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Valverde gewann knapp die erste Etappe           ©flickr/nick.emmons

Alejandro Valverde hat gestern die erste Etappe der Dauphiné Liberé über 194 Kilometer von Avignon nach Privas für sich entschieden. Der Spanier setzte sich im Zielsprint gegen Thor Hushovd durch. Der Norweger übernahm aber das Gelbe Trikot des Gesamtführenden.

Fabian Wegmann vom Team Gerolsteiner hatte den Massensprint schon mehrere hundert Meter vor dem Ziel eröffnet. Durch diese frühe Attacke blieb dem Deutschen Meister am Ende nur der vierte Rang. Valverde vom Team Caisse d’Epargne konnte mit einer guten Radlänge vor dem Profi vom Credit Agricole-Rennstall Hushovd seinen ersten Etappensieg bei dem achttägigen Radsport-Klassiker erzielen, den er nun schon zum dritten Mal mitfährt.

Hushovd führt in der Gesamtwertung              ©flickr/trikootSchon 15 Kilometern nach dem Start bildete sich eine dreiköpfige Ausreißergruppe mit den beiden Franzosen Sebastien Joly vom Team Francaise des Jeux und Arnaud Labbe (Bouygues Telecom) sowie dem deutschen Nachwuchsfahrer Christian Kux vom Team Milram. Der 23-jährige Deutsche gewann nach 136 Kilometern die einzige Bergwertung dieser Etappe und konnte sich im Zielort Privas das Gepunktete Bergfahrer-Trikot überstreifen. 13 Kilometer vor der Ziellinie wurde das Trio vom Peloton eingefangen. Dann machte Team High Road für seinen Sprintstar Andre Greipel die Pace. Aber diese Arbeit war umsonst, der 25-jährige Deutsche musste abreißen lassen und kam erst 41 Sekunden hinter dem Sieger Valverde ins Ziel.

Hushovd erhielt durch eine Zeitgutschrift für den zweiten Platz und führt nun im Gesamtklassement. Dahinter liegt der Tagessieger Valverde mit einer Sekunde Rückstand. Prolog-Gewinner Levi Leipheimer (Astana/+0:05) ist Dritter. Bester deutscher Radprofi ist Wegmann auf Platz elf (+0:20).    [...mehr]


Leipheimer sichert sich den Prolog             ©flickr/rhanke

Beim Prolog der 60. Auflage der Dauphiné Liberé hat gestern Levi Leipheimer triumphiert. Der US-Amerikaner vom Team Astana gewann nach dem 5,6 Kilometer langen Kurs in Avignon haarscharf vor dem norwegischen Sprinter Thor Hushovd (Credit Agricole).

Leipheimer ging als vorletzter Starter auf die Strecke und bewies allen, trotz dem schlechten Abschneiden beim Giro d’Italia, dass er die nötige Form besitzt, seinen Triumph bei der Südfrankreich-Rundfahrt von 2006 zu wiederholen. Der Astana-Profi fuhr auf dem flachen, mit wenig Kurven ausgestatteten Prolog in 6:10 Minuten mit einem Schnitt von 54,5km/h in das Ziel am Ufer der Rhône ein. Hinter dem Norweger Hushovd, der sich durch seine hervorragende Zeit lange als Sieger wähnte, kam Alejandro Valverde vom Team Caisse d’Epargne als Dritter mit einem Rückstand von sechs Sekunden auf Leipheimer ins Ziel.

Die Favoriten auf den Gesamtsieg wie auch die Prolog-Spezialisten kamen über zwölf Sekunden später als der Sieger über die Ziellinie. Man darf aber nicht vergessen, dass mit Blick auf die harten Bergetappen und das lange Zeitfahren auf der 3. Etappe dieser Zeitvorsprung sehr gering ist.

