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Sechs Highlights der Hallen-EM in Belgrad

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Belgrad – 26 Entscheidungen an drei Tagen, 43 deutsche Leichtathleten am Start – da ist Spannung in der Kombank Arena garantiert. Sechs Höhepunkte der Hallen-Europameisterschaften vom 3. bis 5. März in Belgrad im Überblick:

MÄNNER:

60 Meter:

Das große Sprintfinale der 34. Hallen-EM – und Titelverteidiger Richard Kilty ist am Start. Auch mit seinen britischen Teamkollegen Andrew Robertson und Theo Etienne muss die Konkurrenz rechnen. Der schnellste Mann Deutschlands fehlt allerdings: Julian Reus hat keine komplette Hallensaison bestritten, er konzentriert sich auf die Freiluft-WM im August in London. Sprint-Solist Aleixo-Platini Menga will seine Bestzeit (6,66 Sekunden) beim Hallen-Höhepunkt des Winters bestätigen – und möglichst unterbieten.

Finale: Samstag, 20.57 Uhr

DLV-Starter: Aleixo-Platini Menga (Bayer Leverkusen)

Stabhochsprung:

Für den Überflieger des Winters ist Gold reserviert: Der Pole Piotr Lisek hat in diesem Jahr als einziger Athlet 6,00 Meter gemeistert. Ohne Titelverteidiger Renaud Lavillenie, der die Hallensaison verletzungsbedingt schon beendet hat, dürfte der Weg für den sehr beständigen Lisek frei sein. Ex-Weltmeister Raphael Holzdeppe nimmt zwei Wochen nach seinem ersten deutschen Hallentitel Kurs auf seine erste Medaille bei einer großen internationalen Hallen-Meisterschaft.

Finale: Freitag, 17.00 Uhr

DLV-Starter: Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken), Florian Gaul (VfL Sindelfingen)

Kugelstoßen:

Für Storl zählt nur Gold, weiter als der Titelverteidiger aus Sachsen – 21,37 Meter – hat die Kugel in diesem Jahr noch keiner gestoßen. Der 26-Jährige vom SC DHfK Leipzig hat Olympia in Rio (Platz 7) abgehakt und will in diesem Jahr wieder angreifen. Konkurrenz im Medaillenkampf bekommt der junge Papa in Belgrad vor allem vom Tschechen Tomáš Staněk (21,32 Meter) und durch den Polen Konrad Bukowiecki (21,15). Das Top-Trio will vor der Freiluftsaison auch ein deutliches Signal an die US-Boys schicken.

Finale: Samstag, 19.20 Uhr

DLV-Starter: David Storl (SC DHfK Leipzig)

FRAUEN:

60 Meter:

Letzte deutsche Sprinterin mit EM-Gold in der Halle war 1998 Melanie Paschke – nach 19 Jahren wird es wieder Mal Zeit. Die deutsche Meisterin Gina Lückenkemper aus Dortmund startet zwar nicht, aber Rebekka Haase (LV 90 Erzgebirge) ist in diesem Jahr auch schon 7,14 Sekunden gelaufen. Starke Konkurrenz bekommt sie vor allem durch die Norwegerin Ezinne Okparaebo (7,13 Sekunden) und die Ukrainerin Olesja Poch (7,14). Finalchancen dürfen sich auch Lisa Mayer (Wetzlar) und Alexandra Burghardt (Mannheim) ausrechnen.

Finale: Sonntag, 18.10 Uhr

DLV-Starterinnen: Rebekka Haase (LV 90 Erzgebirge), Lisa Mayer (Sprintteam Wetzlar), Alexandra Burghardt (MTG Mannheim)

60 Meter Hürden:

Das wird ein Ding! Die deutsche Hallenmeisterin Pamela Dutkiewicz und Freiluft-Europameisterin Cindy Roleder greifen nach Gold. Die frühere Mehrkämpferin Roleder will endlich die fehlende internationale Hallenmedaille gewinnen. Doch ihre Dauerrivalin Dutkiewicz war bei den Meisterschaften in Leipzig einen Tick schneller: Mit 7,79 Sekunden führt sie die europäische Saisonbestenliste an und kämpft in Belgrad um den Titel. «Da will ich wieder den Lauf meines Lebens machen», sagte die 25-Jährige in einem FAZ-Interview. Carolin Nytra hatte vor sechs Jahren zum bislang letzten Mal EM-Gold über 60 Meter Hürden geholt.

Finale: Freitag, 19.55 Uhr

DLV-Starterinnen: Cindy Roleder (SV Halle), Pamela Dutkiewicz (TV Wattenscheid), Ricarda Lobe (MTG Mannheim)

Weitsprung:

Ganz Serbien erwartet beim Sonntags-Showdown Gold: Weitsprung-Europameisterin Ivana Španović ist in ihrem Land sehr populär, alles andere als der Titel wäre eine große Enttäuschung. Sie kommt mit der Jahresweltbestleistung von 6,96 Metern zur Heim-EM. Mehrkämpferin Claudia Salman-Rath hat schon bei den deutschen Hallenmeisterschaften überzeugt, mit 6,76 Metern ist sie die beste Deutsche. Wie bei Olympia in Rio geht die Russin Darja Klischina nicht für ihr Land, sondern als neutrale Athletin an den Start.

Finale: Sonntag, 17.40 Uhr

DLV-Starterinnen: Alexandra Wester (ASV Köln), Claudia Salman-Rath (LG Eintracht Frankfurt)

Fotocredits: Hendrik Schmidt
(dpa)

(dpa)

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