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Formel 1: Doppelsieg für Ferrari

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Das Rennen auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona gilt als Gradmesser: Wer hier gewinnt, hat das Potenzial, bei allen Rennen in Europa auf dem Podium zu landen. Bittere Aussichten für die Konkurrenz von Ferrari: Kimi Räikkönen siegte souverän beim Großen Preis von Spanien vor seinem Teamkollegen Felipe Massa. Den Erfolg kommentierte der Finne mit der ihm eigenen Euphorie: „Ein guter Tag.“ Zum Rennen sagte der Weltmeister trocken: „Warum willst du pushen, wenn du vorne liegst?“

Auf dem dritten Platz landete McLaren-Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton. Für den Briten gab es Pfiffe bei der Siegerehrung, unbeliebt ist er in Spanien, seit er seinem damaligen Teamkollegen Fernando Alonso 2007 die Show gestohlen hat. Apropos Alonso, der Lokalmatador sorgte in Barcelona für Aufsehen: In den drei Rennen zuvor war sein Auto nicht sonderlich rasant, doch in der Qualifikation steuerte er nun seinen Renault auf Platz zwei. Es wurde geunkt, er habe so wenig Benzin an Bord, dass er bereits in der Einführungsrunde tanken müsse. Doch anscheinend hat das französiche Team seine Boliden verbessert, Alonso fuhr lange vorne mit, bis er mit einem Defekt in der 35. Runde ausschied.

Spektakulär wurde das ansonsten wenig aufregende Rennen – der Curcuit de Catalunya bietet kaum Überholmöglichkeiten – durch einen Unfall: In der 22. Runde platzte der linke Vorderreifen an Heikki Kovalainens McLaren-Mercedes. Das Auto des Finnen rauschte fast ungebremst über das Kiesbett unter (sic!) einen Reifenstapel. Es dauerte zehn Minuten, bis Kovalainen geborgen war. Erleichterung herrschte, als er den Daumen hob, erste Diagnose: Gehirnerschütterung,

Keine Punkte für die Deutschen: Pech hatte Nick Heidfeld. Als nach dem Unfall das Safety Car auf die Strecke fuhr, ging seinem BMW das Benzin aus. Es musste tanken, obwohl die Boxengasse gesperrt war, und kassierte eine Zehn-Sekunden-Strafe, damit war nicht mehr als Platz neun möglich. Nico Rosberg musste seinen Williams in der 42. Runde mit Motorschaden abstellen. Torro-Rosso-Pilot Sebastian Vettel kann sich kaum noch daran erinnern, wie die Zielflagge aussieht, wieder schied er aus, wieder schuldlos: Adrian Sutil (Force India) startete ein übermütiges wie aussichtsloses Überholmanöver, drehte sich und blockierte Vettel, der hinterher fluchte: „Das war ein hirnloses Manöver von Adrian.“ Sutil bekannte in Hiob-Manier: „Schlimmer geht’s nicht mehr.“ Timo Glock im Toyota wurde Elfter.

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