Topfavorit Cadel Evans vom Team Silence konnte mit seinem sechsten Platz überzeugen und zeigte der Konkurrenz, dass er seine Knieprobleme überwunden hat und sich im Tour-Vorbereitungssoll befindet. Die größte Enttäuschung unter den Topfavoriten der Dauphiné leistete sich der Teamkollege des Australiers Yaroslav Popovych (Ukraine), der 41 Sekunden hinter Leipheimer einfuhr.

Sprinter André Greipel vom Team High Road erreichte in 6:24 Minuten den zwölften Rang und wurde mit dem Ergebnis bester Deutscher. Einen Platz dahinter rangierte Fabian Wegmann vom Team Gerolsteiner (6:25).




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Morgen beginnt die Dauphiné Liberé         ©flickr/ibanmayoitxaspe

Einen Monat vor dem Beginn der Tour de France startet morgen die “Dauphiné Libéré”. Dieser knallharte Test in Südwestfrankreich dient für die Tour-Favoriten als Standortbestimmung und für die Helfer als letzte Empfehlung für ihre Mannschaften.

Die 60. Dauphiné verläuft über acht Tage von Avignon nach Grenoble und ist knapp 1100 Kilometer lang. Sieben schwere Anstiege gilt es zu meistern, aber ohne den schweren Mont Ventoux einzubeziehen. Morgen geht es mit dem Prolog-Zeitfahren über 5,6 Kilometer mit Ziel in Avignon los. Dann folgen zwei Flachetappen, wo die Sprinter sich auf die Tour vorbereiten können. Die dritte Etappe wird im Zeitfahren über 31 Kilometern ausgetragen. Die weiteren vier Tage führt das Peloton bei der Dauphiné in die Alpen, wobei die einzige Bergankunft auf den vorletzten Tag gelegt wurde.

Die Königsetappe wartet auf die Radprofis am Samstag. Sie ist 233 Kilometer lang und als Sahnehäubchen wurde die Bergankunft in La Toussuire, einem Skiort auf 1695m Höhe, eingebaut. Davor muss das Fahrerfeld aber noch über das Dach der Dauphiné, dem “Col de la Croix de Fer” (2067m). Am Schlusstag sind es nach Grenoble nur noch 127 Kilometer. Aber auf der finalen Etappe gilt es noch drei anspruchsvolle Anstiege in der zweiten Hälfte des Tagesabschnittes zu bewältigen.

Auch Levi Leipheimer vom Team Astana wurde eingeladen                    ©flickr/halfling_girl7Hochklassige Fahrer sind auch dieses Jahr wieder im Peloton. Levi Leipheimer (Astana) der Sieger von 2006, Alejandro Valverde (Caisse d’Epargne) und dessen Teamkollege Oscar Pereiro sowie Haimar Zubeldia und Samuel Sanchez (Euskaltel) sind vertreten. Auch in diesen prestigeträchtigen Kampf werden Carlos Sastre (CSC), Manuel Beltran (Liquigas) und Jose Angel Gomez Marchante (Saunier Duval) eingreifen.    [...mehr]


Das Astana-Team darf weiterhin nicht bei der Tour de France antreten             ©flickr/salfaromeaab

Bei der 95. Tour de France wird der Giro-Gewinner Alberto Contador und sein Astana-Team weiterhin nicht antreten dürfen. “Wir haben nichts gegen Contador selbst. Aber wir stehen zur Ausschluss-Entscheidung gegen Astana aus dem März”, sagte Tour-Direktor Christian Prudhomme.

“Grund dafür waren die von Astana 2006 und 2007 begangenen Fehler”, meinte der Tour-Direktor weiter in Bezug auf die Doping-Vergangenheit der kasachischen Mannschaft. Das Team, in dem auch der beste deutsche Radprofi Andreas Klöden vertreten ist, fiel letztes Jahr durch vier Doping-Affären auf.

Unterdessen hat der Tour-Organisator ASO für die Tour de France einen umfangreichen Doping-Strafen-Katalog vorgestellt. In dem heißt es, dass alle Profis einen neuen “Anti-Doping- Vertrag” unterzeichnen müssen. Sollte ein Fahrer des Dopings überführt werden, muss er eine Strafe von 100 000 Euro zahlen.

