» Tischtennis
Das an Nummer zwei gesetzte Europameister-Team legte heute im olympischen Tischtennis-Turnier einen optimalen Auftakt hin. Timo Boll und Christian Süß waren gegen Kroatien mit 3:0 erfolgreich. Zuvor punktete die deutsche Medaillenhoffnung Boll in Chinas beliebtester Sportart im Einzel.
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Eine große deutsche Medaillen-Hoffnung bei den in zwei Tagen beginnenden Olympischen Sommerspielen ist das Tischtennis-Ass Timo Boll. Der Weltranglisten-Sechste besitzt im Reich der Mitte, wo dieser Sport sich extrem großer Beliebtheit erfreut, sehr hohe Anerkennung.
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Das letzte Testspiel der deutschen Tischtennis-Herren hat vor den Olympischen Spielen ein ungewöhnliches Ende gefunden. Im westfälischen Hamm musste die Partie wegen einem Stromausfall gegen den früheren Weltmeister Schweden beim Stand von 2:2 unterbrochen werden.
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Geschichte des Tischtennis
Tischtennis ist der schnellste Ballsport der Welt und gehört zu den Rückschlagspielen. Die Sportart entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts in Indien und verbreitete sich schnell nach England. Dort erfand der englische Ingenieur James Gibb 1890 den Zelluloidball, wenig später wurde der erste Holzschläger mit Gummibelag konstruiert. Das zunächst als Raumtennis bekannte Spiel wurde erst Ping Pong, später Tischtennis genannt. In China ist Tischtennis seit vielen Jahren die Volkssportart Nummer 1.
Bei den Olympischen Spielen ist Tischtennis ein Spätstarter. Erst seit 1988 in Seoul gehört die Sportart zum Programm und wird seitdem von asiatischen Athleten dominiert. Der Schwede Jan Ove Waldner war der einzige Akteur, der 1992 mit dem Gewinn der Goldmedaille in die Phalanx der Asiaten einbrechen konnte. Gelingt das nun dem Deutschen Timo Boll, derzeit Sechster der Weltrangliste? In Peking werden für Damen und Herren je zwei Tischtenniswettbewerbe ausgetragen: Einzel und Mannschaft. Die Doppelwettbewerbe entfallen.
Zwei Spieler oder zwei Paare versuchen, an einem durch ein Netz in zwei Hälften geteilten Tisch einen Zelluloidball mit Hilfe eines Schlägers so in die gegnerische Hälfte zu schlagen, dass er nicht mehr regelkonform zurückgespielt werden kann. Ein Ballwechsel wird mit dem Aufschlag eingeleitet. Danach muss man den Ball immer direkt über das Netz oder um das Netz herum spielen, so dass er auf der Tischhälfte des Gegners aufspringt oder sie berührt. Der Gegner lässt den Ball genau einmal aufspringen und spielt ihn dann auf die andere Seite zurück.
Jeder Fehler (Ausball, fehlerhafter Auf- oder Rückschlag, Flugball, Berührung der Spielfläche mit der Hand, Körperberührung des Balles) gibt einen Punkt für den anderen Spieler. Gespielt wird auf vier Gewinnsätze, bis ein Spieler elf Punkte gewonnen hat. Bei Punktgleichheit (10:10) gewinnt derjenige, der bei wechselndem Aufschlag zuerst einen Vorsprung von zwei Punkten herausspielt.
Favoriten
Wer Gold gewinnen will, muss die drei Chinesen Wang Hao, Ma Lin und Wang Liqin ausschalten. Das könnte Timo Boll gelingen, auch der Weißrusse Vladimir Samsonov rechnet sich Chancen aus. Alles andere als chiniesisches Mannschaftsgold wäre eine Sensation. Größer noch ist die Dominanz der Chinesinnen.
Deutsche Athleten
Im Einzel starten Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov und Christian Süß sowie Elke Wosik und Wu Jiaduo. Neben Boll könnte auch die Herren-Mannschaft um die Medaillen schmettern.
Die olympischen Sportarten: Badminton, Baseball, Basketball, Bogenschießen, Boxen, Fechten, Fußball, Gewichtheben, Handball, Hockey, Judo, Kanu, Leichtathletik, Moderner Fünfkampf, Radsport, Reiten, Ringen, Rudern, Schießen, Schwimmen/ Wassersport, Segeln, Softball, Taekwondo, Tennis, Tischtennis, Triathlon, Turnen, Volleyball
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Tischtennis ist Sportart Nummer 1 in China. Davon durfte die Welt ein Mal mehr bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft im Land des Olympia-Gastgebers erfahren. Letztes Wochenende ließen sie mit zwei Mal Gold der Konkurrenz keine Chance. Das deutsche Europameister-Team wurde nur Siebter und blieb erstmals seit 2001 ohne eine Medaille. Unsere Damen konnten sich dagegen mit Rang 9 gegenüber der WM 2006 in Bremen um zwei Plätze verbessern.
Für den verletzten Boll ist der Routinier Jörg Roßkopf in die Mannschaft nachgerückt, der nun schon seine 16. und vermutlich letzte WM gespielt hat. Höhepunkte waren wohl die guten Partien des 38-Jährigen gegen Österreich (3:2) und Südkorea (1:3). Aber die hervorragenden Auftritte von Roßkopf und dem Hoffnungsträger Dimitrij Ovtcharov konnten die hintere Platzierung nicht verhindern.
Timo Boll, deutscher Tischtennisspieler und Europameister, kämpfte auch an diesem Wochenende vergeblich gegen die Vorherrschaft der Chinesen. Im Halbfinale der German Open unterlag der Deutsche dem Weltranglisten-Siebten Ma Long mit 0:4 Sätzen.
Rund neun Monate vor dem Beginn der Olympischen Spiele 2008 in Peking scheint es unmöglich für andere Nationen zu sein, die chinesische Phalanx zu durchbrechen. Nur ab und zu gelingt es dem Tischtennis-Ass Timo Boll sich gegen diese Übermacht durchzusetzen. Das Problem sind die Vielzahl der chinesischen Tischtennisspieler, denn nicht nur zwei oder drei von ihnen spielen in der Weltspitze, sondern acht bis zehn haben das Potenzial für den Olympiasieg im kommenden Jahr.
Boll versucht sich speziell auf die Chinesen vorzubereiten, indem er immer wieder Turniere im asiatischen Raum spielt und sich chinesische Trainingspartner sucht. Dies wurde aber in der jüngsten Vergangenheit von den chinesischen Funktionären unterbunden, um wirklich einen chinesischen Triumph bei den olympischen Spielen feiern zu können.
Es bleibt abzuwarten, ob es Timo Boll gelingt, den Chinesen trotzdem ein Schnippchen zu schlagen. Bei den German Open standen übrigens neben Boll noch drei weitere Chinesen im Halbfinale, dies gilt es bei Olympia 2008 zu verhindern.









