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Deutsche Handballer vor WM-Generalprobe

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Kiel – Viel Zeit bleibt Handball-Bundestrainer Christian Prokop jetzt nicht mehr. Jede Menge Arbeit wartet auf den 40-Jährigen vier Tage vor dem Start in die Heim-WM aber trotzdem.

Zwei Spieler wird er vermutlich noch vor der WM-Generalprobe an diesem Sonntag (14.00 Uhr) in Kiel gegen Argentinien aus seinem Aufgebot für das Turnier streichen. Zudem hofft Prokop, dass seine Mannschaft im Spiel gegen die Südamerikaner die Fehler vermeidet, die sein Team noch beim vorletzten Test gegen Tschechien (32:24) machte.

«Wir werden jetzt hart am Feinschliff arbeiten», kündigte Kreisläufer Patrick Wiencek an. Wie weit die deutsche Mannschaft vor dem WM-Eröffnungsspiel am Donnerstag in Berlin gegen Korea schon ist, soll die Partie gegen die Argentinier zeigen. Die zählen zwar auch nicht zu den internationalen Topteams, sind aber anders als die Tschechen auch bei der WM dabei – und haben in Diego Simonet einen Top-Handballer in ihren Reihen.

«Definitiv haben wir noch Steigerungspotenzial», meinte Wiencek. Vor allem in der Defensive hatte die DHB-Auswahl gegen die Tschechen ungewohnte Schwächen offenbart. Ob Prokop auch in Kiel mit dem THW-Innenblock bestehend aus Hendrik Pekeler und Wiencek beginnt, ist offen. Interessant dürfte auch sein, ob er schon mit seinen 16 WM-Spielern antreten wird. Prokop hatte bereits angekündigt, dass er am Sonntag zwei Spieler aus seinem derzeit noch 18 Mann umfassenden Aufgebot streichen wird. Ob er das vor oder erst nach der Partie tun wird, hatte er offen gelassen.

Sicher ist nur, dass er sich weniger Nervosität und mehr Stabilität erhofft. «Wichtig ist nun, die Kraft aufzubauen, die du für eine erfolgreiche WM brauchst», sagte er. Das Argentinien-Spiel bietet dazu die letzte Gelegenheit unter Wettkampfbedingungen. Am Montag wird Prokop seiner Mannschaft dann noch ein bisschen Freizeit gönnen. Von Dienstag an versammelt er den WM-Kader dann in Berlin.

Fotocredits: Peter Steffen
(dpa)

(dpa)

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