Contador kann seinen Tour-Sieg  dieses Jahr nicht wiederholen         ©flickr/Bob AuBuchon“Wir haben den Vertrag unterschrieben. Ich will das jetzt nicht kommentieren. Die Tour will mit allen Mittel einen erneuten Doping-Skandal verhindern”, erklärte Hans-Michael Holczer, der Manager des Teams Gerolsteiner. Offen bleibt, ob dieser neue Kontrakt mehr juristisches Gewicht besitzt, als die letztjährige “Ehrenerklärung” gegen Doping, die alle Profis unterzeichnen mussten.

Wie man weiß hielten sich bei der Tour 2007 wenige Fahrer an diese Erklärung. Alexander Winokurow, Iban Mayo, Cristian Moreni und Patrik Sinkewitz wurden überführt. Michael Rasmussen wurde im Gelben Trikot suspendiert und auch die Verdächtigungen gegen den späteren Sieger der Frankreich-Rundfahrt Alberto Contador ließen die sonst so strahlende Tour hinter einem großen Doping-Schatten verdunkeln.



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Sella fiel mit seinen enormen Soloritten in den Bergen auf                       ©flickr/stefanogab_974

Beim diesjährigen 91. Giro wurde bis jetzt kein Profi des Dopings überführt. Vielleicht haben die Sportler sich erstmals an die neuen Antidoping-Richtlinien gehalten und ein Wandel im Radsport ist erkennbar. Aber einige zweifelhafte Leistungen, gerade von Sportlern in den Bergen, lassen diese Hoffnungen sterben.

Gerade CSF Navigare sticht mit vier Etappensiegen hervor. Dieser kleine Rennstall kann den Gewinn des Bergtrikots und der Mannschaftswertung für sich verbuchen. Außerdem fand man im Gesamtklassement drei Fahrer dieses Teams unter den Top 12 wieder. Aber nicht zu vergessen ist, dass vor dem Giro ihr Sprinter Max Richeze positiv auf Anabolika getestet wurde. Auch muss man festhalten, dass kein Profi dieser Zweitliga-Mannschaft die Ehrenerklärung des Weltverbandes UCI für einen sauberen Radsport unterzeichnete.

Nicht zu vergessen sind die einzigartigen Soloritte des CSF-Kapitäns Emanuele Sella in den Dolomiten, der nur knapp an einem Dreifachsieg vorbeischrammte. Woher nahm er nur die Kraft, ohne Ermüdungen vom Vortag zu zeigen? In den Alpen ähnelte sich das Szenario. Alberto Contador, Riccardo Ricco oder Danilo di Luca mussten sich ihre Kräfte einteilen, während dessen Sella wieder als Solist die Topfavoriten stehen ließ und auf der 20. Etappe allein ins Ziel flog.

Klöden stellte sie Sauberkeit des CSF-Teams in Frage        ©flickr/kelly-sDiese zweifelhaften Leistungen vom CSF-Team Sella und Co. sorgten auch im Peloton für Diskussionsstoff. Andreas Klöden zeigte sich mutig und beklagte schon vor den Bergetappen, dass die Dopingtests bei den Teams sehr unterschiedlich ausfallen würden, wobei er CSF als größtes Negativ-Beispiel hervorhob.

Speziell das CSF Navigare-Team soll mit seinem enormen Leistungssprung nur als fragwürdiges Beispiel herausgegriffen werden. Werden wir sehen, was uns nach diesem Giro und vor der Tour de France noch in Sachen Doping erwartet. Fakt ist, auch wenn der Zuschauer spektakuläre Bergetappen sehen will. Ob die Leistungen der Profis auch clean sind, ist leider weiterhin fraglich.



