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FIA-Präsident Max Mosley weilt nicht beim Großen Preis von Bahrain, immerhin. Doch an Rücktritt denkt er nicht. Nachdem das britische Boulevard-Blatt News of the World ein Video veröffentlicht hat, das den Funktionär beim Sex mit fünf Prostituierten zeigt, die Nazi-ähnliche Uniformern und Häftlingskleidung tragen, schlägt Mosley, Sohn des englischen Faschistenführers Oswald Mosley, nun zurück und kündigt rechtliche Schritte gegen das Blatt an.
In einem Brief an den ADAC relativierte Mosley sein Verhalten: “Wenn ich exzessiv schnell gefahren wäre oder das Alkohollimit überschritten hätte, hätte ich am gleichen Tag zurücktreten müssen. Aber ich war ein Opfer in einer hässlichen Konspiration.”
Nachdem die Autohersteller BMW und Mercedes eine Reaktion der FIA forderten, konterte der nicht nur machtgeile britische Funktionär gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters: “Angesichts der Geschichte von BMW und Mercedes, speziell vor und während des Zweiten Weltkrieges, kann ich verstehen, warum sie wünschen, sich klar von etwas abzugrenzen, was von ihnen richtigerweise als beschämender Inhalt der entsprechenden Publikation bezeichnet wird. Keine Frage, dass die Fia ihnen bald antworten wird.”
Zum Sport: Der Pole Robert Kubica gewann im BMW-Sauber das Qualifying vor Felipe Massa (Ferrari) und Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes). Bester Deutscher war Kubicas Teamkollege Nick Heidfeld auf Rang sechs, Nico Rosberg startet seinen Williams von Platz acht. “Ich bin sehr glücklich, dass ich ich die erste Pole Position für BMW geholt habe. Damit hätten wir alle nicht gerechnet”, sagte der strahlende Kubica nach dem Qualifying. [...mehr]
Das Wort Sauna kommt aus dem Finnischen und bedeutet “Schwitzstube”. Finnland ist berühmt für seine Saunakultur, da ist es kein Wunder, dass am Ostersonntag zwei Finnen in der Sauna des Großen Preises von Malaysia - 30 Grad Hitze und 70 Prozent Luftfeuchtigkeit - kühlen Kopf bewahrten. Der finnische Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen siegte vor dem Polen Robert Kubica (BMW-Sauber) und dem Finnen Heikki Kovalainen auf Mclaren-Mercedes.
Felipe Massa kam im Ferrari wieder nicht ins Ziel. McLaren-Star Lewis Hamilton wurde nach verpatztem Boxen-Stopp Fünfter vor Nick Heidfeld im BMW-Sauber.
Aus deutscher Sicht lief das Rennen weniger gut. Nur Nick Heidfeld fuhr in die Punkte. Der 30-Jährige verlor nach dem Start fünf Plätze, nachdem er mit Jarno Trulli im Toyota leicht mit den Vorderrädern aneinandergeraten war. Vom zehnten Rang kämpfte er sich wieder nach vorn und zeigte die spektakulärste Aktion des Rennens, als er er David Coulthard (Red Bull) und Fernando Alonso (Renault) gleichzeitig überholte. Timo Glock, Adrian Sutil und Sebastian Vettel schieden vorzeitig aus. Nico Rosberg belegte im Williams-Toyota Platz 14. [...mehr]
Start-Ziel-Sieg in einem chaotischen Rennen: Lewis Hamilton hat das Auftaktrennen der Formel 1 in Melbourne gewonnen. Nick Heidfeld wurde Zweiter, Nico Rosberg kam auf Rang drei und duschte erstmals in seiner Formel-1-Karriere auf dem Podium mit Champagner. Ferrari erlebte einen schwarzen Tag: Weltmeister Kimi Räikkönen und Felippe Massa schieden aus.
“Ein fantastischer Start in die Saison”, sagte Heidfeld nach dem Rennen. Rosberg saß strahlend dem Podium der Pressekonferenz der besten Drei: “Der Wahnsinn, hier oben zu sitzen!” “Das Auto war phänomenal”, freute sich Hamilton, “ein Traum zu fahren.”
