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Minsk als Gastgeber 2019 gewählt

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Minsk – Die weißrussische Hauptstadt Minsk wird 2019 die zweiten Europaspiele ausrichten. Das entschied die 45. Vollversammlung des Europäischen Olympischen Komitees EOC in Minsk.

Nach mehr als einem Jahr Suche nach einem Bewerber gab es bei der Abstimmung keinen Gegenkandidaten. Trotz des Antrags des Nationalen Olympischen Komitees Dänemarks, die Entscheidung wegen der unsicheren Finanzierung der Europaspiele aufzuschieben, akzeptierte die Mehrheit der Vertreter von 50 europäischen Nationalen Olympischen Komitees den Standort.

Weißrusslands Staatspräsident Alexander Lukaschenko hatte zuvor die Bereitschaft seines Landes zur Ausrichtung der Spiele bekräftigt. «Sie können auf Weißrussland zählen», erklärte Lukaschenko vor der Vollversammlung. Zugleich forderte er, dass mehr Wettkämpfe der Europaspiele Qualifikationen für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio sein sollten. Weißrussland musste sich zuletzt der öffentlichen Kritik wegen Menschenrechtsverletzungen im Lande stellen.

Im Mai 2015 hatte das EOC die zweiten Europaspiele bereits an die Niederlande vergeben, die ihre Bewerbung danach jedoch aus finanziellen Gründen zurückzogen. Die ersten Europaspiele hatten 2015 in Baku, der Hauptstadt Aserbaidschans, stattgefunden. Schon damals war die Vergabe angesichts der politischen Situation in der früheren Sowjetrepublik von Menschenrechtlern scharf kritisiert worden.

Fotocredits: Tatyana Zenkovich
(dpa)

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