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Alberto Contador gewann gestern seinen ersten Giro       ©flickr/ijphotos.com

Beim abschließenden Zeitfahren hat Alberto Contador seinen Vorsprung ausbauen können und seinen ersten Giro-Sieg besiegelt. Dem ärgsten Kontrahenten Riccardo Ricco nahm der Astana-Profi gestern auf dem 28,5 km langen Kurs knapp zwei Minuten ab. Die letzte Etappe nach Mailand gewann Marco Pinotti (Italien/High Road) vor seinem Teamkollegen Tony Martin.

Contador genügte am Ende der elfte Rang, um die Gesamtwertung des Giro zu gewinnen. Der 25-Jährige konnte aufgrund starken Gegendwindes, der am Spätnachmittag aufkam, die Etappe nicht für sich entscheiden. Somit triumphierte erstmals ein Radprofi bei der 91. Rundfahrt seit 2002, der keine einzige Etappe gewinnen konnte.

Contador ist nun der erste spanische Sieger des Giro seit dem Jahr 1993, als Miguel Indurain in Italien triumphierte. Außerdem wurde der der Astana-Profi von “Gazzetta dello Sport” zum “Re d’Italia”(König von Italien) gekürt. Der Madrilene sagte abschließend: “Das ist meine Tour de France in diesem Jahr. So ein Giro-Sieg ist mir lieber als ein zweiter Tour-Erfolg.”

Contador bei der Zielankunft in Mailand:

Das Team des Siegers wurde dieses Jahr aufgrund mehrerer Doping-Skandale nicht zur Tour de France eingeladen. Contador sieht die Ausladung nach seinem Triumph aber eher gelassen: “Natürlich gefällt mir das nicht, aber ich glaube nicht, dass sich daran noch etwas ändert. Außerdem hätte ich nach diesem harten und anstrengenden Giro sowieso keine Kraft mehr, zur Tour zu fahren.”

Im Gesamtklassement belegte Ricco den zweiten Platz. Der Italiener holte sich auch das Weiße Trikot für den besten Nachwuchsfahrer Das Grüne Trikot des besten Bergfahrers gewann souverän Emanuele Sella. Zum besten Sprinter wurde in Mailand Daniele Bennati gekürt.    [...mehr]


Alberto Contador hatte heute alle Mühe          ©flickr/ijphotos.com

Bei der heutigen und letzten Bergankunft des 91.Giro d’Italia hatte Alberto Contador alle Mühe das Rosa Trikot des Gesamtführenden zu verteidigen. Die Italiener Danilo di Luca und Riccardo Ricco griffen den Astana-Profi mehrfach an und verkürzten den Abstand in der Gesamtwertung gewaltig.

Sieger auf der 19. Etappe von Legnano zur Ankunft am Monte Pora wurde der Ausreißer Vasil Kiryienka (Tinkoff) aus Weißrussland. Der Tinkoff-Profi war am Ende der Beste einer siebenköpfigen Spitzengruppe, die einen Vorsprung von 20 Minuten herausfahren konnte. Dann war es di Luca, der das Ziel in 1453m Höhe als Zweiter erreichte, nachdem er Contador immer wieder angriff.

Andreas Kölden konnte seinem Kapitän ordentlich helfen, dass der Rückstand nicht noch größer wurde. Am Schlussanstieg zog der Toursieger dann davon, konnte die Konkurrenten aber nocht abschütteln. Doch es gelang ihm nicht, seine verbliebenen Begleiter abzuhängen. Contador musste Ricco sogar vorbeiziehen lassen.

Titelverteidiger Danilo Di Luca wurde heute Zweiter        ©flickr/Tim De BackerDie beiden Herausforderer kämpften wie besessen, dem Spanier sein “maglia Rosa” abzunehmen. Auf di Luca büßte Contador inklusive der Zeitgutschrift rund zwei Minuten ein und Ricco konnte ihm sogar 37 Sekunden abnehmen. So bleiben dem Spanier knappe vier Sekunden Vorsprung in der Gesamtwertung vor dem Italiener.

