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Olympia 2008: Internet-Zensur auch für Journalisten

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Eigentlich sollten Journalisten während der Olympischen Spiele freien Zugang ins Internet erhalten. Eigentlich, denn Seiten von Menschenrechts-Organisationen oder kritischen Medien sind weiter gesperrt. „Alles individuelle Probleme“, wiegeln die Organisatoren ab.

Wie Spiegel Online berichtet, bleibt das Internet bisher auch für Journalisten zensiert wie im Rest des Landes. „Gesperrt waren Seiten wie der chinesische Internetdienst der Deutschen Welle, das Angebot des US-amerikanischen Senders Radio Free Asia (RFA), Amnesty International, Human Rights in China (HRiC) oder auch der katholischen Nachrichtenagentur Asianews, die auch über die Untergrundkirche in China berichtet“, berichtet Spiegel Online.

Die weit gehende Internet-Zensur, die in China landesweit üblich ist, erstreckte sich im Pressezentrum auf die allgemeinen Arbeitsräume für die Journalisten, die drahtlosen Netzwerke und das Internet-Café. Medienchef Sun Weijia sagt ungerührt: „Ich denke nicht, dass es irgendwelche Probleme gibt, sich mit Medienwebseiten zu verbinden.“

Im April hatte der für die Presse zuständige Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Kevin Gosper, in Peking nach eigenen Angaben noch die Zusicherung erhalten, dass zumindest die mehr als 5000 beim IOC akkreditierten Journalisten im Pressezentrum freien Zugang zum Internet haben würden.

China hat gerade mit 253 Millionen Nutzern die USA als größte Internet-Gemeinde überholt. Aus Rücksicht auf ihre Marktchancen in China zensieren sich große internationale Suchmaschinen wie Google und Yahoo in China selbst in vorauseilendem Gehorsam und filtern Suchinhalte, die von Chinas Behörden als politisch heikel betrachtet werden.

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