Fünf Fahrer mussten nach Kollisionen in der ersten Renn-Kurve ihre Fahrzeuge schon nach wenigen Metern abstellen. Für Honda-Pilot Jenson Button, den Australier Mark Webber (Red Bull), Super-Aguri-Fahrer Anthony Davidson, Giancarlo Fisichella (Force India) und Sebastian Vettel (Toro Rosso) war der Saisonauftakt ganz schnell beendet.
Schlechte Nachrichten auch von Force India: Adrian Sutil schied in Runde neun mit hydraulischen Problemen aus. Wegen eines Chassis-Wechsels nach dem Qualifying musste er aus der Boxengasse ins Rennen gehen. 14 Runden vor Schluss war auch für Toyota-Pilot Timo Glock nach einem spektakulären Unfall das Rennen vorzeitig beendet. Aus einer Kurve kommmend, geriet er neben die Strecke, verlor die Kontrolle über sein Auto, wurde von einer Bodenwelle ausgehoben, drehte sich mehrfach und schlug in die Mauer ein, blieb aber bis auf leichte Blessuren an den Händen unverletzt. [...mehr]
Beim Großen Preis von Katar gewann der Topfavorit Casey Stoner (Ducati) vor Jorge Lorenzo (Yamaha) und Dani Pedrosa (Honda). Den vierten Platz holte sich Andrea Dovizioso (Honda) noch vor Valentino Rossi (Yamaha), der beim Auftaktrennen der diesjährigen Moto GP-Serie nur Platz 5 einfuhr.
Der Weltmeister des Vorjahres unterstrich mit dem Sieg beim ersten Rennen dieses Jahres, dass er den Championtitel in dieser Saison um jeden Preis verteidigen möchte. “Ich bin unheimlich glücklich, dass alles so gut geklappt hat. Es war ein fantastisches Rennen”, resümierte der Australier erleichtert.
Stoner legte im Training mit super Zeiten schon ein Mal richtig los. Das Qualifying lief dagegen eher durchwachsen für den Australier, der nur die viertbeste Zeit fuhr. Von der Pole startete der Rookie Jorge Lorenzo (Yamaha) vor dem Superbike-Weltmeister James Toseland (Yamaha). Nach einer spannenden Anfangsphase des Nachtrennens in der Wüste von Katar bestimmte der Ducati-Pilot in den letzten zehn Runden aber das Geschehen in der Moto GP.
Rossi’s neuer Teamkollege Lorenzo gelang es, dem Champion noch einigermaßen zu folgen. Der siebenmalige Weltmeister musste dagegen ab der elften Runde einsehen, dass er beim Kampf um den Sieg nicht mehr eingreifen konnte. Rossi startete von der siebten Position und schob sich Platz um Platz nach vorne bis er das Fahrerfeld sogar anführte. Aber nach der ersten Hälfte des Rennens ging dem Yamaha-Piloten dann förmlich die Luft aus und er erreichte am Ende für einen seine Verhältnisse schlechten fünften Platz. Der Italiener ist somit weiter auf Formsuche. Möglicherweise muss er sich erst an seine neuen Reifen gewöhnen. Rossi wechselte zur neuen Saison von Michelin zu Bridgestone. [...mehr]
Bei der bekanntesten Rallye der Welt stehen die Räder still: Einen Tag vor dem geplanten Start ist die Rallye Dakar wegen Sicherheitsbedenken abgesagt worden. Die Strecke sollte durch Mauretanien führen, dort wurden Heiligabend vier französische Touristen ermordet.
Die Rallye Dakar sollte morgen in Lissabon gestartet werden, acht der 15 Etappen hätten durch Mauretanien geführt. “Die Rallye-Organisation wurde von uns über das hohe Risiko informiert”, sagte der französische Regierungssprecher Laurent Wauquiez. “Das Ministerium hat allen Franzosen von einer Reise nach Mauretanien dringend abgeraten. Was für die französische Bevölkerung gilt, gilt auch für die Organisation der Rallye Dakar.”
Die letzte spannende Formel-1-Saison ist gerade erst vorüber, da warten die Fans der Rennserie schon hoffnungsvoll auf die nächste. Mit zwei wesentlichen Änderungen geht der Formel-1-Circus in das kommende Rennjahr. Mit dem Kurs in Valencia hat ein weiterer Grand Prix Aufnahme in den Rennkalender gefunden, der direkt durch die Hafenanlagen der spanischen Metropole führt.