Andreas Klöden belegt im Ziel Platz 16 mit dreieinhalb Minuten Rückstand auf seinen Astana-Kapitän und konnte sich mit der herausragenden Helferleistung auf den 13. Platz im Gesamtklassement nach vorn fahren.

Morgen wird es auf der 20. und vorletzten Etappe im Hochgebirge sich wieder spannend mit einigen Attacken auf das Rosa Trikot. Das Team Astana würd alle Mühe haben, die Gesamtwertung zu verteidigen.    [...mehr]


Für Voigt war es der erste Sieg beim Giro  ©flickr/rthorne

Auf der 18. Etappe hat gestern Jens Voigt den zweiten deutschen Etappensieg beim diesjährigen Giro eingefahren. Der CSC-Profi riss 34 Kilometer vor dem Ziel aus und schaffte es, die Führung bis zum Ziel in Varese zu behalten.

Für lange Ausreißversuche ist Jens Voigt bekannt. “Ich musste aus der zwölfköpfigen Gruppe angreifen und es auf eigene Faust versuchen, weil ich im Spurt gegen Bettini und Bennati keine Chance gehabt hätte”, meinte Voigt, für den es erste Einzelerfolg beim Giro war. Mit einem Rückstand von 1:07 Minuten wurde Giovanni Visconti (Quick Step) im Zielsprint vor Rinaldo Nocentini (ag2r) und Gabriele Bosisio (LPR) Zweiter.

Nach dem Ausriss des Berliners wurde in der elfköpfigen Verfolgergruppe immer wieder das Tempo angezogen, während dessen das Hauptfeld keine Chance mehr hatte, die Ausreißer einzuholen. Weltmeister Bettini (Quick Step), der sich mit in der Ausreißergruppe befand, musste dem hohen Tempo bei der Aufholjagd Tribut zollen und von den drei Italienern Visconti, Nocentini und Bosisio abreißen lassen. Sie konnten sich in der Tempoarbeit nicht einigen und Voigt erzielte auf der regennassen Straße von Varese souverän den Tagessieg.

Bilder von der Zieleinfahrt:

Das Peloton kam mit einem Rückstand von 7:51 Minuten in Varese an Die Gesamtführung von Alberto Contador (Astana) war aber zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Vor den letzten beiden schweren Bergetappen und dem abschließenden Einzelzeitfahren in Mailand liegt der Spanier weiterhin mit einem Vorsprung von 41 Sekunden vor Riccardo Ricco (Saunier-Duval) und 1:21 Minuten vor Gilberto Simoni (Diquigiovanni). Teamkollege Andreas Klöden ist auf Rang 15 bester Deutscher.

In der Sprintwertung holte sich Daniele Bennati gestern weitere Punkte und wird das Violette Trikot mit uneinholbaren 180 Punkten vor den punktgleichen Mark Cavendish (High Road/106) und Paolo Bettini (Quick Step) nach Mailand fahren.    [...mehr]


Greipel sorgte für den ersten deutschen Eatappensieg beim 91. Giro        ©flickr/mrs.flax

Auf der 17. Etappe des Giro d’Italia hat gestern der Deutsche André Greipel vor seinem Teamkollegen Mark Cavendish im Zielsprint gewonnen. Für den High Road-Profi war es der erste deutsche Etappensieg bei dem diesjährigen Giro. Platz drei ging an den Italiener Daniele Bennati (Liquigas).

Ab der „flamme rouge“ machte das Team High Road das Tempo an der Spitze des Feldes. Kurz vor dem Ziel dachte man, der dritte Tagessieg von Cavendish ist sicher. Aber der 23-jährige Brite ließ Greipel gewähren und schenkte ihm somit den Etappenerfolg. Mit dieser sehr sportlichen Geste gegenüber seinem Teamkollegen verhinderte Cavendish einen weiteren Erfolg von Daniele Bennati, der in der Sprintwertung haushoch führt.

