Ratgeber

Tour de France 2008

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Mit mehreren Neuerungen startet die Tour de France 2008 am 5. Juli in ein neues Abenteuer. Nachdem die Übertragung der Skandaltour von 2007 von den öffentlich-rechtlichen Sendern nach zahlreichen Dopingfällen eingestellt wurde und das Image der „Großen Schleife“ erheblich gelitten hat, hoffen die Veranstalter mit der Einführung eines Blutpasses mehr Transparenz ins Fahrerfeld zu bringen. In diesem wird das Blutbild des Radsportlers über Monate hinweg dokumentiert, so das Auffälligkeiten und Schwankungen schneller erkannt werden können. Die Vorlage des Passes wird zur ethischen Bedingung für die Teilnahme an der Tour de France 2008.

Wie sich das Teilnehmerfeld im kommenden Jahr zusammensetzen wird, steht aber noch in den Sternen. Teilnehmen möchte auf jeden Fall auch das Team Astana, welches im vergangenen Jahr mit mehreren Dopingfällen auffällig wurde. So wurde Alexander Winokurow, nachdem er zwei Etappen der Tour 2007 gewonnen hatte, des Dopings überführt. Zwar hat das Team den Kasachen und die anderen Dopingsünder inzwischen entlassen, aber mit Titelverteidiger Alberto Contador, Levi Leipheimer und Teamchef Bruyneel zweifelhafte Figuren des Radsports verpflichtet. Contador steht seit längerem unter dem Verdacht mit dem spanischen Arzt Fuentes zusammenzuarbeiten. Bruyneel gilt in der Branche auch nicht gerade als Dopinggegner, verpflichtete er als Teamchef von Discovery Channel trotz des vereinbarten Ehrencodex Ivan Basso, der nur wenige Wochen später des Dopings überführt wurde, was allgemein bekannt war.

Auch wer die kommende Tour übertragen wird, steht noch lange nicht fest. Bei der Radsportweltmeisterschaft 2007 in Stuttgart verzeichnete der Veranstalter schon erhebliche Verluste, denn Zuschauer und faire Radsportler fühlen sich betrogen und verschaukelt. Der Radsport hat über Jahre hinweg an Anerkennung und Popularität verloren. Es wird sich zeigen, ob es gelingt, die Fans wieder für sich zu gewinnen, denn es hat sich ja schon lange herauskristallisiert, dass Doping immer mehr als Strategie zum Rennsieg angesehen wird. Schade.

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