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Regen-Chaos: Abbrüche verzögern Ausgang in Brasilien

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São Paulo – Der mögliche Showdown um die Formel-1-WM ist zu einer Chaosveranstaltung und Nervenprobe geworden. Der Große Preis von Brasilien wurde zwei Mal unterbrochen, insgesamt über eine Stunde. Zuerst wurde das Rennen im verregneten São Paulo für 35 Minuten gestoppt, dann für 27.

Regen und die daraus auch resultierenden schwierigen Sichtverhältnisse sorgten für die unrühmlichen Umstände einer eventuellen Titelentscheidung. Die Zuschauer auf dem Autódromo José Carlos Pace zeigten nach dem zweiten Abbruch enttäuscht mit den Daumen nach unten. «Die Strecke ist fein», befand Lewis Hamilton zumindest zu diesem Zeitpunkt.

Der Franzose Romain Grosjean war bei den teilweise verheerenden Bedingungen auf dem Weg in die Startaufstellung mit seinem Haas-Wagen schon in die Streckenbegrenzung gekracht. Im Rennen, das bereits mit zehn Minuten Verspätung wegen der schweren Bedingungen begonnen hatte, erwischte es Marcus Ericsson im Sauber und unmittelbar nach der erneuten Freigabe den Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen.

«Wir müssen das Rennen beenden. Wie viele Fahrer sollen hier noch verunglücken», schimpfte dessen deutscher Teamkollege Sebastian Vettel via Boxenfunk. Er konnte nur mit Mühe einen Crash mit dem Ferrari des Finnen bei der schlechten Sicht verhindern. «Ich konnte nichts sehen.»

An der Spitze klagten auch Pole-Mann Hamilton und dessen Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg zunächst über die Bedingungen. Hamilton hatte zudem Schwierigkeiten mit seinem Visier.

Sein deutscher Rivale kann mit einem Sieg bei voller Punktzahl in Brasilien die WM vorzeitig gewinnen. Er hatte sich den zweiten Startplatz hinter Hamilton gesichert. Je nach der Rennplatzierung des britischen Titelverteidigers und der Punktzahl, die vergeben wird, kann Rosberg auch ein sechster Rang für den WM-Gewinn noch reichen.

Zum Zeitpunkt des ersten Abbruchs nach 20 von 71 Runden lag Hamilton weiterhin vor Rosberg. Daran änderte sich auch nach dem zweiten Stopp nichts. Als das Rennen dann wieder freigegeben wurde, zog allerdings zunächst Max Verstappen an Rosberg vorbei. Es wurden allerdings auch schon wieder schwerere Niederschläge erwartet. Sollten nicht 75 Prozent der Renndistanz gefahren werden können, gibt es nur die Hälfte der Punkte.

Fotocredits: Fernando Bizerra Jr.,Fernando Bizerra Jr.,Fernando Bizerra Jr.,Fernando Bizerra Jr.
(dpa)

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