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Rhönrad WM 2011 in Deutschland

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Zwei körpergroße Reifen, verbunden durch Sprossen und Griffe, in denen der Turner Kür-Übungen zeigt, während das mächtige Rhönrad rollt oder tellert – Das ist der faszinierende Turnsport, der dieses Jahr bei der Rhönrad Meisterschaft im sauerländischen Arnsberg ausgetragen wird.

Vom 1. bis 4. Juni 2011 finden die Weltmeisterschaften im Rhönrad in Arndsberg, Nordrhein-Westfalen, statt. Endlich kann das deutsche „WM Team zwanzigelf“ vor heimischem Publikum um die Medaille turnen. Mit Spannung wird erwartet, ob das deutsche Team als Ausrichter in diesem Jahr trotz Verletzungssorgen den Titel verteidigen kann.

Das deutsche WM Team muss 15 Goldmedaillen verteidigen

Im letzten Jahr gewann die deutsche Weltspitze im Rhönrad 15 von 17 Goldmedaillen. Die Bundestrainerin des „WM Teams zwanzigelf“ Ines Meurer sieht trotz Verletzungen einiger Spitzensportler gute Chancen für Deutschland im Mehrkampf. Dabei treten die Jugend und die Erwachsenen jeweils als männliche und weibliche Kandidaten getrennt gegeneinander an.

Doch in den Einzeldisziplinen wird die internationale Konkurrenz immer stärker. Besonders freut man sich über die Teilnahme der japanischen Turner und der erstmaligen Teilnahme von Argentinien und Kolumbien an der WM.

Rhönrad Weltmeisterschaften seit 1995

Das Patent für diesen außergewöhnlichen Sport wurde 1925 von Otto Feick angemeldet und 1936 erstmals bei den Olympischen Spielen öffentlich als Turnsport präsentiert.

In den Rädern mit 130 cm bis 245 cm Durchmesser und einem Gewicht zwischen 40 und 60 kg werden verschiedene Pflicht- und Kürübungen vorgeturnt. Der Sport wird auch oft akrobatisch im Zirkus oder beim Eiskunstlauf eingesetzt.

Im Jahre 1995 wurde der Internationale Rhönradturn-Verband (IRV) gegründet und die 1. Rhönrad-Weltmeisterschaft in den Niederlanden ausgetragen.

Disziplinen bei der Rhönrad Weltmeisterschaft

Bei den Wettkämpfen wird der so genannte Aufbau bestehend aus der Ausführung, dem Schwierigkeitsgrad und dem Vorhandensein von obligatorischen Elementen bewertet.

Neben den Einzeldisziplinen gibt es für Partner die Disziplinen Partnerturnen, Synchronturnen und Partnerspirale. Die Einzeldisziplinen stellen das Geradeturnen, das Spiraleturnen und der Sprung dar. Beim Geradeturnen werden Elemente aus dem Reck- und Barrenturnen oft zu musikalischer Untermalung am rollenden Rad vorgeturnt.

Beim Spiralturnen müssen die Sportler mithilfe von Gewichtsverlagerungen den Reifen 3 bis 5 Sekunden flach zum Tellern bringen und dann wieder aufstellen. Der Sprung, der erst seit 1999 auch von den weiblichen Turnerinnen vollzogen wird, erfolgt aus dem Rad in verschiedenen Sprüngen auf eine Matte.

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