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Schalkes Talfahrt hält an – FCA-Traumeinstand für Herrlich

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Gelsenkirchen – Der FC Schalke 04 setzt seine Talfahrt in der Fußball-Bundesliga ungebremst fort. Auch am zweiten Geisterspieltag nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs kassierte der Revierclub beim 0:3 (0:1) gegen den FC Augsburg am Sonntag eine bittere Niederlage.

Das Team von Trainer David Wagner ist nunmehr seit neun Spielen bei einen Torverhältnis von 2:22 in Serie sieglos. Eduard Löwen mit einem direkt verwandelten Freistoß (6. Minute) und die eingewechselten Noah Joel Sarenren Bazee (76.) sowie Sergio Cordova (90.+1) beendeten die schwache Auswärtsserie der bayerischen Schwaben.

«Das schmeckt richtig gut. Das war eine lange Durststrecke», jubelte Augsburgs Florian Niederlechner, der seinem Team beim Streamingdienst DAZN «ein richtig geiles Spiel» bescheinigte. Erstmals nach fünf Spielen in der Fremde konnte der FCA wieder jubeln und seinem neuen Trainer Heiko Herrlich den ersten Dreier bescheren.

«Ich freue mich riesig, dass es auch für mich losgeht», sagte Herrlich vor der Partie. Für ihn war es die Premiere als FCA-Coach auf der Trainerbank. Eine Woche zuvor beim 1:2 gegen Wolfsburg hatte er freiwillig auf seinen Einsatz verzichtet, nachdem er während des Quarantäne-Trainingslagers vor dem Bundesliga-Neustart einkaufen war und die Regeln missachtet hatte. Mit Videoanalysen und Pressing-Training hatte er sein Team dann bestens auf die Aufgabe auf Schalke eingestellt. Herrlichs Laune verbesserte sich noch mehr, als er schon nach sechs Minuten erstmals jubeln durfte.

Löwen nahm bei einem direkten Freistoß aus 25 Metern zentral vor dem Schalker Tor Maß und brachte die Schwaben mit einem feinen Schuss in Führung. Mit dem ersten Treffer nach zuletzt vier Auswärtsspielen ohne eigenes Tor verhinderte er damit einen Vereins-Negativrekord der Augsburger, die zum ersten Mal überhaupt auf Schalke gewannen und im Kampf gegen den Abstieg wichtige Zähler sammelten.

Das Offensivspiel der nach dem 0:4 in Dortmund auf drei Positionen veränderten Königsblauen ließ erneut zu wünschen übrig. Der FCA stellte geschickt die Räume zu und stand defensiv stabil gegen die Schalker, denen es an auch durch das Fehlen von Amine Harit an Ideen im Mittelfeld mangelte. «Ich will nicht sagen, dass wir klar unterlegen waren. Wir waren von Anfang an aggressiv», befand Schalkes Daniel Caligiuri, bemängelte aber eine zu schwache Chancenverwertung.

Die beste Ausgleichschance hatte noch der neu in die Startelf gerutschte Rabbi Matondo nach einer knappen halben Stunde, doch Gäste-Schlussmann Andreas Luthe verhinderte per Fußabwehr das 1:1.

Die niveauarme Begegnung nahm auch in der zweiten Hälfte kaum an Fahrt auf. Schalke hatte zwar fast dreimal so viel Ballbesitz wie der Gegner, machte aber nichts daraus. Auch mit der Hereinnahme von Edeljoker Ahmed Kutucu für den verletzten Suat Serdar nach 56 Minuten hatte Schalke nicht mehr Zug zum Tor. Chancen? Fehlanzeige.

Dagegen stand Schalkes Keeper noch einige Mal im Blickpunkt. In der 69. Minute parierte Markus Schubert einen Freistoß von Philipp Max. Mit dem 2:0 durch den kurz zuvor eingewechselten Sarenren Bazee verdiente sich Augsburg den ersten Bundesliga-Sieg im neunten Versuch in Gelsenkirchen am Ende redlich. In der Nachspielzeit erhöhte Cordova gar noch auf 3:0 für die Gäste. Schalke muss mehr denn um seine Europapokal-Rückkehr bangen.

Fotocredits: Martin Meissner
(dpa)

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