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Autor: Jörgen Heller

Alejandro Valverde konnte auf der letzten Etappe der 60. Dauphiné Liberé das Gelbe Trikot verteidigen und holte sich somit den Gesamtsieg der Generalprobe vor der Tour de France. Der Kasache Dmitriy Fofonov gewann in Grenoble die Abschlussetappe.

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Die Königsetappe über 233 Kilometer von Morzine hinauf zur Bergankunft in La Toussuire gewann gestern der Däne Chris Anker Sörensen. Nach dem Schlagabtausch der Top-Favoriten trägt Alejandro Valverde weiterhin das Gelbe Trikot des Führenden der Dauphiné Liberé.

Der CSC-Profi Sörensen konnte sich am Schlussanstieg mit einer Länge von 18,5 Kilometer hinauf ins 1695 Meter hoch gelegene La Toussuire absetzen und feierte mit diesem Triumph seinen ersten Profi-Sieg. Mit einem Vorsprung von 1:02 Minuten auf den Franzosen Pierrick Fedrigo (Bouygues Telecom) sicherte sich der Däne die Königsetappe.

Dahinter war ein packender Dreikampf zwischen den Top-Favoriten auf den Gesamtsieg entbrannt. Fünf Kilometer vor dem Ziel griff der Australier Evans am steilsten Stück der Rampe an, die im Schnitt sechs Prozent Steigung betrug. Dann schloss der US-Amerikaner Leipheimer auf Evans auf. Am letzten Kilometer hatte sich der Mann in Gelb Valverde an das Duo herangekämpft. Im Ziel wurde Leipheimer Dritter, der auf den Spanier fünf Sekunden und auf den Australier sieben Sekunden gutgeschrieben bekam. .

Heute geht es auf der Schlussetappe der Dauphiné über 128 Kilometer von Saint-Jean-de-Maurienne nach Grenoble, mit zwei Bergen der 1. Kategorie und einem Anstieg der 2. Kategorie. Weiterhin ist Alejandro Valverde im Gesamtklassement an der Spitze. Evans folgt mit 39 Sekunden Rückstand und Dritter ist Leipheimer 1:24 Minuten hinter dem Spanier. Fabian Wegmann vom Team Gerolsteiner ist bester Deutscher mit einem Rückstand von 26:08 Minuten auf dem 44. Platz.    [...mehr]


Valverde hat alle Chancen auf den Gesamtsieg          ©flickr/nick.emmons

Bei der Dauphiné Liberé hat gestern der Russe Juri Trofimow vom Team Bouygues Telecom die zweite schwere Bergetappe von Ville-la-Grand nach Morzine vor Cadel Evans für sich entschieden. Alejandro Valverde fuhr als Dritter ins Ziel und konnte das Gelbe Trikot des Gesamtführenden verteidigen.

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Dessel gewann gestern die erste schwere Bergetappe     ©flickr/ggoodman2002

Auf der vierten Etappe der Dauphiné siegte gestern der Franzose Cyril Dessel vom Team Ag2r. Aus einer 16 Fahrer umfassenden Ausreißergruppe konnte der Franzose am letzten Anstieg erfolgreich attackieren und sicherte sich die erste Bergetappe. Alejandro Valverde verteidigte ohne Probleme das Gelbe Trikot des Gesamtführenden.

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Boonen’s Chance bei der Tour zu fahren, ist gleich Null          ©flickr/Melifiscentgirl

Tour-Direktor Christian Prudhomme kündigte gestern an, dass Tom Boonen wegen seiner Kokain-Affäre nicht bei der diesjährigen Tour de France starten darf: “Er kann nicht starten, wenn sich die Informationen bewahrheiten.”

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Valverde gewann überraschend das Zeitfahren           ©flickr/nick.emmons

Der Spanier Alejandro Valverde hat gestern bei der Dauphiné Liberé zur Überraschung der Fachwelt das 31 Kilometer lange Einzelzeitfahren für sich entschieden. Die Zeitfahrspezialisten Levi Leipheimer und Cadel Evans mussten sich mit den weiteren Plätzen zufrieden geben. Nach dem Sieg dieser Etappe führt der Caisse d’Epargne-Profi nun in der Gesamtwertung.

Es war das beste Zeitfahren in der Karriere des 28-Jährigen. Valverde kam mit dem schwierigen Streckenprofil am besten klar. Der Spanier ließ bei seinem starken Auftritt auf dem 31 Kilometer-Rundkurs um Saint-Paul-en-Jarez alle staunen. Schon bei der ersten Zeitnahme nach 12,2 Kilometern führte Valverde deutlich vor den Spezialisten und diese Führung konnte er bis ins Ziel souverän verteidigen. So fuhr der Spanier, der schon die erste 1. Etappe der Dauphiné gewinnen konnte, in einer Zeit von 49:55 Minuten über die Ziellinie. Levi Leipheimer (Astana/+19 Sekunden) und Cadel Evans (Silence-Lotto/+20 Sekunden), die als ausgesprochene Zeitfahrspezialisten gelten, konnten dem Spanier auf den regennassen Straßen nichts entgegensetzen.

