Ratgeber

Goldfische? Deutsche Schwimmer haben Olympia-Medaillen im Visier

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Zunächst gab es Ärger um Schwimmanzüge, Normen und den Staffelverzicht über 4 x 200 m Freistil von Britta Steffen, dann purzelten in Berlin die Rekorde: Deutschlands Schwimmer haben sich aus dem Wellental bei der Meisterschaft und Qualifikation für Peking mit drei europäischen und sieben deutschen Bestmarken herausgeschwommen.

Helge Meeuw gehört nach Europarekord und Weltjahresbestzeit über 100 m Rücken (53,10) ebenso zu den Medaillenkandidaten wie Europarekordlerin Sarah Poewe über 100 m Brust (1:07,10). Hoffnung machen zudem die Auftritte von Paul Biedermann und Steffen Deibler. Biedermann, der in Peking über 200 m Freistil auf den US-Star Michael Phelps trifft, verbesserte seinem deutschen Rekord vom EM-Triumph in Eindhoven (1:46,37). Deibler stellte über 100 m Freistil (48,55) sowie im Sprint über die 50 m Freistil (22,11) zwei nationale Bestmarken auf.

Steffen bewies nach der scharfen Kritik an ihrem Start- und Staffelverzicht über 200 m Freistil Nervenstärke und untermauerte mit Europarekord über 100 m Freistil (53,20 Sekunden) ihre Ambitionen.

Die Berliner Goldhoffnung führt den 25-köpfigen Kader an, den der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) für die Olympischen Spiele in Peking zur Nominierung vorschlagen wird. 15 Frauen und 10 Männer sollen für den DSV in China um Medaillen kämpfen.

Der Kader:

Frauen: Antje Buschschulte (Magdeburg), Petra Dallmann (Heidelberg), Jaana Ehmcke (Potsdam), Meike Freitag (Frankfurt), Daniela Götz (Erlangen), Nicole Hetzer (Burghausen), Annika Lurz (Würzburg), Sarah Poewe (Wuppertal), Anne Poleska (Krefeld), Daniela Samulski (Wuppertal), Katharina Schiller (Hildesheim), Sonja Schöber (SG Dortmund), Britta Steffen (Berlin), Lisa Vitting (Mülheim), Christin Zenner (Hildesheim).

Männer: Paul Biedermann (Halle/Saale), Lars Conrad (Hannover), Markus Deibler (Biberach), Steffen Deibler (Biberach), Stefan Herbst (Leutzsch), Christian Kubusch (Magdeburg), Helge Meeuw (Frankfurt), Thomas Rupprath (Rostock), Jens Schreiber (Hannover), Benjamin Starke (Berlin).