“Wir hatten beschlossen, dass ich als Erster in die letzte Kurve gehen würde. Ich habe den Sprint angezogen und dachte mir, dass ich ihn bis zum Ende durchziehen könnte. Wie gewohnt haben wir gegen Ende die Führung übernommen - ich war in der Führungsarbeit und hab mich stark gefühlt”, meinte Greipel. Der sportliche Leiter des Team High Road, Valerio Piva, fügte hinzu: Cavendish hat sich heute für Greipels Arbeit auf den anderen Flachetappen bedankt und ist für ihn den Sprint angefahren.”

Bilder von der Zielankunft:

Der Spanier Alberto Contador (Astana) liegt in der Gesamtwertung weiterhin vor Riccardo Ricco (Saunier-Duval/+0:41 Minuten) und Gilberto Simoni (Diquigiovanni/+1:21). Andreas Klöden, der mit einem Rückstand von 8:44 Minuten bester Deutscher auf Platz 13 ist, kann jetzt nur noch Contador unterstützen “Ich werde mich ganz in den Dienst von Alberto und der Mannschaft stellen und versuchen, den Gesamtsieg zu sichern”, schrieb der Lausitzer auf seiner Homepage.

Daniele Bennati (160 Punkte) ist das “maglia ciclamino” wohl nicht mehr zu nehmen. Mark Cavendish (106) liegt dahinter, gefolgt von Riccardo Ricco (Saunier-Duval/105). Das Bergtrikot trägt weiterhin Emanuele Sella (CSF/128 Punkte) uneinholbar vor Vasil Kiryienka (Tinkoff/27).    [...mehr]


Alberto Contador steht kurz vor dem ersten Giro-Triumph       ©flickr/ijphotos.com

Nach dem schweren Bergzeitfahren zum Kronplatz hat Alberto Contador das Rosa Trikot übernommen. Dem spanischen Tour-de-France-Sieger und seinem kasachischen Team Astana ist der erste Sieg bei der Italien- Rundfahrt kaum noch zu nehmen.

“Wir sind in einer sehr guten Position. Wir haben bereits das Rosa Trikot, wir haben ein starkes Team und wir arbeiten gut zusammen”, meinte der Sportliche Leiter Sean Yates. “Aber im Radsport kann man sich nie sicher sein”, fügte der britische Ex-Profi hinzu. Ein Körper sei keine Maschine.

Vor allem die Bergetappen am Freitag und Samstag warten noch als schwere Prüfungen. Doch ist der Kurs gut kontrollierbar. Die Anstiege am Freitag beginnen spät und die Distanzen zwischen den Favoriten sind nicht groß genug, um für riesige Zeitabstände zu sorgen.

Hat Contador  vor dem Giro geblufft?           ©flickr/Bob AuBuchonIm abschließenden Zeitfahren am Sonntag auf der letzten Giro-Etappe sieht der Spanier erst recht keine Gefahr. “Ich freue mich darauf. Der Kurs liegt mir. Wenn ich muss, kann ich dort einen Rückstand noch aufholen”, erörterte Contador, dem der Weg zur Tour wegen des Astana-Banns in diesem Jahr verschlossen bleibt. “Die ersten Tage des Giro waren schwer für mich. Auch die Dolomiten-Etappen haben wehgetan. Doch jetzt hat sich meine Form stabilisiert”, sagte er zuversichtlich.

Auch den Kampf um die Kapitänsrolle innerhalb des Astana-Teams, welches erst kurz vor Giro-Beginn die Start-Zulassung erhielt, hat Contador für sich entschieden. Der durch den Sieg bei der Romandie-Rundfahrt besser vorbereitet scheinende Andreas Klöden konnte ebenso wie Kalifornien-Tour-Sieger Levi Leipheimer auf den Dolomiten-Etappen mit der Spitze nicht mithalten. “Beide haben sich vielleicht einen Tag lang über die fehlende Form geärgert. Aber jetzt ist auch ihre Stimmung wieder gut”, sagte Pressesprecher Philippe Maertens.    [...mehr]


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