Olympia

Seoul 1988: Erster Doping-Skandal und letztes DDR-Team

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Rio de Janeiro – Die XXIV. Spiele 1988 in Südkoreas Hauptstadt Seoul finden in einem politisch geteilten Land statt.

Trotz Nordkoreas Boykott, gefolgt von Kuba, Äthiopien und Nicaragua, nehmen vom 17. September bis 2. Oktober erstmals wieder alle wichtigen Nationen teil. Mit 159 Ländern ist das Teilnehmerfeld so groß wie nie zuvor.

Aber nicht Politik sondern Doping überschattet das internationale Sportlerfest. Der Kanadier Ben Johnson wird nach seinem 100-Meter-Sieg in sensationellen 9,79 Sekunden des Dopings überführt. Goldmedaille und Weltrekord werden aberkannt. Gold bekommt der Amerikaner Carl Lewis.

Bei ihrer letzten Teilnahme an Olympischen Spielen verabschiedet sich die DDR mit 37 Siegen. Ihre Schwimmerin Kristin Otto ist mit sechs Mal Gold erfolgreichste Teilnehmerin. Die Bundesrepublik setzt mit Steffi Graf dagegen, erstmals seit 64 Jahren ist Tennis wieder olympische Disziplin. Graf gewinnt nach dem Grand Slam auch das olympische Tennis-Turnier und vollendet den «Golden Slam». Mit der Teilnahme der Tennis-Profis werden Berufssportler bei Olympia endgültig hoffähig.

Fotocredits: Oly
(dpa)