgeglichenen Match
Maguire kann sich nun vier Titel Schotten in seiner Karriere zuschreiben. Der Schotte ist damit erst der zwölfte Spieler überhaupt, der vier Mal bei einem Weltranglisten-Turnier siegen konnte. Die Entscheidung fiel aber erst bei den letzten Bällen.
Der Entscheidungsframe war beim Endspiel auf die Farben noch offen. Grün lag hinter blau an der langen Bande vor der grünen Tasche. Beim Lochen von gelb aber manövrierte Maguire geschickt grün an blau vorbei über die Bande vor die Ecktasche und konnte anschließend lochen.
Das Endspiel war ein packendes Snooker-Match wie aus dem Lehrbuch. Spannende Safety-Duelle gab es ebenso wie eine Reihe hoher und hochkarätiger Breaks. Maguire schaffte mit 106, 102 und 137 gleich drei Century-Breaks, Murphy spielte mit 136 eine dreistellige Serie. Vor allem aber wechselten die Phasen mit Vorteilen für einen der beiden Spieler ständig.
Erst ging der Gewinner mit 5:2 in Führung, dann zog Murphy auf 7:5 davon. Danach aber war der Schotte wieder an der Reihe: Vier Frames in Folge brachten ihn dem Titel ganz nahe. Murphy aber zeigte Kampfgeist, glich aus und erzwang den Entscheidungsframe. Über 36 Minuten dauerte dieses Drama, ehe Stephen Maguire mit dem genialen Stellen des grünen Balles den entscheidenden Schachzug machte. Fast 6:40 Stunden dauerte die Netto-Spielzeit
Auf das neue Provisional Ranking hatte der Ausgang des Finales keine Auswirkung mehr. Shaun Murphy ist die neue Nummer eins vor Ronnie O’Sullivan. Doch Stephen Maguire als Dritter hat durch seinen Sieg in Peking den Rückstand auf die beiden deutlich verkürzt. [...mehr]







