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Zehn Spiele, zehn Siege: «Cooler» Quali-Rekord des DFB-Teams

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Kaiserslautern – Ein bisschen stolz verließen die deutschen Qualifikations-Weltrekordler das Fritz-Walter-Stadion schon.

«Es ist cool. Es ist etwas für die Geschichtsbücher», resümierte Kapitän Thomas Müller nach dem Weltrekord in der WM-Qualifikation mit zehn Siegen in zehn Spielen und 43:4 Toren. «Aber es wird uns in der Zukunft nicht viel helfen», ergänzte Weltmeister Müller nach dem abschließenden 5:1 (1:1) gegen Aserbaidschan, das auch erst in der zweiten Hälfte die Fans auf dem Betzenberg begeisterte. «Deswegen müssen wir Richtung Russland alles abliefern und uns erarbeiten.»

Auch Joachim Löw sprach seinen Spielern ein «großes Kompliment» für die geleistete Arbeit in der WM-Ausscheidung aus, relativierte ihre Bedeutung aber mit dem Blick auf das Turnier 2018 in Russland. «Bei einer Weltmeisterschaft kommen ganz andere Gegner auf uns zu.»

Löw denkt an Kaliber wie Spanien oder Brasilien, gegen die schon in den kommenden Länderspielen im November sowie März der Ernstfall geprobt werden kann. «Da will ich natürlich auch das eine oder andere testen», kündigte der Bundestrainer an. «Einspielen kann man sich erst in der Vorbereitung, aber wir haben auch eine gute Basis.»

Die mentale Einstimmung auf die WM muss aber schon vorher beginnen. «Es geht schon darum, dass sich jeder Spieler einschärft, dass da nicht nur ein kleines Turnier in Russland stattfindet, sondern ein Riesenhighlight auf uns wartet. Jeder Spieler muss sich dessen, was den Lebenswandel betrifft, schon bewusst sein. Da ist eine gewisse Ernsthaftigkeit eingefordert worden», erklärte Müller.

Ernst machte das kräftig durchrotierte DFB-Team gegen die tapfer kämpfenden Außenseiter aus Aserbaidschan erst nach der Pause, als mit Tempo und Konsequenz gespielt wurde. So sprang durch Doppeltorschütze Leon Goretzka, Sandro Wagner, Antonio Rüdiger und Emre Can doch noch ein standesgemäßer Sieg heraus. «Es war eine rundum gelungene Quali», sagte der Schalker Goretzka. Nicht mehr – aber auch nicht weniger.

Fotocredits: Uli Deck
(dpa)

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