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Mercedes-Teamchef: Vettel-Abschied ist Ende einer Ära

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Berlin – Mercedes-Teamchef Toto Wolff bedauert den Abschied von Sebastian Vettel bei Ferrari am Jahresende.

«Es ist schade, dass hier ein bisschen eine Ära zu Ende geht», sagte der Österreicher der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung». Vettel hatte sich mit der Scuderia nicht auf einen neuen Formel-1-Vertrag einigen können. In den Vorjahren hatte er sich intensive Duelle mit Silberpfeil-Star Lewis Hamilton geliefert.

«Sein Wort hat Gewicht in der Formel 1. Er ist auch ein bisschen so etwas wie ein Gegenpol zu der Generation der jungen Wilden, die seit ein paar Jahren in den Sport strebt», sagte Wolff. Der viermalige Weltmeister Vettel (32) habe die Motorsport-Königsklasse über mehr als zehn Jahre mitgeprägt, befand der Mercedes-Teamchef.

Zuletzt war auch darüber spekuliert worden, ob Vettel im kommenden Jahr im Silberpfeil fahren könnte. Die Verträge von Hamilton (35) und Teamkollege Valtteri Bottas (30) laufen ebenfalls nach dieser Saison aus. «Kein gutes Team wird es einfach ignorieren, wenn ein vierfacher Weltmeister plötzlich auf dem Transfermarkt auftaucht», sagte Wolff. Mercedes sei aber zunächst zur Loyalität gegenüber seinen aktuellen Piloten verpflichtet.

Dass der Werksrennstall des deutschen Autobauers gern wieder einen deutschen Fahrer engagieren würde, bestritt Wolff. «Als Mercedes-Team wollen wir die besten Autos bauen und dafür die besten Fahrer haben, dabei spielt die Herkunft keine Rolle», sagte der 48-Jährige.

Der ehemalige Formel-1-Boss Bernie Ecclestone rät Vettel zu einem kompletten Neustart bei einem kleineren Team. «Er sollte etwas Neues aufbauen – wie damals, als er bei Red Bull angefangen hat», sagte der 89 Jahre alte Brite, der die Rennserie rund 40 Jahre bis zu seinem Ausscheiden 2017 führte, der «Bild am Sonntag». Mit Red Bull hatte der Hesse von 2010 bis 2013 alle seine WM-Titel gewonnen.

Vettel kehrt Ferrari nach sechs Jahren den Rücken. Als Nachfolger steht bereits der Spanier Carlos Sainz (25) fest. Dessen Cockpit bei McLaren übernimmt Daniel Ricciardo (30), der dafür Renault verlässt. Vettel ließ offen, ob er weiter in der Formel 1 fahren will oder seine Karriere in der Rennserie beendet.

Fotocredits: Uli Deck
(dpa)

(dpa)

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