In der Gesamtwertung hat Valverde nun das Gelbe Trikot des Führenden Thor Hushovd weggeschnappt, Der Norweger fuhr als 98. ins Ziel ein. Heute geht es für das Peloton auf die erste schwere Bergetappe. Der Spanier hat 23 Sekunden Vorsprung auf den US-Amerikaner Leipheimer, dann folgt der Australier Evans (+0:37 Minuten).    [...mehr]


Ob Boonen nach diesem Fall wieder bei der Tour so jubeln kann ist fraglich             ©flickr/YamabushiMonAmour

Einen knappen Monat vor der 95. Auflage der Tour de France ist Ex-Weltmeister Tom Boonen positiv auf Kokain getestet worden. Mit dieser Doping-Affäre dürfte der Start bei der Tour von Boonen in Gefahr geraten.

Inge Delissen, die Sprecherin der zuständigen Staatsanwaltschaft der nordbelgischen Stadt Turnhout bestätigte gestern: “Ein Richter wird sich mit der Angelegenheit beschäftigen.” Der positive Test stammte drei Tage vor der Belgien-Rundfahrt, wobei Boonen ein Etappensieg erzielte.

Laut dem Radsport-Weltverband UCI wird dieser Fall aber nicht als Doping angesehen, weil dieses Vergehen nicht im Wettkampf stattfand. Die Organisatoren der Tour de Suisse, bei der Boonen mitfahren wollte, luden ihn aber vorsichtshalber gleich aus.

UCI-Sprecher Enrico Carpan stellte klar, dass in dem Fall keine sportlichen Regeln verletzt wurden: „Drei Tage vor dem Wettkampf gilt als ‘außerhalb des Wettkampfes’.“ Wäre Boonen einen Tag vor einem Rennen positiv getestet worden, würde es als klarer Dopingfall geahndet werden. Carpani erklärte, dass es keine UCI-Kontrolle war, welche sich auf die Anti-Doping-Bestimmungen der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA stützen. In dem Fall war es der flämische Radsport-Verband, der testete.

Der belgische Sprintspezialist und Gewinner von Paris-Roubaix 2008, gilt in seiner Heimat als eine große Berühmtheit. Das Quick-Step-Team, bei dem der Belgier unter Vertrag steht, sprach lange mit dem Sprinter, bevor man mit diesem Vorfall an die Öffentlichkeit gegangen ist. Aber auch wenn dieser Fall kein aktenkundiges Doping-Vergehen darstellt, dürfte dieser Fauxpas bei der gegenwärtigen Suche des Teams nach einem neuen Sponsor nicht unbedingt hilfreich sein. Auch steht in den Sternen, ob Boonen den Gewinn des Grünen Trikots bei der letztjährigen Tour de France im Juli wiederholen können wird.    [...mehr]


Hincapie sicherte sich die zweite Etappe der Dauphiné       ©flickr/jaredwrightus

High Road-Profi George Hincapie hat gestern die 2. Etappe der Dauphiné Liberé vor Sebastien Chavanel vom Team Francaise des Jeux und Sebastian Lang vom Team Gerolsteiner für sich entschieden. Thor Hushovd (Credit Agricole) trägt weiterhin das Gelbe Trikot des Gesamtführenden.

Alles sah in Vienne nach einem Massensprint aus. Aber in der letzten Kurve vor dem Ziel rissen Hincapie und Lang aus und keiner der favorisierten Sprinter konnten folgen. Der 28-jährige Lang führte bis kurz vor der Ziellinie, aber dann flog Hincapie aus seinem Windschatten heraus und sicherte sich den dritten Etappenerfolg seiner Karriere bei der Dauphiné. “Ich habe in der letzten Kurve attackiert und mich mit Sebastian Lang zusammengeschlossen. Dann musste ich eine Sekunde abwarten, um mich zu regenerieren - im Endeffekt habe ich aber ohne Probleme gewonnen. Der Sieg war zwar ein bisschen glücklich, jedoch bin ich hochzufrieden”, resümierte der Sieger.

Hushovd führt weiterhin in der Gesamtwertung              ©flickr/trikootSchon nach fünf Kilometern gab es die erste Attacke des Franzosen Stephane Auge (Cofidis), dem nur die beiden Spanier David de la Fuente (Saunier Duval) und Benat Albizuri (Euskaltel) nachsetzen konnten. Aber zwölf Kilometer vor dem Ziel war der Fluchtversuch beendet. De la Fuente konnte sich wenigstens die beiden Bergwertungen der vierten Kategorie sichern und trägt nun das Bergtrikot.

