Sportnews

Trotz Heimpleite: Hoffenheim glaubt weiter an seine Chance

By

on

Sinsheim – Die Enttäuschung bei den Profis von 1899 Hoffenheim über das verpatzte internationale Debüt wich schnell neuer Entschlossenheit.

«Wir waren heute die bessere Mannschaft», stellte Stürmer Sandro Wagner nach der bitteren 1:2-Heimpleite im Playoff-Hinspiel der Champions League gegen den FC Liverpool fest und kündigte trotzig an: «Das nehmen wir kommenden Mittwoch nach Liverpool mit. Wir wollen und werden dort ein gutes Spiel machen. Wir werden nach vorne spielen und agieren.»

Das Gefühl der Niederlage schmerzte besonders, weil der Bundesligist in seinem ersten Europacupspiel einen beherzten Auftritt hingelegt hatte. «Es hat nicht die schlechtere Mannschaft verloren, sondern die, die etwas weniger Glück auf ihrer Seite hatte», haderte TSG-Trainer Julian Nagelsmann mit dem Ausgang der temporeichen Partie.

Es waren Nuancen, die den Ausschlag zugunsten des Teams von der Insel gaben. Liverpool-Coach Jürgen Klopp wollte daher noch nicht jubeln, auch wenn der Favorit im Kampf um den Einzug in die Gruppenphase der Königsklasse alle Trümpfe in der Hand hält. «Es ist erst Halbzeit», warnte Klopp.

Dennoch: Nach dem Hinspiel spricht fast alles gegen Hoffenheim. Der Dorfverein muss am kommenden Mittwoch nicht nur als erste deutsche Mannschaft an der legendären Anfield Road gewinnen, sondern dabei auch noch mindestens zwei Tore schießen. Diese Hypothek könnte sich für die unerfahrene Nagelsmann-Truppe als zu schwer erweisen.

Kampflos will die TSG dem 18-maligen englischen Meister den Platz in der Champions League aber nicht überlassen. «Wir haben heute ein gutes Spiel gemacht und wir werden auch an der Anfield Road ein gutes Spiel machen. Das ist sicher. Mir und der Mannschaft ist es egal, ob wir auswärts spielen», betonte Nagelsmann. Und Mark Uth, dessen spätes Tor in der 87. Minute für neue Hoffnung sorgte, verkündete: «Mit zwei Toren Unterschied in Liverpool zu gewinnen ist nicht einfach, aber wir glauben an unsere Chance.»

Fotocredits: Uwe Anspach
(dpa)

Auch interessant