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DFB-Frauen feiern 4:2-Sieg bei Premiere gegen Österreich

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Regensburg – Nach ihrem erfolgreichen Heimdebüt als Bundestrainerin ließ Steffi Jones trotz einer kurzen Schwächephase der deutschen Fußball-Frauen Milde walten. «Wir haben mit viel Spielfreude agiert und verdient gewonnen», stellte Jones nach dem 4:2 (2:0) im ersten Länderspiel gegen Österreich zufrieden fest.

Vor 9459 Zuschauern in Regensburg brachte Anja Mittag den Olympiasieger am Samstag mit einem Doppelschlag in der 8. und 40. Minute in Führung. Laura Feiersinger (48.) und Nina Burger (54.) glichen nach der Pause zunächst aus. Verena Faißt (75.) und Lena Petermann (81.) per Foulelfmeter bewahrten die DFB-Elf vor einem Dämpfer. «Die Gegentore waren unnötig. Da hat die Abstimmung nicht gestimmt», monierte Jones. Den guten Gesamteindruck konnte dies aber nicht schmälern: «Man hat gesehen, wozu die Mannschaft im Stande ist.»

Schon vor dem Anpfiff war es emotional geworden, als Ex-Bundestrainerin Silvia Neid, Auswahl-Managerin Doris Fitschen und die nach dem Olympiasieg ebenfalls zurückgetretenen Spielerinnen Saskia Bartusiak, Annike Krahn und Melanie Behringer von DFB-Präsident Reinhard Grindel offiziell verabschiedet wurden.

Neid-Nachfolgerin Jones sah bei ihrem Heimdebüt als Auswahlchefin eine von Beginn an überlegene DFB-Elf, die in der ersten Halbzeit klar dominierte und für ihre gefälligen Kombinationen immer wieder den Szenenapplaus des Publikums erhielt.

Schon der erste gefährliche Angriff führte zum Erfolg: Svenja Huth bediente Sturmpartnerin Mittag, die per Flachschuss traf. Kurz darauf hätte die 31-Jährige fast nachgelegt, wurde im letzten Moment aber geblockt. Noch auffälliger agierte Huth, die zweimal an Österreichs Torhüterin Manuela Zinsberger scheiterte.

Die Bundesliga-Legionärin vom FC Bayern München war die am meisten beschäftigte Akteurin auf dem Platz, konnte den zweiten Gegentreffer fünf Minuten vor der Pause erneut durch Mittag aber nicht verhindern. Mit ihrem 48. Länderspieltor schloss die Angreiferin vom DFB-Pokalsieger VfL Wolfsburg in der Bestenliste der deutschen Rekordschützinnen zu Neid auf Platz sechs auf.

Kurz vor der Pause hatte Leonie Maier das 3:0 auf dem Fuß, doch Zinsberger wehrte den Schuss ihrer Vereinskollegin aus Nahdistanz mit einem Klasse-Reflex ab. Das beflügelte die Gäste nach dem Wechsel. Zunächst gelang Feiersinger der Anschluss, nachdem der Ball zuvor nach einem Schuss von Burger vom linken an den rechten Pfosten und von dort vor die Füße der Torschützin gesprungen war.

Sechs Minuten später düpierte Burger die zu weit aufgerückte DFB-Abwehr und Torfrau Almuth Schult. Die DFB-Elf benötigte 20 Minuten, um sich davon zu erholen und sicherte dank Faißt und Petermann den letztlich verdienten Erfolg.

Fotocredits: Armin Weigel,Armin Weigel,Armin Weigel,Armin Weigel
(dpa)

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