Thor Hushovd hat im Gesamtklassement nur noch eine Sekunde Vorsprung auf den Spanier Alejandro Valverde (Caisse d’Epargne). Dann folgt der US-Amerikaner Levi Leipheimer (Astana/+0:05 Minuten). Fabian Wegmann ist weiterhin als zehnter bester Deutscher mit 20 Sekunden Rückstand. Heute wird beim 31 Kilometer langen Einzelzeitfahren das Klassement ordentlich durcheinander gewirbelt werden.    [...mehr]


Valverde gewann knapp die erste Etappe           ©flickr/nick.emmons

Alejandro Valverde hat gestern die erste Etappe der Dauphiné Liberé über 194 Kilometer von Avignon nach Privas für sich entschieden. Der Spanier setzte sich im Zielsprint gegen Thor Hushovd durch. Der Norweger übernahm aber das Gelbe Trikot des Gesamtführenden.

Fabian Wegmann vom Team Gerolsteiner hatte den Massensprint schon mehrere hundert Meter vor dem Ziel eröffnet. Durch diese frühe Attacke blieb dem Deutschen Meister am Ende nur der vierte Rang. Valverde vom Team Caisse d’Epargne konnte mit einer guten Radlänge vor dem Profi vom Credit Agricole-Rennstall Hushovd seinen ersten Etappensieg bei dem achttägigen Radsport-Klassiker erzielen, den er nun schon zum dritten Mal mitfährt.

Hushovd führt in der Gesamtwertung              ©flickr/trikootSchon 15 Kilometern nach dem Start bildete sich eine dreiköpfige Ausreißergruppe mit den beiden Franzosen Sebastien Joly vom Team Francaise des Jeux und Arnaud Labbe (Bouygues Telecom) sowie dem deutschen Nachwuchsfahrer Christian Kux vom Team Milram. Der 23-jährige Deutsche gewann nach 136 Kilometern die einzige Bergwertung dieser Etappe und konnte sich im Zielort Privas das Gepunktete Bergfahrer-Trikot überstreifen. 13 Kilometer vor der Ziellinie wurde das Trio vom Peloton eingefangen. Dann machte Team High Road für seinen Sprintstar Andre Greipel die Pace. Aber diese Arbeit war umsonst, der 25-jährige Deutsche musste abreißen lassen und kam erst 41 Sekunden hinter dem Sieger Valverde ins Ziel.

Hushovd erhielt durch eine Zeitgutschrift für den zweiten Platz und führt nun im Gesamtklassement. Dahinter liegt der Tagessieger Valverde mit einer Sekunde Rückstand. Prolog-Gewinner Levi Leipheimer (Astana/+0:05) ist Dritter. Bester deutscher Radprofi ist Wegmann auf Platz elf (+0:20).    [...mehr]


Leipheimer sichert sich den Prolog             ©flickr/rhanke

Beim Prolog der 60. Auflage der Dauphiné Liberé hat gestern Levi Leipheimer triumphiert. Der US-Amerikaner vom Team Astana gewann nach dem 5,6 Kilometer langen Kurs in Avignon haarscharf vor dem norwegischen Sprinter Thor Hushovd (Credit Agricole).

Leipheimer ging als vorletzter Starter auf die Strecke und bewies allen, trotz dem schlechten Abschneiden beim Giro d’Italia, dass er die nötige Form besitzt, seinen Triumph bei der Südfrankreich-Rundfahrt von 2006 zu wiederholen. Der Astana-Profi fuhr auf dem flachen, mit wenig Kurven ausgestatteten Prolog in 6:10 Minuten mit einem Schnitt von 54,5km/h in das Ziel am Ufer der Rhône ein. Hinter dem Norweger Hushovd, der sich durch seine hervorragende Zeit lange als Sieger wähnte, kam Alejandro Valverde vom Team Caisse d’Epargne als Dritter mit einem Rückstand von sechs Sekunden auf Leipheimer ins Ziel.

Die Favoriten auf den Gesamtsieg wie auch die Prolog-Spezialisten kamen über zwölf Sekunden später als der Sieger über die Ziellinie. Man darf aber nicht vergessen, dass mit Blick auf die harten Bergetappen und das lange Zeitfahren auf der 3. Etappe dieser Zeitvorsprung sehr gering ist.

Topfavorit Cadel Evans vom Team Silence konnte mit seinem sechsten Platz überzeugen und zeigte der Konkurrenz, dass er seine Knieprobleme überwunden hat und sich im Tour-Vorbereitungssoll befindet. Die größte Enttäuschung unter den Topfavoriten der Dauphiné leistete sich der Teamkollege des Australiers Yaroslav Popovych (Ukraine), der 41 Sekunden hinter Leipheimer einfuhr.

Sprinter André Greipel vom Team High Road erreichte in 6:24 Minuten den zwölften Rang und wurde mit dem Ergebnis bester Deutscher. Einen Platz dahinter rangierte Fabian Wegmann vom Team Gerolsteiner (6:25).




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