Ratgeber

Tyson Gay läuft 100 Meter in 9,68 Sekunden

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Es ist schon erstaunlich, wie enorm sich die Sprinter vor den Olympischen Spielen in Peking verbessern: Bei den US-Trials in Eugene (Oregon) lief Tyson Gay die 100 Meter so schnell wie kein Mensch je zuvor. Als Weltrekord werden seine 9,68 Sekunden allerdings nicht gewertet, dafür war es zu windig. Erst vor wenigen Wochen verbesserte der Jamaikaner Usain Bolt den Weltrekord auf 9,72 Sekunden.

„Der Wind war mir relativ egal“, sagte Gay. „Die Zeit bedeutet mir viel. Jetzt weiß ich, dass ich solche Leistungen in mir habe.“ Gay hatte bei seinem Lauf 4,1 Meter pro Sekunde Rückenwind, erlaubt sind 2,0. Der dreifache Sprintweltmeister von Osaka 2007 wäre beinahe im Vorlauf der Trials ausgeschieden, als er zu früh austrudeln ließ und plötzlich drei Sprinter an ihm vorbeirasten. Als Vierter, zeitgleich mit dem Fünften, rettete er sich in 10,14 Sekunden in die zweite Runde. Dort verbesserte Gay den US-Rekord auf 9,77 Sekunden.

Durch seinen Sieg bei den Trials hat sich der 25-Jährige für die Olympischen Spiele qualifiziert. Dort kommt es zum Duell gegen die Jamaikaner Bolt und Asafa Powell, der vor Bolts Rekordlauf mit 9,74 die Bestmarke gehalten hatte. Die Amerikaner Walter Dix (9,80) und Darvis Patton (9,84) segelten in Gays Windschatten gen Peking.

„Die Goldmedaille bei Olympia ist meine größte Motivation, und ich möchte mir das Beste bis zum Schluss bewahren“, so Gay. Für die New York Times hat er die Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit „nicht zertrümmert, aber ernsthaft verbeult“. Gay arbeitet mit zwei Trainern, darunter dem einstigen Spitzenläufer Jon Drummond. Dazu hat der religiöse Leisesprecher seine Ernährung verbessert. Zusätzlich schwört er auf eine Kombination von Ibuprofen (einem steroidfreien Antirheumatikum), Kalium, Kalzium, Magnesium, Multivitaminpräparaten und Fischöl. Die Zweifel bleiben.

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