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Schalkes Personallage entspannt sich vor Duell mit Man City

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Gelsenkirchen – Vor dem ersten Champions-League-Achtelfinale gegen Manchester City am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) hat sich die Personallage beim FC Schalke 04 deutlich entspannt.

Bis auf Breel Embolo und Benjamin Stambouli, der sich nach seiner Nasen-Operation weiter an die Gesichtsmaske gewöhnen muss, kann Trainer Domenico Tedesco auf alle Profis zurückgreifen. Für den 33 Jahre alten Fußball-Lehrer ist das eine fast ungewohnte Lage, denn in den vergangenen Monaten gab es immer wieder neue Verletzungen.

Zwar gelten die Königsblauen, die derzeit auf einem enttäuschenden 14. Rang in der Bundesliga liegen, als krasser Außenseiter in dem Duell mit dem englischen Fußball-Meister. Aber genau darin liegt die Chance für eine positive Überraschung. Dass allerorten eigentlich nur über die Höhe der Niederlage spekuliert wird, kann Tedesco sogar nachvollziehen. «Wir sind der klare Nicht-Favorit.»

Er und sein Team wollen sich die Vorfreude auf das Spiel aber nicht nehmen lassen. «Manchester City ist eine der besten Mannschaften der Welt. Doch auch wir stehen zu Recht im Achtelfinale, weil wir in einer Gruppe mit top Mannschaften gute Spiele absolviert haben und verdient weitergekommen sind. Wir müssen einen Sahnetag haben und alles rauspusten. Darauf haben wir große Lust.»

Bereits vor dem Abschlusstraining des Fußball-Bundesligisten verriet Tedesco, dass Kapitän Ralf Fährmann im Tor stehen wird. «Unsere Champions-League-Teilnahme ist auch ein Verdienst von Ralle, er hat sich das im Vorjahr gemeinsam mit der Mannschaft erarbeitet», begründete Tedesco seine Entscheidung. Im Bundesligaspiel am kommenden Samstag soll dann wieder Nachwuchskeeper Alexander Nübel spielen. «Ich habe vor Wochen schon gesagt, dass wir auf der Torhüterposition in einer sehr komfortablen Situation sind, weil wir zwei herausragende Keeper zur Verfügung haben», erklärte Tedesco.

Manchester City habe «eine extrem starke Mannschaft», betonte Tedesco. «Da sticht, ehrlich gesagt, jeder Spieler heraus.» Vor allem die Offensive des Teams von Pep Guardiola imponiert ihm. Vorn wirbelt auch ein ehemaliger Schalker. «Die Geschwindigkeit und die Qualitäten von Leroy Sané sind unbestritten. City spielt sehr strukturiert in allen Phasen, egal ob in der Spieleröffnung, im letzten Drittel oder beim Pressing», sagte Tedesco, der bei der Gegner-Analyse aber auch Schwächen ausgemacht haben will. «Jede Mannschaft zahlt irgendwo ihren Preis.»

Nach der Ankunft in Essen, wo die Engländer ihr Quartier bezogen haben, lobte Guardiola seinen Angreifer in den höchsten Tönen. «Leroy hat sich in den drei Jahren in Manchester sehr gut entwickelt. Er ist jetzt schon ein unglaublicher Spieler, und er könnte ein noch unglaublicherer werden. Es liegt immer auch am Spieler selbst», sagte der Spanier über den 23 Jahre alten deutschen Nationalspieler. Guardiola selbst hatte sich dafür eingesetzt, dass Sané vor zweieinhalb Jahren nach Manchester wechselte. Und im Ex-Dortmunder Ilkay Gündogan, der in Gelsenkirchen geboren ist, ist ein weiterer «Citizen» in seine Heimat zurückgekehrt.

Die Rollenverteilung sieht Guardiola nicht so eindeutig wie andere Experten. «Das ist Champions League, ein K.o.-Spiel», betonte der 48-Jährige. «Da spielt es keine Rolle, wie du gerade in der Liga stehst. Schalke hat viel Qualität, sie kämpfen bis zum Schluss und haben ihre Fans als zwölften Mann.» Die Entscheidung über den Einzug ins Viertelfinale fällt im Rückspiel am 12. März in Manchester.

Fotocredits: Rolf Vennenbernd
(dpa)

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