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Schwimmen: Antje Buschschulte nimmt Auszeit – „Ich fühle mich da rausgewachsen“

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Schwimmstar Antje Buschschulte nimmt eine Auszeit. Die 29-jährige Schwimmerin hat an der Uni Magdeburg eine Promotionsstelle angetreten und will noch einige Meetings absolvieren, aber nur „aus Spaß an der Freude“. Buschschulte sagte dem „Tagesspiegel“: „Ich habe jetzt vier Olympische Spiele erlebt, für mich ist das alles nicht mehr so aufregend. Ich fühle mich da irgendwie rausgewachsen.“

Buschschulte, 2003 Weltmeisterin über 100 Meter Rücken, hat ihren Verzicht auf die Teilnahme am Weltcup-Finale vom 15. bis 16. November in Berlin erklärt. Vom Karriere-Ende will sie aber noch nicht sprechen:“Ich habe immer noch Spaß am Schwimmen, trainiere weiter, und deswegen lasse ich mir diese Entscheidung noch offen.“

Die Rückenschwimmerin erklärte ihren Entschluss: „Es stellt sich für viele Sportler die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt, um aufzuhören. Ich habe mich schon ein Jahr vor den Olympischen Spielen damit beschäftigt, als im Schwimmen die Zeiten immer phantastischer wurden und immer mehr Leute Rekorde schwammen, die vorher kaum einer kannte.“

Die mehrfache Europameisterin wird in der nächsten Saison beim SC Magdeburg Kinder und Jugendliche trainieren und ihre Erfahrungen weitergeben: „Ich möchte den Kindern nicht ihr Ziel nehmen. Und wenn sie Talent haben, sollten sie es wirklich versuchen auszureizen. Aber falls man nur mitschwimmt, sollte man realistisch bleiben und nicht sein Leben opfern.“

Bei Olympia in Atlanta 1996, Sydney 2000 und Athen 2004 hatte Buschschulte jeweils Bronze gewonnen, in Peking ging sie leer aus. Ihr privates Glück hat Buschschulte am Beckenrand gefunden, sie ist mit dem  Schwimmer Helge Meeuw liiert.