Entgegengefiebert wird aber dem 28. September 2008. Dort soll der erste Formel-1-Grand-Prix bei Nacht ausgetragen werden. Raikkönen und Co. rasen dann unter Flutlicht auf einen Stadtkurs durch Shanghai. 16 Millionen Euro hat die Anlage gekostet und wurde schon mehrmals getestet, denn die Sicherheit der Fahrer steht immer noch an erster Stelle. Die Veranstalter erhoffen sich eine noch dramatischere und reizvollere Atmosphäre. Die Strecke ist 5,05 Kilometer lang und führt zu 70 Prozent durch das Stadtgebiet von Shanghai. Ein weiterer Pluspunkt für die deutschen Fans ist die Zeitverschiebung. So kann man das Rennen in Deutschland zu einer angenehmen Zeit verfolgen. Im Fahrerlager freut man sich ebenfalls über die willkommene Abwechslung, werden doch viele Rennen unter der brütenden Mittagshitze ausgetragen.
Jetzt in der Winterpause blühen natürlich die Spekulationen über die Cockpitvergabe im kommenden Jahr. So mancher Testfahrer hofft, in der nächsten Saison als Stammfahrer engagiert zu werden. Auslöser könnte ein Wechsel von McLaren -Pilot Fernando Alonso sein, der in seinem jetzigen Team total unzufrieden sein soll. Es wird damit gerechnet, dass Alonso zu seinem erfolgreichen Team von Renault zurückkehrt. Auch Ralph Schuhmacher, der sein Cockpit bei Toyota verloren hat, ist auf der Suche nach einem neuen Team. So könnte noch manches Team erheblich durcheinander gewürfelt werden.
Endlich, “The Iceman” Kimi Raikkönen wurde am 21. Oktober 2007 im spannendsten Finale der Formel-1-Geschichte Weltmeister. Vor dem Rennen hatte er noch mit 100 Punkten auf dem dritten Platz der Gesamtwertung gelegen. Titelverteidiger Fernando Alonso und Newcomer Lewis Hamilton besaßen mit 104 beziehungsweise 107 Punkten die klar bessere Ausgangsposition.
Als nach der Qualifikation Kimi Raikkönen nur hinter Hamilton auf Platz 3 startete, sah alles danach aus, als ob Lewis Hamilton mit seinen 22 Jahren der jüngste Formel-1-Weltmeister aller Zeiten werden sollte. Aber schon nach dem Start konnte Raikkonen den zweiten Platz erobern. Durch einen kurzzeitigen Defekt des McLaren–Mercedes wurde Hamilton bis auf Rang 18 durchgereicht. Als sich im Laufe des Rennens auch abzeichnete, dass Fernando Alonso mit der Geschwindigkeit der Ferraris nicht Schritt halten konnte, war die Tür zur Weltmeisterschaft für Raikkonen weit aufgestoßen.
Die Entscheidung fiel in Runde 53 – Raikkonen kehrte nach seinem zweiten Boxenstopp vor dem bis dahin führenden Felipe Massa auf die Strecke zurück. Diese Führung gab der “Iceman” nicht aus der Hand und konnte somit souverän den Großen Preis von Brasilien gewinnen.
Am Ende lag Raikkönen mit 110 Punkten genau einen Punkt vor seinen Konkurrenten Hamilton und Alonso. Ein wenig Genugtuung dürfte bei Raikkonen bei seinem Sieg über McLaren-Mercedes auch dabei gewesen sein, denn in den letzten Jahren blieb ihm durch zahlreiche Defekts oder mangelnde Schnelligkeit der Titel mit Mercedes versagt. So bleibt für das geschlagene Team von McLaren am Ende nur ein Trümmerhaufen, denn nach der Spionageaffäre und dem damit verbundenen Ausschluss aus der Konstrukteurs-WM, blieb ihnen jetzt auch der Fahrertitel verwehrt.
Raikkonen, der seinen ersten Weltmeisterschaftssieg feiern konnte, wird auch im nächsten Jahr gemeinsam mit Teamkollege Felipe Massa und Ferrari das Unternehmen „Titelverteidigung“ in Angriff nehmen.















