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Auftakt fürs DFB-Team: Grindel mit hoher Vorgabe für Löw

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München – Jetzt ist Joachim Löw wieder gefordert. Nach vier Monaten Winterpause trifft sich die Fußball-Nationalmannschaft heute in Wolfsburg zur Vorbereitung auf die ersten Länderspiele des Jahres.

Nach der Ausmusterung des Bayern-Trios Jérôme Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller muss der Bundestrainer im Testspiel am Mittwoch gegen Serbien und erst recht vier Tage später zum Auftakt der EM-Qualifikation in Amsterdam gegen die Niederlande möglichst positive Ergebnisse abliefern. Der Neubeginn birgt viel Brisanz.

DFB-Präsident Reinhard Grindel baute Druck auf, auch wenn er dem vertraglich noch bis zur WM 2022 gebundenen Bundestrainer weiterhin das Vertrauen ausspricht. «Jogi bringt alle Qualitäten mit, um den Umbruch zu gestalten», sagte Grindel am Sonntagabend im Bayerischen Fernsehen. Der Verbandschef formulierte aber auch eine klare Vorgabe und Erwartungshaltung an Löw, der nach dem WM-Debakel und dem Abstieg in die zweite Liga der Nations League 2018 den Verjüngungsprozess des Nationalteams vehement forcieren will. «Wir wollen uns souverän für die EURO 2020 qualifizieren. Und ich denke, wir werden dann auch eine Mannschaft haben, die um den Titel mitspielen kann», sagte Grindel.

Neben Topgegner Holland sind Nordirland, Weißrussland und Estland die weiteren Gegner der DFB-Auswahl in den acht Ausscheidungsspielen in diesem Jahr. «Die Qualifikation werden wir schaffen», versprach Löw. Platz zwei würde zur EM-Teilnahme ausreichen.

Eine erfolgreiche Arbeitswoche würde Löw helfen, die Wogen um den neuen Kurs und den Verzicht auf drei verdiente Weltmeister von 2014 zu glätten. «Das kann man im Voraus nicht sagen», antwortete Kapitän Manuel Neuer auf die Frage, was ohne seine Bayern-Kollegen Müller, Boateng und Hummels der Nationalmannschaft fehlen werde.

Grindel wünscht sich, dass das Thema in den Hintergrund rückt und der Fußball wieder im Mittelpunkt steht. Die Konzentration soll ganz den Spielen gegen Serbien und Holland gelten: «Das wird schwer genug», meint der DFB-Boss.

23 Spieler hat Löw nominiert, darunter die Neulinge Niklas Stark (Hertha BSC), Lukas Klostermann (RB Leipzig) und Maximilian Eggestein (Werder Bremen). Hinter Serge Gnabry steht ein Fragezeichen: Der Angreifer des FC Bayern fehlte wegen einer Erkältung am Sonntagabend beim 6:0 der Münchner in der Bundesliga gegen Mainz. «Ich denke, dass er wahrscheinlich für das erste Spiel mit der Nationalmannschaft noch keine Alternative sein wird», meinte Bayern-Coach Niko Kovac.

Fotocredits: Boris Roessler
(dpa)

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